Puno – Titicacasee, Peru

Puno, Parque Pino dahinter Glorioso San Carlos de Puno

Puno, Parque Pino dahinter Glorioso San Carlos de Puno (© Andrea Stöhr-Sayed)

Puno oder auch „Ciudad de la Plata“ (die Stadt des Silbers) ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos in Peru. Puno liegt in einer Höhe von 3820 m im Süden von Peru am Westufer des Titicacasees und ist wichtigster Hafen des „Andenmeeres“. Titicaca ist in der Sprache der Aymara aus zwei Wörtern zusammengesetzt. Titi heißt Puma und Caca Fels, zusammengesetzt bedeutet der Name Pumafels. Für die einheimische Bevölkerung sieht der Titicacasee auf der Landkarte von oben betrachtet wie ein Puma, der einen Hasen jagt, aus. Der Titicacasee gehört zu zwei Dritteln zu Peru und zu einem Drittel zu Bolivien. Er ist mit 8300 km2 nach dem Maracaibosee der zweitgrößte Süßwassersee Südamerikas und erreicht eine Tiefe bis zu 280 m.

Titicacasee mit Schilfschiff der Uros

Titicacasee mit Schilfschiff der Uros (© Andrea Stöhr-Sayed)

Auf dem See leben die Uros auf ihren schwimmenden Schilfinseln. Die Inseln liegen in der  großen Bucht zwischen Puno und der Halbinsel Capachica. Die Uros flüchteten einst vor den Inkas auf selbst erbaute Inseln auf den See. Die „Islas Uros“ werden aus einer Binsenart der Totora hergestellt, auch die Häuser und Boote der Uros sind aus Totora-Schilf. Ein Teil der Nachfahren der Uros lebt bis heute auf den ca. 40 „schwimmenden Inseln“, von denen es mittlerweile eine Insel mit einer Schule und einem Gemeindehaus gibt. Ein schönes Ausflugsziel ist auch die Insel Taquile. Auf der Insel wird noch Quechua aktiv gesprochen. Quechua ist neben Spanisch die zweite Amtssprache in Puno. Taquile ist berühmt für seine Weberei und Stickerei. Die Textilprodukte der Insel zählen zu den hochwertigsten in Peru. Für das Spinnen, Weben und Sticken sind hauptsächlich die Männer zuständig. 2008 wurde die textile Kunst  Taquiles von der UNESCO in die ‚Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit‘ aufgenommen.

Portal - Kathedrale in Puno

Portal – Kathedrale in Puno (© Andrea Stöhr-Sayed)

Puno wird oft nur als Ausgangspunkt zu den Inseln im Titicacasee und andere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung genutzt, dabei gibt es in Puno selbst viel zu entdecken. Z. B. die Kathedrale von Puno – Catedral San Francisco de Asis – aus dem 17. Jahrhundert (1754). Sie ist eine römisch-katholische Kathedrale und wurde im spanischen Barock-Stil erbaut. Die Vorderseite ist von dem  peruanischen Bildhauer Simón de Asta mit Elementen aus der lokalen Tier-und Pflanzenwelt gestaltet. Im Inneren wird die große Marienverehrung der Südamerikaner deutlich. Der Platz – Plaza de Armas – vor der Kathedrale wird jährlich zu Beginn der  Fiesta de la Virgen de la Candelaria zum einem Mittelpunkt von Puno. Das Fest zu Ehren der Jungfrau von Candelaria, Schutzpatronin der Stadt Puno, findet jährlich in der ersten Februarhälfte statt. Ansonsten lädt der nette kleine Park vor der Kathedrale bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Im Coca und Kostüme Museum – CocaMuseum & Customs – kann man mehr über die Kostüme, die zur Fiesta de la Virgen de la Candelaria getragen werden, erfahren. Es sind verschiedene Kostüme ausgestellt und es gibt auch einen kurzen Film zur Herkunft und Geschichte der Kostüme. Über die Coca-Pflanze erfährt man hier allerlei Interessantes, z. B. dass sie für über 100 Krankheiten zur Heilung eingesetzt wurde und teilweise noch wird. Außerdem lohnt sich ein Besuch in dem örtlichen Museums – Museo Carlos Dreyer – neben der Kathedrale. Es informiert über die Geschichte Perus und der Inkas und zeigt diverse Kunstgegenstände speziell aus der Region und der Inkas.

Einen schönen Blick auf ganz Puno hat man, wenn man einen der beiden Aussichtspunkte erklimmt. Im Südosten steht das Kondor-Denkmal – Kuntur Wasi (Haus des Kondors) -, das über eine Treppe zu erreichen ist. Und im Westen auf dem Cerro Huajsapata hat man vom Denkmal des Manco Cápac, der als mythischer Gründer des Inkareiches gilt, einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt. Last but not least sollte man über den täglich stattfindenden Markt in der Nähe des Titicacasees und die diversen kleineren Märkte schlendern und das Treiben und manch kulinarische Köstlichkeit hier genießen. Die zahlreichen Lokale bieten sehr gute regionale Küche wie z. B. Alpaka gegrillt oder mit Burgundersoße, Forelle aus dem Titicacasee sollte man in einem der kleinen Restaurantstände am See genießen.

Sie könnten Puno z. B. im Rahmen der Reisen Kulinarisches Perù oder Faszination Peru besuchen.

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