[Senf] Rule of One (and a half)

Millennials und das liebe Zocken. Eine Generation, die den Fortschritt an besseren und aufwendigeren Videospielen am eigenen Leib erfahren hat, hat auch ganz viele Entwicklungen durchgemacht. Wie viel Zocken ist gut und richtig? Und vor allem wie viele Spiele gleichzeitig. Das ist meine Reise.

Old Days

Früher hatte man ein Hauptspiel. Ob nun geschenkt oder selten selbst gekauft. Das Spiel musste halten und man hat sich die Zeit genommen. Abspänne waren für mich heilig und mussten immer folgen (und zu Ende geschaut werden). Ausnahme waren nur Spiele, die man mit Freunden gespielt hat.

Dann wurde alles anders, und das aus mehreren Gründen. Man hatte mehr Geld, Möglichkeiten und vor allem ein unglaubliches Überangebot. Die Folge war eine Verschiebung. Mehr probieren und vor allem den Hals nicht voll bekommen können.

[Senf] Rule of One (and a half)

Überangebot

Besonders die PSP hat mir (und sicher vielen anderen) das Gaming-Leben verändert. Plötzlich hatte man mehr Spiele, als man je spielen konnte. Wenn es schwer oder langweilig wurde, kam halt das nächste Spiel. PS+ hat es dann auf das nächste Level gehoben.

Plötzlich hatte ich Spiele mit 0–5 % Trophäenfortschritt. Bis heute haben es die Spiele nie weiter geschafft. Es war so schlimm, dass ich dann lange Zeit gar kein Spiel mehr beendet hatte. Man muss dazusagen: Ich spiele nur Singleplayer-Games, also ist das echt ein Problem.

Gaming Detox

Da es ziellos wirkte und man dann auch eine Beziehung hatte, habe ich eine – mehr oder minder – freiwillige Pause von knapp 2 Jahren gemacht. Es war nicht mehr interessant. Schließlich hat man ohne echtes Ziel kostbare Zeit verschwendet – so ehrlich muss man sein.

[Senf] Rule of One (and a half)

Die Rettung → der GamePass?

Aus Gründen habe ich mich zum ersten Mal für eine Xbox entschieden. Der Hauptgrund war der günstige und verlockende GamePass. Ich kann spielen, was ich will, wann ich es will. Durch Quick Resume konnte man schnell beginnen.

Der Nachteil? Tastenbelegungen waren anders. So habe ich bei Red Dead Redemption mein Pferd erschossen, weil bei Witcher das die Taste zum Aufsteigen war. Aber auch die Eingewöhnung – wo wollte ich hin – und die Story litten unter dieser Strategie.

Steam Deck alles wiederholen

Dann folgte das Steam Deck. Die Rettung! Endlich häufiger spielen, auch mal kurz und vor allem nebenbei. Aber was habe ich zum Beginn gemacht? Alle Sonderangebote mitgenommen und Spiele erworben, die ich bereits kannte. Und nun?

Eine riesige Bibliothek an Spielen, und das Durchscrollen hat lange gedauert. Das Resultat? Ich spiele lieber doch nichts. Toll! So war das eigentlich nicht gedacht. Nachholen und Entdecken war der Plan. Spiele von meiner Detox-Pause und die Spiele der PlayStation der aktuellen Generation nachholen. Pustekuchen.

[Senf] Rule of One (and a half)

Rule of 1

Es kann nur ein Spiel geben! Mehr durch Zufall habe ich mir Fokus aufgelegt. Ich spiele jetzt ein Spiel. Quick Resume geht beim Steam Deck nur für das letzte Spiel und die Entscheidung heißt indessen: Spiele oder nicht. Ist das die Lösung?

JA! Die Steuerung ist klar, die Story ist präsent, ich weiß, wohin ich gehen wollte, und ich kann direkt weitermachen. Da ich mich für ein dickes Spiel entschieden hatte (Octopath Traveler) und ich noch einige angefangen hatte, habe ich auch Witcher III und Until Then (second-screen-tauglich) gespielt. Die Folge?

Wieder dieses Nachdenken und am Ende nicht spielen und mit dem Handy herumdaddeln. Also heißt es für mich: „Es kann nur eins geben“. Das ist mein Hauptspiel. Wenn ich unbedingt etwas anderes spielen will, ist es nur ein Spiel aus dem Ordner „Playing“ und wird dann vorwiegend gespielt.

So konnte ich vor ein paar Wochen ein Spiel beenden, von dem ich gedacht hätte, dass ich es nie beende und vor allem nicht noch einmal spielen werde – Star Wars: Fallen Order. Und auch Witcher III ist eines dieser Spiele, die ich immer vor mir herschiebe.

Aber was heißt „Rule of 1“? Heißt das, ich spiele nur ein Spiel, bis es „abgeschlossen“ ist? Ja, aber nicht immer. Spiele, die besonders lang sind, werden bis zu einem Moment gespielt. So werde ich Witcher III bis Skellige spielen und dann zu Octopath Traveler zurückkehren.

[Senf] Rule of One (and a half)

Denn wenn die Pausen zu lang sind, kann der Reiz eines Spieles verloren gehen. Ich bin aber auch noch in einer Transitionsphase, da ich viele Spiele begonnen habe. Der Wiedereinstieg in Spider-Man war unter anderem eine wahre Katastrophe.

Mein Senf

So macht Gaming wieder Spaß. Ich weiß, wenn ich das Steam Deck in die Hand nehme: Jetzt spiele ich hier weiter und freue mich auf die Momente und die tollen Glücksgefühle, die beim Fortschritt ausgeschüttet werden. Zumindest meistens, natürlich ist manchmal etwas Überwindung mit dabei.

On Top verliert man auch nicht so viel Zeit mit Spielestarten, Spielstandeladen und Updates installieren. Davon bekommt man nichts mit, wenn man direkt wieder in eine Welt abtaucht. Und wenn man nur ein paar Minuten spielt, kann man in der Regel auch da weiterspielen. Speicherpunkte sind oft besser, aber die meisten Spiele gehen ohne Absturz weiter, genau da, wo man aufgehört hat.

Auf dem Steam Deck habe ich bereits mehr Spiele durchgespielt als auf der Xbox, Switch und auf der PSP. Wahrscheinlich auch auf PS4 und PS Vita. Das ist beeindruckend (ich habe die Konsole am 27.11.2025 erworben), ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Der Katalog ist prall gefüllt, ich müsste nicht mal ein Schnäppchen schießen 🤣.


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