SOKO Grenzland

Man sieht förmlich die Diskutanten um einen virtuellen Beamer gruppiert. Schaubilder werden an die Wand geworfen ….

Asterisk für meine Enkel: Jeder Beamer hieß einmal “Projektor”, außer dem Tageslichtprojektor, denn der wurde entweder “Polylux” oder “Overhead” genannt. Je nachdem, ob man Bilder links oder rechts der Elbe projizierte.

… Bedauern geheuchelt.

Derweil Blogger S eine uralte Erfahrung abhakt. Es geht nicht darum, eine Meinung nicht zu sagen, sondern eine Meinungen zu hören, die man nicht gesagt hat. Jeder findet im Geschriebenen meist nur, was er lesen will, jeder interpretiert, jeder ist Mensch. Was ebenfalls nicht schlimm ist.

Bedauerlich wird es, wenn die hierauf folgende Selbstzensur sich vor dem Schreiben im Kopf breit macht, aka: Wende das so schreibst, wird es garantiert missverstanden, schreibst du es anders – auch.

Parallel dazu ereignete sich ein weiterer Schreck: Als die Firma Microsoft anbot, einen ollen muffigen Hotmail-Account auf outlook.com upzugrade und ich dies aus Neugier auch tat, tauchten irgendwoher plötzlich Dateien und Fotos auf, von denen ich bis dato sicher² (oder sogar sicher³) war, dass ich dieses Material schon im Jahre 2006 entsorgt hatte. Fürimmerundewig.

Klar wissen wir alles – aber nicht alles ist uns bewusst. So lasse ich das Grenzland und mich im Second Live beerdigen. Und komme wieder als jemand wahrhaft-anderes.

Ach übrigens: Wer einst die Qual hatte, hat nun die Wahl. Puzzle für Puzzle wird zusammengesetzt. Ich darf nicht wie ich sein und sollte es aber doch.

Erste Ergebnisse: Der neue ICH ist ein Hetero, hat aber bereits einen Namen, zwei E-Mail-Adressen, ein Geburtsdatum, einen Geburtsort, eine Frau, eine Apple-ID und – nota bene! – einen Follower bei Twitter, obwohl noch kein Tweet abgesendet. Und ab 1.5.2013 wird ICH auch einen Blog haben.

Ein Beruf ist bald bestimmt, doch am schwierigsten scheint die Wohnsitzname. An der erstgewählten Adresse fuhr ich zufällig mit der Tram vorbei – Nee! Hier will ICH nicht wohnen. Die zweite Wahl war im Babelsberger Park und die wiederum hielt ICH für versnobt, für zu angeberisch. So bestimmte ICH erst einmal die Hausnummer – eine “37″ soll es sein! – und suche die Straße nach Persönlichkeit UND FINDE ES ABSOLUT BEDAUERLICH; DASS ES IN POTSDAM KEINE PROFESSOR-SCHRÖDINGER-STRASSE GIBT. Was mir, ich und ICH allerdings auch πp-egal sein könnte.


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