Rezi: Lockwood

Rezi: LockwoodAutorIn: Jonathan Stroud
Titel: Lockwood - Die seufzende Wendeltreppe
Band: Teil I einer Reihe
Verlag: cbj
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-570-15617-9
Erscheinungsjahr: Sept. 2013
Seitenanzahl: 416
Altersempfehlung: 1
Kaufpreis: 18,99€
Krümelanzahl: 4
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Erster Satz:

Zu den ersten Fällen, an denen ich bei Lockwood&Co. mitgearbeitet habe, möchte ich hier nicht viel sagen.
Inhalt:Lockwood&Co ist eine geheimnisvolle Detektei.. zum Einen arbeiten die Agenten meist nachts, wenn die Schatten immer länger werden und jedes Geräusch viel unheimlicher ertönt. Zum Anderen besteht das Team aus einem Dreiergespann ... von Jugendlichen: Anthony und George, seit kurzem auch Lucy. In den tiefen Abgründen des schmutzigen Großbritanniens irren Geister und Dämonen, grauenhafte Wesen und ihre Anhänger auf den Straßen und in den Gassen umher. Wenn es dunkel wird, schlüpfen sie aus ihren Verstecken und treiben die Menschen wahlweise in den Wahnsinn oder den Tod. 
Meine Buchgeschichte:Als Buchhändlerin hat man so manches Mal außer der Reihe das Glück Lesungen beizuwohnen und Autoren kennen zu lernen. Am 5. November hatte in Braunschweig eine Lesung stattgefunden, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Durch viele Hintergrundinformationen und die vielen Sorgen und Zweifel, die einen Autor während der Schaffenskrise begleiten, wird so ein Roman erst richtig rund und glaubwürdig. Man erfährt immer etwas Neues und betrachtet das Buch im Nachhinein noch einmal mit ganz anderen Augen.
 Rezi: Lockwood

Meine Meinung:
Als kleines Mädchen habe ich sehr gerne die Bartimäus-Bände gelesen. Viele einzelne Bücher von Jonathan Stroud danach konnten mein Interesse gar nicht erst wecken. Aber nun hat er einen Einstieg in eine neue Reihe gefunden und von außen sieht er meiner Meinung nach schick aus.
Meine ersten Assoziationen drehten sich um naive Kinder, die ähnlich diverser Kinderserien in die Fußstapfen von Geisterjägern begeben und versuchen, den Leser mühevoll zum Lachen zu bringen. Doch Mr. Stroud wollte wohl kein Kinderbuch schreiben, sondern sowohl Jung als auch Alt das Gruseln lehren. So begleitet man bereits zu Beginn das Trio in ein altes, gespenstisches Haus. Es heißt, man dürfe nicht darüber nachdenken, über die Türschwelle zu treten oder nicht. Man müsse es einfach tun. Denn wer nachdenkt, hat schon verloren und soviel Angst in den Knochen, dass er sich keinen Schritt mehr vorwärts wagt.
Während es den Erwachsenen in London genau so ergeht - gelähmt vor Angst - stolpern die Jugendlichen durch die nebulösen Nächte und begegnen des grausigsten Gestalten. Hierbei hat sich der Autor an bekannten Gestalten bedient. Poltergeister und Kobolde sind bekannt. Die wenigsten Gespenster, die er in seiner Geschichte erscheinen und im  Nichts wieder verschwinden lässt, benötigen außerordentlicher Erklärungen. So fließt dieses schaurige Abenteuer vor sich hin und bringt mir die Charaktere richtig nah. In die kleinen Persönlichkeiten steckte der Autor spürbar viel Herzblut. Er wollte sie nicht nur zum Leben erwecken, sondern Teil unserer Welt werden lassen. Und für mich hat er es geschafft. Ich fühlte mich wieder in eine 11jährige Version von mir versetzt, die unbedingt ein Teammitglied von den "Drei ???" sein wollte, nur jetzt fieberte ich mit drei anderen Helden mit.

Rezi: Lockwood
Bei der Lesung untermalten Jonathan Stroud, die deutsche Hörbuchstimme Judith Hoersch und der Moderator Marc Langebeck die vielen Ideen aus dem Buch mit passendem Equipment. Sie zeigten, was es alles zu einem vernünftigen Geisterjäger braucht und führten uns diverse Ausrüstungsgegenstände vor. Hier wurde besonders noch einmal die Liebe zum Detail deutlich und der Schriftsteller wusste viele Hintergrundinformationen mit einzubringen, die das Buch noch bunter und facettenreicher werden ließ.
Zurück zum Thema.
Die Geschichte ist flott zu lesen und die wenigen Längen, die es zu bieten hat, werden durch genug spannende Ereignisse und geheimnisvolle Rätsel wieder wett gemacht. Der Unterhaltungsfaktor war sehr hoch und ich freue mich schon auf den nächsten Band. Hoffentlich bekommen die Figuren dabei noch mehr Tiefe und das dramatische Setting um die düsteren Gegenden in London wird beibehalten.

Mein Fazit:
Ich wusste eigentlich schon, dass mich die Geschichte enttäuschen würde, denn sie kommt lange nicht an die Tetralogie um den liebenswerten Dämon Bartimäus ran. Dennoch möchte ich der Idee gerecht werden und vergebe ~ 4 Krümel ~
 Vielen Dank an den cbj Verlagfür die freundliche Bereitstellungdieses spukenden Rezensionsexemplars!
 
Jimmy

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