Internationales Literaturfestival Berlin

Was ist Literatur? Schwere Frage. Wir haben so viel Zeit mit Lesen verbracht, dass es nicht mehr klar ist, wo eine Fiktion anfängt und wo sie aufhört. Vielleicht wie das Leben. Was ist die Grenze, an der dein Leben Sinn hat und nachher vielleicht wieder verschwindet. Die Literatur hat eine äußert hohe Relevanz in der Konstruktion von neuen Realitäten. Von den Büchern aus haben sich viele Phantasien, wie auch viele Ungeheuerlichkeiten verwirklicht. In der Politik, der Gesellschaft, der ganzen Welt. Die Literatur erfüllt außerdem und vor allem die Funktion, mit der Realität in Dialog zu treten. Es ist etwas gewagt zu denken, dass die Literatur tatsächlich „reflektiert“ was in der heutigen Welt passiert: der Text reflektiert nicht, er dialogisiert mit der Welt, bewegt sich in ihr, steht im Austausch mit ihren Möglichkeiten und denkt sie neu. Der Text hat das Potential zu modifizieren, die Art und Weise, auf die neue Interpretationen entstehen, lässt die Welt denken. Daher ist die Literatur, allem Geschäft, Mega-Unternehmen, Institutionen und Langeweile, die uns manchmal einzuholen scheint zum Trotz nach wie vor ein wesentliches Ausdrucksmittel  auf der Suche nach Differenz und Individualität. Die Literatur zeigt auf, ist schlagkräftig, vieldeutig.

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Auf der anderen Seite existiert das Geschäft mit der „Literatur“, von dem sich tatsächlich nur einige wenige Autoren retten und das alle anderen durchgehen müssen. Die Logen, die Kontakte, das Networking, die literarische Akademie, erzeugen ein Geflecht von neuen Mikro-Ökonomien und schadhaften Gesellschaften. Wie bei allen Geschäfte kann der Misserfolg dieser Suche nach eigenen Betrieb und eigener Karriere für junge Schreiber tatsächlich sehr frustrierend sein, junge Leute die geschäftig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln sind. Auch wenn auf der einen Seite das Internet erlaubt, sich auszubreiten und in verschiedenen Feldern zu betätigen, ist die Menge an Texten die heute im Internet produziert wird so alarmierend, dass kein definierter Konsens besteht über das, was gut oder nicht gut ist und vor allem über die Grenzen der „Literatur“?

Ein weiser tibetischer Mönch könnte uns sagen indem er mit Sanftmut und stillem Glanz in den Augen den Mond betrachtet: Alle ist Literatur. Und er hätte Recht.

Heute sind die Produktionen von Texten und die Gemeinschaften, die sich in diesem Feld durch das Internet bewegen so groß, dass wir uns vielleicht mitten in der großen Entstehung neuer Interpretationsformen für Texte befinden. Es ist eigentlich mehr als klar, dass niemand diese Informations-Revolution aufhalten kann, jetzt geht es eher darum zu gucken, wie die neuen Technologien weiterhin die neuen Interpretations-Niveaus beeinflussen, wie sie außerdem neue Sprachen und Ausdrucksformen generieren. Darüber kannst du, neben weiteren Dialogen, Seminaren und wichtigen Lesungen, mehr auf dem Internationalen Literaturfestival von Berlin erfahren, das vom 7. Bis 17. September gehen wird. Für mehr Information, besuch die folgende Website: http://www.literaturfestival.com/

 


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