Exzessive Speicherung von Mobilfunkdaten in Deutschland

VorratsdatenNetzpolitikAlle deutschen Mobilfunkprovider haben offenbar Schwierigkeiten, ihre selbst gesteckten Ziele bei der Löschung von Verbindungsdaten von Smartphones, Tablets und Geräten des Internets der Dinge einzuhalten.

Große Teile dieser Anrufdaten bleiben bis zu sechs Monate in den Abrechnungssystemen von Telekom, Vodafone und Telefónica gespeichert, und alle möglichen Ermittler können diese Daten zur Verbrechensbekämpfung (und auch ohne irgendeinen Grund) wie bei einer Vorratsdatenspeicherung einfach abfragen. Das in der aktuellen Ausgabe von Spiegel und Spiegel online nachzulesen.

Zwar hatten sich die Netzbetreiber 2012 mit dem damaligen Datenschutzbeauftragten des Bundes Peter Schaar und der Bundesnetzagentur freiwillig darauf geeinigt, die Speicherfristen im Regelfall auf höchstens drei Monate zu verkürzen. Aber insbesondere bei Gesprächen von einem Netz ins andere hat sich seither absolut nichts getan. Diese Interconnections genannten netzübergreifenden Verbindungen werden immer noch bis zu sechs Monate lang gesichert.

So speichert beispielsweise Vodafone sogar bei Gesprächen im eigenen Netz Daten bis zu 180 Tage lang. Schaar hält diese Praxis schlicht und einfach für rechtswidrig – womit er vollkommen recht hat.

Seine Nachfolgerin und frühere Vorratsdatenspeicherungs-Befürworterin Andrea Voßhoff von der CDU ließ inzwischen einfach nur mitteilen, Kunden müssten aktuell davon ausgehen, dass ihre Mobilfunkdaten im Zweifel bis zu sechs Monate gespeichert würden. Dagegen tun will die willfährige Handlangerin von Stasi-Merkel offenbar aber nichts.

Die beiden Provider Vodafone und Telefónica erklärten dazu, erst 2016 die Vorgaben vollständig umsetzen zu können. Da lacht der IT-Fachmann und fragt sich, ob sich der Staat auch bei den Steuererklärungen genauso offensichtlich verarschen läßt.

Die Telekom hat die Umstellung für Verbindungen im eigenen Netz zwar inzwischen vollzogen, bei den Interconnections sieht es genau so schlecht aus wie bei den anderen Providern.

Bei Spiegel Online finden Sie eine als PDF-Datei, die detailliert auflistet, welcher Provider welche Informationen wie lange auf Vorrat zum Abruf für Behörden speichert.


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