Yoga Hosers

Yoga Hosers

Worum geht's?

Colleen Collette und Colleen McKenzie sind smartphonesüchtige Teenager, beste Freundinnen, große Yoga-Fans und jobben als Verkäuferinnen in der kanadischen Provinz. Kurz nachdem sie im Geschichtsunterricht von kanadischen Nazis erfahren, müssen sie tatsächlich Bösewichte bekämpfen, die dem Führer nacheifern.

Wie ist der Film?

Es gibt hochwertige Horrorkomödien („ Beetlejuice", „ Armee der Finsternis"); es gibt Low-Budget-Horrorkomödien, die unterhaltsam mit ihrem Trash-Appeal spielen („ Dead Snow", „ Lesbian Vampire Killers ") und es gibt Filme wie „Yoga Hosers", die vermutlich gerne zweiteres wären, jedoch weder witzig noch irgendwie unterhaltsam sind. Ein Totalausfall.

Die Grundidee war zum Scheitern verurteilt: „Yoga Hosers" ist ein Spin-off zum Walross-Horror „ Tusk", obwohl bereits „Tusk" wenig Beachtung fand. Regisseur und Autor Kevin Smith erarbeitete sich einst mit „ Clerks" (1994) und „ Dogma " (1999) den Ruf als neuer Kultregisseur. Nun ist er vollends den pubertären Witzeleien erlegen, die ihm und seinem Gesprächspartner beim Podcasting einfallen.

Schon die peinliche Eröffnungsszene - eine ‚Bandperformance' - etabliert das Niveau, auf dem Smith in den folgenden 80 Minuten die Lebenszeit seines Publikums verschwendet. „Yoga Hosers" ist mit dem Feingefühl einer Abrissbirne erzählt, ohne sympathische Charaktere und eigentlich auch ohne Inhalt. Smith scheint alles vergessen beziehungsweise weggekifft zu haben, was er mal über Timing und schlüssige Dialoge wusste. Hätte er sich Mühe gegeben, ginge „Yoga Hosers" vielleicht als Parodie der Generation Y durch, doch jegliche Hintergründigkeit wird von Klischees im Keim erstickt.

Erschreckenderweise taumeln einige Gaststars durch diese Kostümparty, allen voran Johnny Depp, dessen Tochter eine der Hauptrollen spielt (die andere Hauptrolle spielt Kevin Smiths Tochter). Hut ab für solche mutigen Freundschaftsdienste, denn an der Überzeugungskraft des Drehbuchs kann es nicht gelegen haben. „Yoga Hosers" ist ein sinnloses Gemisch aus Highschool-Komödie, Kanada-Loblied und Horror-Trash mit dümmlichsten Nazi-Stereotypen. Der Film schwankt zwischen enervierend und ermüdend und ist meilenweit von ironischem Charme entfernt. Der Spaß sei den beiden Mädels gegönnt, doch selbst ihnen dürfte diese Jugendsünde bald unangenehm werden.

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