Nachrichten, 22. September 2017

Schweden - Politik
Wie bereits zu erwarten, so wird nun Ulf Kristersson von der Wahlvorbereitung der Moderaterna zum Vorsitzenden der Moderaterna nominiert und soll damit am 1. Oktober 2017, nach den offiziellen Wahlen während eines außerordentlichen Parteikongresses, der Nachfolger der bisherigen Vorsitzenden, Anna Kinberg Batra, werden. Eine der ersten Aussagen Kristersson war, dass Schweden mehr Reformen nötig habe, ohne jedoch genau zu sagen welche Reformen er meine. Falls Kristersson Vorsitzender der Moderaterna wird, gilt er gleichzeitig als nächster Kandidat zum Amt des Ministerpräsidenten der bürgerlichen Allianz.
Schweden - Wirtschaft
Der Gewerkschaftsbund Kommunal setzt nun seine Drohung, seine Bankverbindung mit der Großbank Nordea aufzulösen, sollte die Bank tatsächlich ihren Hauptsitz nach Finnland verlegen, in die Tat um und hat begonnen nicht nur die bei Nordea angelegten Gelder in Höhe von einer Milliarde Kronen zu verlagern, sondern wird auch die Vermittlung  von Krediten an die Gewerkschaftsmitglieder, aufgeben. Mit diesem Schritt ist Kommunal der erste Großkunde der Bank, der noch vor der Endabstimmung Nordeas zum Umzug, die Konsequenzen zieht.
Schweden - Arbeitsmarkt
Nach Informationen des staatlichen Fernsehkanals SVT werden etwa 2000 Personen bis 2020 den staatlichen schwedischen Energiekonzern Vattenfall verlassen müssen, was etwa zehn Prozent der gesamten Angestellten entspricht. Als einen der Gründe nennt die Geschäftsführung den Verkauf der Braunkohleaktivitäten in Deutschland, der mit verursachte dass nun die Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen zu hoch seien. Genau genommen dürften die Kündigung jedoch damit zusammenhängen dass Vattenfall mit den multinationalen Konzernen Accenture und Capgemini Abkommen zur Zusammenarbeit einging.
Schweden - Kriminalität
Nach den Statistiken des Rates für vorbeugende Verbrechensbekämpfung Brå konnte die Polizei im ersten Halbjahr gerade einmal acht Prozent der angezeigten Vergewaltigungen aufklären, vier Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings muss dabei auch berücksichtigt werden dass im ersten Halbjahr 2016 nur 3047 Vergewaltigungen angezeigt wurden und es sich im ersten Halbjahr 2017 um 4004 Anzeigen handelte. Gesamt gesehen zeigen die Zahlen dass Vergewaltiger in der Regel wenig zu befürchten haben, sich die Zahl also noch vermehren kann.
Schweden - Kriminalität
Das schwedische Bezahlsystem Swish, mit Hilfe dessen man Geld per Handy direkt von einem Konto auf ein anderes schicken kann, zeigt eine erste Lücke, denn während man eine Person im Handy und in den sozialen Medien blockieren kann um Belästigungen und Drohungen zu entgehen, so reicht es bei Swish einer anderen Person lediglich eine Krone zu überweisen um dem Empfänger des Geldes nicht nur Kosten von ebenfalls einer Krone zu verursachen, sondern dieser zudem eine Nachricht zukommen zu lassen, also auch Belästigungen und Drohungen. Bisher ist es lediglich möglich sein Swish-Konto zu kündigen, nicht jedoch einen Stalker oder Belästiger zu blockieren.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.


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