Sommernachtsschrei - Manuela Martini

Sommernachtsschrei - Manuela Martini
Autor: Manuela Martini
Titel: Sommernachtsschrei
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Arena
Seitenzahl: 261
Reihe: /
  Inhalt: 
Ein Jahr ist vergangen, seitdem Franziska ihren Freund Maurice auf der Sommerparty in dem Bootshaus erschlagen haben soll. Alles spricht dafür, doch Franziska selbst kann sich an nichts mehr erinnern. Allen guten Ratschlägen zum Trotz kehrt sie an den Ort des Verbrechens zurück. Um sich zu erinnern und die Gewissheit zu haben, dass sie tatsächlich eine kaltblütige Mörderin ist und ihre erste große Liebe getötet hat. Doch irgendwer versucht mit aller Kraft zu verhindern, dass Franziska sich erinnert. Ist sie wirklich die Mörderin für die sie alle, auch sie selbst, halten?
    Meine Meinung:
Sommernachtsschrei ist eher ein Thriller für jüngerer Leser, eignet sich aber auch, wenn man schnell etwas für Zwischendurch sucht und nicht ganz so hohe Ansprüche stellt. Der Schreibstil ist flüssig und jugendlich einfach gehalten, was das Lesen sehr einfach macht und das Buch sobald es angefangen, auch schon so gut wie beendet ist. Die Geschichte ist ganz nett bleibt auf den nur knapp 260 Seiten aber eher oberflächlich. 

Schon bevor Franziska sich überhaupt auf den Weg zum Ort des Geschehens macht, bekommt sie Drohbriefe zugeschickt. "Bleib wo du bist, oder du wirst es bitter bereuen!" Sie hat keine Ahnung wer diese Briefe schickt und warum, doch sie kann jetzt nicht aufgeben und einen Rückzieher machen. Sie muss wissen, was in jener Nacht passiert ist. Spätestens jetzt wird sehr schnell klar, dass es jemanden gibt, der Interesse daran hat zu verhindern, dass Franziska sich erinnert. So liegt die Vermutung nahe, dass die Geschichte darauf herauslaufen wird, in Erfahrung zu bringen, wer der wahre Täter ist. Das kann ja durchaus spannend sein, doch ich wusste bereits nach den ersten dreißig Seiten mit hundertprozentiger Sicherheit, wer als Täter in Frage kommt. Die Autorin bemüht sich den Verdacht immer wieder umzulenken, was ihr leider nicht wirklich gelingt.

Anstatt der Auflösung entgegenzufiebern, fand ich die Beziehungen zwischen den Charakteren viel interessanter. Angefangen bei Franziskas Eltern, die anscheinend nie angezweifelt haben, dass ihre Tochter eine kaltblütige Mörderin ist. Irgendwie war es erschreckend zu sehen, was für ein kaltes, gleichgültiges und vorwurfsvolles Verhältnis sich zwischen den Eltern und ihrer Tochter entwickelt hat, was umso auffälliger wird, wenn der Leser erfährt, dass Franziska von ihren Freundinnen nach dem einen Jahr anscheinend völlig vorbehaltlos wieder aufgenommen wird. Nach und nach beginnt diese oberflächliche Freundschaft jedoch zu bröckeln. Nicht nur, dass Franziska sich schon damals gefühlt hat, wie das dritte Rad am Wagen, sie hat sich auch stark verändert und lässt sich nicht davon abbringen ihren Weg zu gehen.

Das Buch hat ein paar spannende Stellen, die leider zu schnell wieder abflachen, sodass die Spannung nicht gehalten werden kann. Die meisten Irrwege der Autorin sind einfach zu durchschauen, weshalb auch der Überraschungseffekt im Verlauf der Handlung ausbleibt. Ich würde jedoch nicht wirklich sagen, dass das Buch langweilig war. Die Geschichte wurde rasch vorangeführt und es gab keine langgezogenen Stellen, was wohl auch an der Kürze des Buches liegt.

   Fazit:
Das Buch hätte ein wenig mehr Spannung durchaus vertragen können, wobei es mir in den Grundzügen für eine kurzweilige Unterhaltung ganz gut gefallen hat. Ist wohl aber auch eher für jüngere und ungeübtere Thrillerleser zu empfehlen. Von mir bekommt dieses Buch drei Herzen.
♥♥♥♥♥


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