#wenigerundwertvoll – Gedanken

Ich muss euch von meinem Wochenende erzählen. Eigentlich war es kein spektakuläres, es war eher eines wie jedes andere auch, aber es hat mich zum Nachdenken gebracht.
Wir, also mein Mann und ich, hatten uns aufgerafft und all die vielen Kindersachen und Kinderkleidung, die sich seit Sophias Geburt so angesammelt haben und nicht mehr gebraucht werden, zusammen zu suchen um sie auf einem Flohmarkt hier bei uns im Städtchen zu verkaufen. Ich habe alles sortiert, gewaschen, gebügelt (und auch etwas in Erinnerungen geschwelgt) und in eine Liste geschrieben um für den Flohmarkt gut gewappnet zu sein. Eigentlich war ich guten Mutes, denn der Gedanke, dass diese Dinge noch einmal Verwendung finden ist doch ein sehr schöner. Aber als wir unseren Flohmarktstand aufgebaut hatten und ich durch die Reihen gegangen bin, um einfach etwas zu schauen, bin ich erschrocken. Diese Masse an Sachen, Kleidung die nur wenige Zeit getragen worden war, Plastikspielzeug kreischend bunt ... mir war richtig schlecht. Wie gesagt, eigentlich ist es ja schön, dass diese Sachen weiter gegeben werden, aber diese Masse ... . Das Schlimmste ist jedoch, dass die meisten Käufer all diese Sachen anscheinend gar nicht zu schätzen wissen. Es kommt nur drauf an möglichst wenig Geld auszugeben. Versteht mich nicht falsch, ich mache auch gerne Schnäppchen und handle auf dem Flohmarkt. Dennoch würdige ich das Gekaufte, indem ich mich bei jedem Tragen darüber freue und diese Dinge besonders pfleglich behandle. Aber an diesem Flohmarkttag schienen ausschließlich Leute da zu sein, denen oberste Priorität es war möglichst kein Geld auszugeben, egal was sie dafür bekommen.

Mich hat das das ganze Wochenende lang beschäftigt, also eigentlich grübel ich immer noch. Denn ich möchte dazu nicht länger beitragen. Das sagt sich so leicht. In meinem Herz ist dieser Entschluss schon lange gefasst, aber diesem Konsum („ach das kostet nur 2€, das nehme ich mit, macht ja für diesen Preis nichts, wenn es gleich kaputt ist oder von zweifelhafter Qualität, dafür ist es günstig") zu entkommen ist wirklich nicht einfach. Daher überlege ich schon seit Tagen, wie ich in Zukunft mit diesem Thema umgehen möchte.
Auf Instagram bin ich passender Weise über den Hashtag #wenigerundwertvoll gestolpert, den die liebe Jule, Hebammezauberschön, ins Leben gerufen hat. Ich folge ihr schon eine ganze Weile und sie ist wirklich eine Bereicherung! Gerade dieses Projekt, das dazu aufruft bewusster und vielleicht auch ein bisschen nachhaltiger Kindersachen zu konsumieren, spricht mir gerade so aus dem Herzen! Ich bin einfach im passenden Moment wieder, ja wieder denn eigentlich hatte ich das aufmerksam verfolgt und nur gar nicht mehr daran gedacht, darüber gestolpert. Daher möchte ich mich ab heute ganz offiziell zum #teamwenigerundwertvoll zählen und habe mir ein paar Dinge für die Zukunft vorgenommen.

Ich möchte zukünftig:

  • hochwertige Kleidung kaufen, aus natürlichen Stoffen (also Polyester und Co. so gut es geht vermeiden).
  • mehr kleine Labels, die Regional produzieren unterstützen.
  • insgesamt weniger kaufen.
  • mehr selbst machen (ich stricke ja schon sehr viel und ich muss sagen das würdigt man doch nochmal ganz anders).
  • weiterhin Plastikspielzeug vermeiden (es wird sicherlich weiterhin Ausnahmen geben, wie z.B. Lego).
  • bewusster kaufen. Mich also fragen, ob wir das jetzt wirklich brauchen, wie lange Sophia etwas davon hat und ob es vielleicht nicht eine Alternative gibt, die uns länger begleiten kann.
  • die Sachen, die nicht mehr passen oder für die Sophia zu groß geworden ist an Menschen geben, die diese Sachen weiterhin zu schätzen wissen.

Wenn ihr neugierig seid was es genau mit diesem Hashtag auf sich hat, dann schaut doch mal hier. Ist es wirklich eine wunderbare Sache! Und ich denke, dass auch der kleinste Schritt viel ausmacht. Ich möchte mich auf jeden Fall in Zukunft bemühen einen kleinen Teil dazu beizutragen und ich denke ich werde hier sicher von dem ein oder anderen Erfolg (oder auch Rückschlag) berichten.
Wie haltet ihr das denn mit den ganzen aussortierten Sachen? Geht ihr auch auf Flohmärkte oder gebt ihr es an Bekannte weiter?


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