WaldesRuh - Susanne Mischke


WaldesRuh - Susanne MischkeAutor: Susanne Mischke
Titel: WaldesRuh
Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Arena
Seitenzahl: 206
Reihe: /
Erster Satz: Der Nachmittag zog sich in die Länge wie ein alter Kaugummi.
   Inhalt:
Seitdem Emily mit ihren Eltern umgezogen ist, fühlt sie sich einsam. Marie ist die Einzige in der neuen Klasse, die sich mit Emily anfreunden will. Doch die junge Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Maries Großmutter, bei der sie mit ihrer großen Schwester und ihrem kleinen Bruder lebt, stirbt und die beiden Schwester beschließen den Tod zu verheimlich und so dem Heim aus dem Weg zu gehen. Zunächst scheinen die Geschwister ganz gut zurecht zu kommen, doch dann passieren merkwürdige Dinge und die ganze Sache droht nicht nur aufzufliegen, sondern auch richtig gefährlich zu werden.
   Meine Meinung:
WaldesRuh ist ein Buch aus der ArenaThriller-Reihe. Mit seinen 206 Seiten habe ich es innerhalb von zwei Stunden durchgelesen, es ist also eher eine kurzweilige Unterhaltung. Eigentlich bin ich wohl zu alt für diese Bücher, was ich beim Lesen auch überdeutlich gemerkt habe. Dennoch war das Buch auch für mich ganz okay. Der Schreibstil entsprechend der Zielgruppe einfach gehalten, das heißt die Sätze sind kurz und die Wortwahl umgangssprachlich einfach, was aber auch als sehr angenehm empfunden werden kann. Weniger angenehm fand ich jedoch die vielen Tipp- und Rechtschreibfehler. So etwas kann ja vereinzelt vorkommen, doch dieses Buch strotzt nur so davon. Das hat mich geärgert, denn in Zeiten von Rechtschreibprogrammen muss das doch echt nicht mehr passieren.

Die Handlung klingt zunächst sehr vielversprechend und spannend. Die Geschwister und Emily versuchen den plötzlichen Tod der Großmutter zu vertuschen und werden dabei zur Zielscheibe einer Verbrecherbande.   Die Idee wie die ganze Geschichte aufgebaut ist, ist auch nicht schlecht, wird jedoch immer unrealistischer. Schon als die Geschwister ihre Oma in einer Nacht- und Nebelaktion im Wald verscharrt haben, kam mir das ganze schon ziemlich abgebrüht vor. Doch dann wird auch noch ein Einbrecher erschossen und es scheint als gäbe es so etwas wie Reue in den Köpfen der Schwestern überhaupt nicht. Auch Emily beschwert sich lieber über die streitenden Schwestern, als über einen Toten mir blutender Kopfwunde.

Die Personen sind alle recht unterschiedlich, aber teenagertypisch. Emily wirkt das ganze Buch über eher flach, auch wenn die Autorin versucht mit einer kleinen Liebesgeschichte ein wenig Gefühl in dieses Buch zu kriegen. Marie ist total abgeklärt und immer vernünftig, während sich ihre große Schwester Janna nur für Klamotten und ihr Aussehen konzentriert, nach dem Tod der Omas Partys im Haus schmeißt und ständig einen neuen Freund hat.

Alles in allem wirken die Figuren nicht authentisch, weil sie sich oft der Situation unangemessen verhalten und somit auch unsympathisch erscheinen
Am Ende des Buches gibt es einen kurzen Spannungshöhepunkt, nach dem sich alle Probleme plötzlich in Luft auflösen. Echt schade, dass selbst dies einfach nur platt wirkt.
Fazit:
Das Buch ist enttäuschend. Alles wirkt unausgereift und wenig liebevoll geschrieben. So fehlen hier neben Emotionen auch richtige Spannung und Tiefe. Wenn man davon ausgeht, dass dieses Buch eher für jüngere Jugendliche geschrieben wurde, gebe ich 2 Herzen, da ich weiß, dass es durchaus auch bessere Arena-Thriller gibt.
♥♥♥♥♥


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