Amazonasgebiet

Amazonas Reservat in MamirauáAmazonas ist der größte Staat Brasiliens mit einer Fläche von ca. 1.560.000 km² und 3,8 Mio. Einwohnern. Im Westen des Staates liegt die Hauptstadt Manaus, welche vor allem durch den enormen Export von Kautschuk Ende des 19 Jahrhunderts an Bekanntheit gewonnen hat.

Der Amazonasregenwald ist mit einer Ausdehnung von 6,7 Mio. km² über 8 Staaten der größte zusammenhängende Regenwald der Erde. Er überstreckt sich über ein weites Gebiet in Südamerika, wobei Brasilien einen Anteil von 67% des Amazonasbeckens trägt. Knapp 80% sind von tropischen Wäldern bedeckt, wobei man auch Savannenlandschaften, Sümpfe und Anthropogen entdecken kann.

Des Weiteren speichert der Amazonaswald ca. 90 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, welchen der Wald absorbiert. Daraufhin nimmt er Wasser aus dem Boden auf und setzt Sauerstoff und Wasserdampf in der Atmosphäre frei. Das Tiefland des Amazonas ist das größte Sauerstoffreservoir der Erde. Daher beeinflusst der Amazonasregenwald nicht nur die Umwelt Südamerikas, sondern auch das globale Klima. Außerdem umfasst das Amazonasgebiet 56 Ökoregionen, von denen sich 36 an Land befinden. Diese werden wie folgt unterteilt:

  • Feuchtwald
  • Montaner Wald
  • Sumpfwald
  • Überflutungswald, sowie
  • Savannen und Grasland

All diese Gebiete sind wichtige Rückzugsorte für eine erstaunliche Anzahl von Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren. Zu den bekanntesten Tieren zählen die grüne Anakonda, die Arrau Schildkröte, Aras, Tukane, Kolibris, der Jaguar, sowie der rosafarbene Amazonasdelfin. Im Amazonasfluss selbst leben mehr als 3.000 Fischarten, wie zum Beispiel der Piranha, Zitteraal, Riesen-Tambaqui und Pirarucu.

Mit einer Länge von 6.400 km ist der Amazonas-Strom der zweitlängste Fluss nach dem Nil. Mit seinen fast tausend Nebenflüssen befördert er gewaltige Wassermengen ins Meer und enthält knapp 20% des weltweit fließenden Süßwassers. Einer der nicht zu unterschätzenden Nebenflüsse ist der Rio Negro ("schwarzer Fluss"), welcher unterhalb von Manaus in den Amazonas mündet. Zur Regenzeit überflutet er ein Gebiet von 650.000 km² - ein Gebiet fast zweimal so groß wie Deutschland und achtmal so groß wie Österreich. Die Quellflüsse des Amazonas entspringen in 5.000 Meter Höhe in den peruanischen Anden, von wo aus sie sich über Felsen und Schluchten ihren Weg in den Amazonas-Strom suchen. An der Mündung ist er beeindruckende 250 Kilometer breit. Noch 400 Kilometer von der Mündung entfernt findet man Süßwasser vor.

Heute leben in etwa 98% der indigenen Völker Brasiliens im Amazonasgebiet, welches in einigen Teilen komplett von der westlichen Zivilisation unberührt ist und den circa 900.000 Indigenen ein ruhiges Plätzchen Erde bietet. Noch heute sind diese Völker auf den Fischbestand stark angewiesen, da dies ihre wichtigste Nahrungsquelle darstellt. Bisher wurden 690 Gebiete als indigene Territorien von der brasilianischen Regierung anerkannt, die gemeinsam 13% der brasilianischen Landfläche bedecken.


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