Zusammenfassung der Ereignisse im Iran bezüglich der verhafteten Derwische des Nematolllah Gonabadi Ordens

Zusammenfassung der Ereignisse im Iran bezüglich der verhafteten Derwische des Nematolllah Gonabadi Ordens

25.03.2014Politik & Gesellschaft 

Für die Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte im Iran zeigt sich, dass im Westen öffentliche Proteste gegen Unrecht durch das Regime im Iran den Menschen im Iran helfen und die Zivilgesellschaft dort stärken.

Zusammenfassung der Ereignisse im Iran bezüglich der verhafteten Derwische des Nematolllah Gonabadi OrdensZusammenfassung der Ereignisse im Iran bezüglich der verhafteten Derwische des Nematolllah Gonabadi OrdensZusammenfassung der Ereignisse im Iran bezüglich der verhafteten Derwische des Nematolllah Gonabadi Ordens

05. Juli 2013: 4 „Gonabadi Derwische“ wurden in der Provinz Kavar verhaftet. Die Verhafteten heißen Mohsen Esmaeili, Ebrahim Bahrami, Mohammad Ali Sadeghi und Mohammad Ali Dehghan. Sie wurden im Islamischen Revolutionsgericht der Stadt Shiraz (Provinz Fars) mit folgenden Vorwürfen verklagt: Bildung einer terroristischen Gruppe gegen den Staat, Teilnahme an Versammlungen mit dem Ziel Umsturz des Staates, Krieg gegen Gott und unerlaubte Führung von Waffen.

13. Juli 2013: 7 „Gonabadi Derwische“ mit den Namen Mostafa Daneshjoo, Farshid Yadollahi Farsi, Amir Eslami, Omid Behrouzi, Afshin Karampour, Reza Entesari und Hamidreza Moradi Sarvestani (Leiter der Webseite „Majzoubane Nour“ und Anwälte der Derwische) wurden in der 15. Filiale des Revolutionsgerichts in Teheran unter der Führung des Richters Salavati mit folgenden Vorwürfen verklagt: Propaganda gegen den Staat, Beleidigung des Führers, Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Bildung der Gruppe „Majzoubane Nour“ mit dem Ziel die nationale Sicherheit zu beeinträchtigen. Die genannten Personen wurden zu insgesamt 56 Jahre Haft verurteilt.

24. Juli 2013: Die Verurteilung von 4 „Gonabadi Derwischen“ mit den Namen Saleheddin Moradi, Behzad Nouri, Farzad Darvish und Farzaneh Nouri wurde in der 2. Filiale des Revolutionsgerichts in der Stadt Shiraz bekanntgegeben. Demnach wurden diese Derwische zu 8 Jahren Haft auf Bewährung und 12 Jahrem Verbannung verurteilt. Einer der Derwische, Saleheddin Moradi, wurde zu 3 Jahren Haft und Verbannung nach Hormozgan verurteilt. Die Anklage bei diesen Derwischen lautet: Abfall von Gott, Irregeleitetsein, Mitgliedschaft in unerlaubten Derwisch-Gruppen, Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit.

05. Oktober 2013: Die Anklagen von „Gonabadi Derwischen“ und die langjährigen Verurteilungen hatte in den letzten Jahren weite Dimensionen angenommen. Entsprechend hat die Webseite „Majzoubane Nour“ von 189 Verurteilungen in nur 10 Tagen berichtet.

3 „Gonabadi Derwische“ mit den Namen Kazem Dehghan, Hamidreza Arayesh und Mohammad Ali Shamshirzan aus der Provinz Kavar wurden vom Revolutionsgericht in Shiraz mit lebenslanger Verbannung von ihrem Geburtsort verurteilt. Diese Derwische wurden in die Provinzen Sistan Baluchestan, Khuzestan und Bandar Abbas verbannt.

18. Oktober: 2 Derwische, Alireza Roshan (Journalist, Dichter und Verteidiger der Rechte der Derwische) und Mehran Rahbari (Nematallahi Gonabadi Derwisch) wurden aus dem Evin Gefängnis entlassen.

16. Januar 2014: Kasra Nouri wurde mit dem Vorwurf Mitglied der Webseite „Majzoubane Nour“, die im Iran als Hauptinformationsquelle für „Gonabadi Derwische“gilt, verhaftet und nach 13 Monaten Untersuchungshaft wurde er vom Revolutionsgericht zur 4 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt.

Die Führung im Iran hat in den letzten anderthalb Jahren zahlreiche „Gonabadi Derwische“ und ihre Anwälte festgenommen. Aber noch wurden ihre Prozesse nicht durchgeführt.

Mostafa Daneshjoo (Anwalt der Derwische und einer der Leiter der Webseite „Majzoubane Nour“) wurde zu sieben einhalb Jahren Freiheitsstrafe und Hamidreza Moradi Sarvestani (Leiter der Webseite „Majzoubane Nour“ und einer der Verteidiger der Rechte der Derwische) wurde zu zehn ein halb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

02. März 2014: 6 inhaftierte Derwische sind aus Protest gegen die ausbleibende medizinische Versorgung für 3 andere Derwischen in einen Hungerstreik getreten. 5 „Gonabadi Derwische“ aus der Abteilung 350 des Evin Gefängnisses sind ebenfalls in Hungerstreik getreten. Die Webseite „Majzoubane Nour“ berichtet über den Hungerstreik von Kasra Nouri, inhaftierter Derwisch im „Nezam“ Gefängnis aus der Provinz Fars. Herr Nouri war bereits in der Vergangenheit auf Grund der schlechten Haftbedingungen der inhaftierten Derwische in einen Hungerstreik getreten.

