Hellbraunes, dummes Europa?

Ein Europäer, drei Flüchtlinge. Während europäische Konzernmedien durch das verzerrte Bild einer dystopischen Zukunft Panik schüren, hilft ein wenig nüchterne Logik, um sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen

Derzeit führt ein Thema sämtliche Schlagzeilen an - die Flüchtlingsschwemme hinein nach Europa. Dass dieses Thema von den Medien gepusht wird, ist unschwer daran zu erkennen, dass es seit Wochen mit gleichbleibender Intensität publiziert wird. Normalesweise hält die öffenliche Aufmerksamkeit um ein Thema nicht länger als drei bis fünf Tage an. Dann gilt es als abgelutschtes Bonbon und die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Wird hingegen über Wochen hinweg auf einem Thema herumgekaut, handelt es sich klar um einen künstlich erzeugten Hype, der Panik oder Abneigung schüren soll. Bestes Beispiel dafür war der Absturz von MH17, in dessen Anschluss unsere Medien wochenlang Putin und den Kreml als Schuldige propagierte; weitab eines Beweises.

Wo die Lügenpresse auf unverantwortliche Art und Weise irrationale Panik schürt, da hilft zunächst einmal nüchterne Mathematik. Bislang sollen etwa 800.000 Kriegsflüchtlinge unsere Bundesgrenze passiert haben. Weitere 700.000 werden laut offiziellen Stellen noch erwartet, auch wenn die Grenzen in Bulgarien, Ungarn und Österreich bereits wieder dicht gemacht wurden. Dies macht zusammen also 1,5 Mio Menschen, die unser Land durch ihre Gegenwart bereichern wollen. Gemessen an unserer Einwohnerzahl von 82 Mio, sind das gerade einmal 1,82 Prozent. Und wegen dieser lächerlichen Zahl soll nun unsere über Jahrtausende hinweg gewachsene Kultur gefährdet sein? Zum Vergleich; wir haben in Deutschland etwa 8 Mio Arbeitslose, also fast zehn Prozent. Doch Menschen lassen sich viel erzählen, wenn sie Angst haben. Beispielsweise, dass Pläne bestehen, die Europäer in eine milchkaffeebraune 'Rasse' zu verwandeln, die durch einen geistigen Adel bequem zu steuern sei.

Die kruden Ideen des Richard Nikolaus Graf Coudenhove- Kalergi

Graf Coudenhove- Kalergi, Sohn eines österrischen Adelssproß und einer Japanerin, gilt als Begründer der Paneuropa- Union. Er war zudem Hochgradfreimaurer, was erklärt, weshalb er außer Stande war, auch nur einen sinnvollen Gedanken zu Ende zu denken. Er fantasierte bereits Anfang 1900 von einer 'eurasisch- negroiden' Zukunftsrasse. Hier einer seiner Ergüsse:

    „Meist ist der Rustikalmensch Inzuchtprodukt, der Urbanmensch Mischling. In der Großstadt begegnen sich Völker, Rassen, Stände. In der Regel ist der Urbanmensch Mischling aus verschiedensten sozialen und nationalen Elementen. In ihm heben sich die entgegengesetzten Charaktereigenschaften, Vorurteile, Hemmungen, Willenstendenzen und Weltanschauungen seiner Eltern und Voreltern auf oder schwächen einander wenigstens ab. Die Folge ist, daß Mischlinge vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivität, Vielseitigkeit, geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizontes verbinden. [...] Der Inzuchtmensch ist Einseelenmensch - der Mischling Mehrseelenmensch. [...] Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch- negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.

Das tut weh, ich weiß. Es gibt jedoch immer mehr Deutsche, die daran glauben, dass dieser Punkt heute erreicht sei und die Mächtigen dieser Welt die 'rassische Durchmischung' Europas durch die provozierten Flüchtlingsströme aktuell eingeleitet hätten. Die Paneuropa- Union gibt es tatsächlich. Sie wird heute geleitet von dem CSU- Mann Bernd Posselt, einem ehemaligen Europa- Abgeordneten. Wer sich übrigen mit Coudenhove- Kalergi befasst, kommt an einem anderen, noch rezenten Spinner nicht vorbei.

Die Europäische Sklavenrasse

Die Rede ist von dem amerikanischen Militärstrategen Thomas P. M. Barnett. Der 1962 in Chilton, Wisconsin geborene Barnett kennt für Europa nur ein Ziel. Es muss dauerhaft entmachtet werden, indem man die Kulturen des Kontinents für immer vernichtet. Dann könne Europa für alle Zeiten problemlos von Washington regiert und kontrolliert werden. Die Europäer würden bereitwillig bis ans Ende aller Tage durch ihrer Hände Arbeit den amerikanischen Wohlstand mehren. Barnet hierzu wörtlich:

    „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde. Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierfür sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten."

Warum das alles Blödsinn ist

Na, beginnt die Angst schon hochzukriechen? Keine Sorge, dies wäre unbegründet. Fassen wir zusammen. Da kippt jemand ein paar Millionen dunkelhäutige Menschen nach Europa rein, und schon können die weißen Europäer nicht anders, als von Natur aus vorgegeben. Es wird 'geschnackselt' bis der Arzt kommt. Weiße Männer schwängern im Akkord schwarze Frauen und umgekehrt lässt jede weiße Europäerin, die etwas auf sich hält, sich von einem schwarzen Mann schwängern. Man sieht bereits ganz Europa rhythmisch wackeln. Natürlich wird nichts davon der Fall sein. Menschen heiraten bevorzugt innerhalb ihrer eigenen Kultur. Es gibt schließlich auch kein hellbraunes Amerika.

Darüber hinaus ist der Gedanke an das Bestehen von unterschiedlichen, menschlichen Rassen ein geradezu vorsintflutlicher Unsinn. Es gibt nur eine menschliche Rasse, den Menschen. Dieser sieht zugegebenerweise je nach Wohnort etwas unterschiedlich aus, ist und bleibt jedoch ein Mensch mit all seinen Vorzügen und Begabungen. Der zweite, unverzeihlich dumme Denkfehler in dieser 'Rassentheorie' ist die Annahme, dass dunkelhäutige Menschen dümmer seien als hellhäutige. An dieser Stelle kann ich nur ausdrücklich davor warnen, sich in die Sonne oder auf die Sonnenbank zu legen. Laut Barnett machen Pigmente dumm. Tatsächlich entscheiden weder Kultur noch Hautfarbe noch Nase, Haare oder was auch immer für Äußerlichkeiten über den IQ eines Menschen.

Während des Mittelalters war bei europäischen Studenten vor allem arabisch sehr beliebt, da es die Möglichkeit eröffnete, beispielsweise in Alexandria oder einer anderen, damals noch arabischen Stadt zu studieren. Dort waren die besten Bibliotheken und das größte Wissen der damaligen Welt versammelt. Dass die hochgebildeten Araber auch damals bereits kaffeebraun waren, lassen wir an dieser Stelle mal beiseite. Entscheidend ist vielmehr die Erkenntnis, dass einzig die Bildung, weitergegeben über Generationen, Intelligenz zu schaffen vermag. Am Anfang jedes Denkens steht zunächst das Wissen. Erst dann hat man etwas, womit man arbeiten kann. Hat man erst einmal Wissen erlangt, ist man auch fähig, darüber nachzudenken. Und Wissen im Sinne von Bildung ist heute in ganz Europa wirklich einem jeden zugänglich.


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