Die Grenzen des Wachstums

Mikroprozessor486_CCBYSA_UberpenguinWie in der Wirtschaft erzählen die Profiteure des Systems den Menschen auch in der Informationstechnologie (IT), dass nur Wachstum das Allheilmittel für den Wohlstand der Zukunft sei. Wobei es in der Wirtschaft eher um Umsätze geht und in der IT mehr um Computerleistung.

Das Wachstum der Wirtschaft

Dummerweise (oder besser gottseidank) nähern wir uns in beiden Bereichen den Grenzen des Wachstums. Die Wirtschaft hat die Reichen so reich und damit die Armen so arm gemacht und dabei den Planeten so sehr zerstört, dass da nichts mehr laufen kann – egal wie niedrig oder gar negativ der Leitzins von den Handlangern der Reichen gemacht wird, um die Armen zu nötigen, ihr Geld auszugeben, bevor es sich durch Negativzinsen von selbst in Luft auflöst…

Das Wachstum der Computerleistung

Bei den Computerchips sind es deren kleinste aktive Elemente, die Transistoren, die dem Wachstum zu immer kleineren Strukturen mit entsprechend höheren Schaltgeschwindigkeiten und damit mehr Leistung hin deutliche Grenzen setzen. Waren es bis zur letzten Generation noch die Kanäle der Ladungsträger, geht es heute mehr um die Kontaktstellen, deren Widerstand mit der Verkleinerung immer mehr zunimmt, bis die Transistoren einfach nicht mehr funktionieren.

Neue Technologien schieben das Ende nur kurz hinaus

Hier haben sich einige Wissenschaftler mit Tunnelblick von der IBM jetzt gemeldet und verkünden stolz, dass sie einen Weg gefunden haben, die Transistoren noch weiter zu verkleinern. Mit Kohlenstoffröhrchen und Kontaktstellen aus Molybdänkarbid drücken sie die Kontaktwiderstände ein letztes Mal soweit herunter, dass man noch funktionierende Transistoren mit wenigen Angström (unter 10 Nanometer) Kontaktlänge bauen kann.

Es wird Zeit, sich einmal wieder klar zu machen, dass eine Angström-Einheit (0,1 Nanometer) dem Durchmesser eines Goldatoms entspricht – da gibt es einfach nichts mehr zu verkleinern.

Allheilmittel Quantencomputer

Mit subatomaren Rechnern, gemeinhin als „Quantencomputer“ bezeichnet, kommt man da offenbar auch nicht weiter. Die millionenteuren Schränke mit einer Handvoll Qbits darin werden ausgerechnet von honorigen Teilnehmern am Wirtschaftsleben wie dem amerikanischen Geheimdienst NSA und seinen Helfershelfern, den großen IT-Datendieben wie Google & Co., fleißig gekauft.

Angeblich können Quantencomputer ja alles gleichzeitig berechnen und damit dann durch verschlüsselte Kommunikation dringen wie ein heißes Messer durch kalte Butter – deshalb gehören auch die beruflich notorischen Abhörer und Bespitzeler von Geheimdiensten über Regierungen bis hin zu Datensammlern aus der IT zu den frühen Anwendern (Early Adoptors).

Zum Glück für die Menschheit, die da in Echtzeit jederzeit und überall bespitzelt werden soll,  zeigen bisher alle Versuche, dass jedes 100 €-Smartphone in der Tasche eines Jugendlichen viele Male schneller rechnet als solche Maschinen. Es ist zu hoffen, dass das auch so bleibt…

Und wenn nicht, ist das auch nicht weiter schlimm, denn bis dahin hat das Wachstum der Wirtschaft unseren Planeten sicherlich schon vollständig zu Grunde gerichtet – zumindest, was die Bedürfnisse der Art Homo sapiens angeht. Intelligente Ameisen hätten ja vielleicht noch eine Chance…

Bild: Wikipedia CC BY-SA 3.0 Uberpenguin

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