Kumba und Kumbaya

Kumba und Kumbaya

Die Hängebrücke von Sigriswil BE führt über die
Gummischlucht, die mit Gummi nichts zu tun hat.

Diese Woche stieg ich - am Mittwoch wars - vom Wirzweli auf die Gummenalp. Dank einem Hinweis meines Facebook-Freundes Paul Ott*, der mir kürzlich einen Buchauszug zukommen liess, weiss ich, was es mit all den Gummen, Gumen, Gummi, Chummen und Chumen in der Schweiz sprachlich auf sich hat. Sie gehen in der Regel auf ein gallisches, also keltisches Wort "kumba" zurück, das "Tal" oder "Schlucht" oder "Eintiefung" heisst. Die französische Gelände-Bezeichnung "combe", die ich von vielen Jura-Wanderungen kenne, ist auch von "kumba" abgeleitet.
*Paul Ott: nach Bern ausgewanderter Ostschweizer. Hat als Paul Lascaux seit den Achtzigerjahren mehrere starke Krimis geschrieben, die ich nur empfehlen kann. Auch das Krimifestival Mordstage hat er initiiert.
PS: Und noch eine Kuriosität à propos Kumba. Etwas rein Assoziatives. In der Sonntagsschule sangen wir das Lied "Kumbaya". Ich dachte damals, das sei Suahili und das Lied komme aus Afrika. Es stammt aber ziemlich sicher aus Amerika. "Kumbaya" ist die Verballhornung von "Come by here". Wie es zur der Entstellung kam, lese man auf Wikipedia nach, einer echten Bereicherung meines Lebens.

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