Die Hungerstreikenden berichten, dass Hamidreza Moradi und Mostafa Daneshjoo wegen einer Operation und einer Behandlung einer Herzkrankheit in ein Krankenhaus eingeliefert werden sollen. Aber sie wurden vor ihrer Behandlungen wieder ins Gefängnis gebracht. Sie sagen weiterhin, dass Afshin Karampor, ein anderer inhaftierter Derwisch, auf eine medizinische Behandlung der Niere angewiesen ist, aber die Sicherheitskräfte und die Justiz stehen seiner Behandlung im Weg.

03. März 2014: seit Sonntag 02. März sind 9 „Gonabadi Derwische“ in Teheraner und Shirazer Gefängnissen in Hungerstreik getreten. 5 „Gonabadi Derwische“ mit den Namen Reza Entesari, Amir Eslami, Mostafa Abdi, Farshid Elahi und Omid Behrouzi sind in dem Bereich 350 des Evin Gefängnisses in Hungerstreik getreten. Sie protestieren gegen die Einlieferung der kranken Derwische, die ohne die dringend nötige Behandlung wieder ins Gefängnis zurückgebracht wurden.

Zwei Inhaftierte, Hamidreza Moradi und Mostafa Daneshjoo, standen kurz vor ihren Operationen und Herzbehandlungen. Laut diesen Berichten benötigt Hamidreza Moradi eine  dringenden Eingriff am Herzen und Mostafa Daneshjoo leidet zusätzlich unter Asthma. Beide müssen dringend Not behandelt werden.

Nun sind die beiden politischen Gefangenen und anders Gläubigen ebenso wie Afshin Karampour, der unter einer starken Nierenkrankheit und einem akuten Bandscheibenvorfall leidet, gegen ihre miserablen Haftbedingungen in Hungerstreik getreten.

Kasra Nouri, Blogger und Verteidiger der Rechte der Derwische, ist in dem Shirazer Gefängnis „Nazam Abad“ ebenfalls aus Protest in Hungerstreik getreten. Kasra Nouri und Saleh Moradi waren  im vergangenen Jahr auf Grund der Haftbedingungen für die inhaftierten Derwische bereits 3 Monate lang im Hungerstreik gewesen.

Menschenrechts Organisationen haben vielfach über die Lage der inhaftierten „Gonabadi Derwische“ und den Umgang mit diesen Gefangenen berichtet.

Ahmad Shaheed hat in seinem Iran-Bericht vom vergangenen Dezember an den Menschenrechtsrat der UNO über die Verletzungen der Rechte der inhaftierten Derwische, unter anderem Verhaftungen und schwere Verurteilungen, erwähnt.

07. März 2014: 10 inhaftierte „Gonabadi Derwische“ in den Gefängnissen Evin, Rajai Shahr Karaj, Shiraz und Bandar Abbas sind in den letzten Tagen in Hungerstreik getreten. Sie haben mitgeteilt, dass sie gegen die Haftbedingungen und die mangelnde medizinische Versorgung für andere inhaftierten Derwische protestieren.

08. März 2014: Hunderte von Derwischen und Menschenrechtsaktivisten wie Nasrin Sotoudeh und andere ziehen vor das Gebäude des Generalstaatsanwalts in Teheran, um sich mit den inhaftierten und hungerstreikenden Derwischen zu solidarisieren. Revolutionsgardisten greifen die Menschen vor dem Gebäude mit Schlagstöcken und Pfefferspray an und transportieren mehrere Dutzend Frauen, Kinder und Männer unter wüsten Drohungen und Beschimpfungen ins Evin Gefängnis, um sie kurze Zeit zu entlassen.

09. März 2014: Weltweit kündigen weitere 3.000 Personen an sich dem Hungerstreik der Derwische anzuschliessen.

10. März 2014: Die Derwische wollen sich nicht politisch vereinnahmen lassen. Nach einem Aufruf von Marjam Rajavi aus dem französischen Exil sich den Protesten der Derwische anzuschliessen, bittet Dr. Nour Ali Tabandeh, Leiter des Nematollah Gonabadi Ordens im Iran, die Strassenproteste einzustellen, um nicht politisch vereinnahmt zu werden und dem Regime einen Vorwand zu bieten, den Orden in Zusammenhang mit der Gruppierung der Mujaheddin-e-Khalk zu bringen und seine Mitglieder dadurch als terroristen einzustufen. Die Organisation von Frau Rajavi gilt dem Regime als terroristische Vereinigung, die im Inland und Ausland hart verfolgt wird und deren Mitglieder mit dem Vorwurf der Gefährdung der nationalen Sicherheit hingerichtet werden.

Der Hungerstreik der Derwische in den Gefängnissen geht jedoch weiter.

15. März 2014: Die Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte im Iran führt eine Protestaktion an der Kleinen Alster in Hamburg durch und ruft die Behörden im Iran auf die Forderungen der Hungerstreikenden zu erfüllen und die unter Hausarrest stehenden Oppositionsführer ohne Bedingungen frei zu lassen. Radio Farda führt dazu ein Interview mit Dr. Seyed M. Azmayesh durch, das im Iran gehört wird.

16.März 2014: Hamidreza Moradi und Mostafa Daneshjoo werden in ein adäquates Krankenhaus gebracht und können behandelt werden. Die Behörden im Iran versprechen auch Afshin Karampour in ein Krankenhaus zu bringen. Damit sind die Forderungen der Derwische im Hungerstreik erfüllt und sie stellen ihn ein.

Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte im Iran

Originalquelle: http://mehriran.de/artikel/zusammenfassung-der-ereignisse-im-iran-bezueglich-der-verhafteten-derwische-des-nematolllah-gonabadi.html

 


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