Toggle – eine Rezension

 Toggle eine RezensionToggle (Namen sind hier nicht zufällig ähnlich) die berühmteste und leistungsstärkste Suchmaschine der Welt steht immer wieder im Zentrum der Kritik.
Nun ruft deren neuestes und ehrgeizigstes Projekt „Toggle Books“, bei dem alle auf der Welt erschienen Bücher eingescannt und kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden sollen, die Datenschützer auf den Plan.
Nikolaus Holzwanger, Personalchef von Toggle Deutschland, ein zurückhaltender Familienvater mit guten Kontakten, bekommt den Auftrag, ein Kompendium mit namhaften Wissenschaftlern zu organisieren, bei dem diese Problematik öffentlich diskutiert werden soll.
Während dieser Veranstaltung in einem malerischen Schloss bei Garmisch stirbt die Chefin der Deutschlandsektion unter mysteriösen Umständen.
Holzwanger avanciert zum Deutschlandchef und sieht sich mit einem fein gewebten Geflecht unterschiedlichster Interessen, angefangen von dem großen Konkurrenten Myface über russische Oligarchen bis hin zum CIA konfrontiert.
Und eine große Rolle spielt dabei ein Buch: ein Werk aus dem 18. Jahrhundert, geschrieben von einem Abbé Galiani über den Wert des einzelnen Menschen.

Der Berliner Publizist Florian Felix Weyh hat sich mit seinem Erstlingswerk „Toggle“  an ein sehr aktuelles und brisantes Thema getraut: Wie viel Datenfreiheit brauchen wir und wie viel Datenschutz tut uns nicht mehr gut, um im Digitalen Zeitalter zurechtzukommen?
Weyh versucht diese Frage zu beleuchten, in dem er verschiedenen, teils zwielichtigen, teils erfundenen  Organisationen mit verschiedensten Interessen ausstattet.
Das solche Organisationen zur Erreichung ihrer Ziele vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken und zudem in der Lage sind, diese mit einer selbstgebastelten oder vorhandenen Doktrinen zu untermauern, versteht sich fast von selbst.

Was mir bei diesem Roman aufgefallen ist, sind die vielen Ortswechsel, die aber auch durch die weltumspannende Thematik begründet sind und ein mutiger Zeitenwechsel in die Zeit des Abbé Galiani betitelt als „Intermezzo“ , dessen hier fiktives Buch ein Kernstück der Handlung ist. Zudem erleben wir einige Szenenwechsel und manche dort stattfindenden Nebenerzählungen und Personen sind für mich zu wenig geklärt und aufgelöst.
Dies macht auch das ganze Werk ein wenig unrund, vielleicht ein bisschen zu wenig ausgearbeitet. Ich schätze, Weyhe hat so viel Stoff zusammengetragen, dass er zu diesem Thema mehrere Romane schreiben könnte.

Unterm Strich kann ich sagen, dass dies ein intelligent konstruierter, oft spannend erzählter Roman ist; kein Thriller, dafür mit einem zeitgemäßen Thema, dass einem zu denken geben kann.

Das Buch ist 2012 im Galiani Verlag erschienen.
Die gebundene Ausgabe (es gibt noch keine Taschenbuchausgabe) mit 440 Seiten und würde euch bei Amazon 19,95 € kosten.

Diese Rezension habe ich geschrieben für Blog Dein Buch


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