Moderne Zeiten in Berlin

Die Ausstellung, die man zur Zeit in der Neuen Nationalgalerie Berlin sehen kann, ist ein gute Gelegenheit, um Berlin auf einen andere Art und Weise zu entdecken.  Bis zum 3. Oktober ist Moderne Zeiten. Die Sammlung (1900-1945) zu sehen. Die Ausstellung zeigt Werke der Moderne und bereitet den Weg vor für eine weitere Ausstellung, welche den Zeitabschnitt nach dem Zweiten Weltkrieg zum Thema haben wird.

moderne seiten berlin

Die Show blickt durch die gezeigten Werke auf die erschütternde Geschichte der Nationalgalerie Berlin zurück. Von 1900 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs haben sowohl Berlin als auch die Galerie die Zeit enormer politischer Umbrüche ganz direkt erlebt: Zwei Weltkriege, repressive Politik und soziale Umwälzungen. Es genügt schon sich daran zu erinnern, dass im Jahre 1937 das Naziregime der Kunst repressive Normen aufgezwungen hat, der Expressionismus als „degenerierte Kunst“ bezeichnet wurde,  die Ausstellungen von Malern dieser Strömung verboten und die Künstler, welche sich diesen Normen widersetzten, verfolgt und ermordet wurden. In jener Zeit hat die Neue Nationalgalerie unzählige, unschätzbar wertvolle Arbeiten verloren, unter anderem das Gemälde Der Turm der blauen Pferde des deutschen Malers Franz Marc.

Die Teilung Deutschlands bedeutete auch einen Bruch innerhalb der Kunstströmungen, die bis 1945 die brillanteste Avantgarde der europäischen Kunst darstellten. Viele Künstler gingen während des Krieges von Deutschland in die USA und andere gingen nach Kriegsende aus politischem Engagement nach Ostdeutschland.

Während in Ostdeutschland die Künstler eine Rolle des Kunstarbeiters annehmen, die der sozialistischen Ideologie der Sowjetunion unterstand, entstehen im anderen Deutschland Avantgarden, die sich dem Kapitalismus und der Industriegesellschaft entgegenstellen.

Die Entwicklung der Geschichte und der Kunst in Deutschland bis 1945 ist durch den Expressionismus, den Kubismus, den Surrealismus und die bedeutende Theorie der Bauhaus Schule geprägt. Die Ausstellung zeigt anhand des Werkes des ungarischen Fotografen und Malers László Molí-Nagy, der einer der Theoretiker und Professoren von Bauhaus war, einen wichtigen Vertreter dieser Strömung. Im Gegensatz dazu steht die Arbeit der Malers, grafischen Künstlers und Zeichners Oskar Nerlinger, der die Abstrakte Kunst in Deutschland repräsentiert und nach der Wiedervereinigung wieder in die Berliner Museen zurückkehrte.

Oskar Nerlinger war einer der interessantesten Vertreter der Abstrakten Kunst in Deutschland zu Beginn des XX Jahrhunderts. In den 20’er Jahren trat er der Kommunistischen Partei Deutschlands bei, was bedeutete dass ihm 1933, mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus, die Teilnahme an Ausstellungen verboten wurde. Er war aktiver Teilnehmer der theoretischen Diskussionen über die Kunst und ihre Rolle in der Gesellschaft, durch die Zeitschrift „Bildende Kunst“, die er gemeinsam mit Karl Hofer herausgab, beeinflusste er eine ganze Generation an Künstlern. Ab 1949 arbeitete er in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, in der DDR.

Für mehr Information:http://www.smb.museum/smb/kalender/details.php?objID=25055


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