Ich verstand nicht mal Spanisch

Letzten Sonntag war ich in Oaxaca (Mexico) im Gottesdienst. Meine Freunde sind wohl davon ausgegangen, dass ich gerne in einen englischsprachigen Gottesdienst gehen würde. Ich wollte aber nicht in einen Gottesdienst für Ausländer (wohl primär Amerikaner), sondern in einen für und mit Einheimischen — obwohl ich nur ein paar wenige Worte Spanisch kann. Ich wollte eben Mexico kennen lernen.

Und so sass ich also einen halben Morgen in einem Gottesdienst, von dem ich dank meiner Französischkenntnisse … sagen wir mal, 2% verstand. Immer mal wieder schnappte ich ein Wort auf, das ich mit einem französischen in Verbindung bringen konnte, manchmal liessen solche Wörter mich den Sinn einer ganzen Wortgruppe erahnen, sodass es mir den Eindruck gab, dass ich manchmal wenigstens das Thema erraten konnte, worüber gerade gesprochen wurde. Wie mein Gastgeber meinen Namen nannte und etwas von „Suiza“ nannte und danach alle klatschten und mich freundlich anschauten, da wurde ich z.B. als Besucher vorgestellt und willkommen geheissen.

Bei der Predigt erkannte ich den Predigtext und dass immer wieder Verse zitiert wurden, aber vom eigentlichen Inhalt kam nicht viel an bei mir.

Und da dachte ich mir: Genau so geht es jenen Millionen von Menschen, welche die Gottesdienste in einer Sprache besuchen, die sie vom Markt her mehr schlecht als recht können: Sie schnappen immer mal wieder ein Wort auf, können manchmal sogar den Sinn ganzer Wortgruppen verstehen und so vielleicht erraten, worüber gerade gepredigt wird. Aber den wirklichen Inhalt verstehen sie nicht, und „geistliche Erbauung“ ist und bleibt ein Fremdwort für sie. — Und deshalb setzt sich Wycliffe für Bibelübersetzung ein!



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