[Rezension] „Vergessen“, Elke Pistor (Ullstein)

02 Aug

Ausgabe: Taschenbuch, BroschurVergessen
Seiten: 304
Verlag: Ullstein
ISBN-13: 9783548286105
Erscheinungsdatum: 08.08.2014

Hier findest Du die Leseprobe

Inhalt
Der erste Fall für ein interessantes Ermittlerduo…

Meinung und Fazit
Schon am Anfang dieses Buches macht sich beklemmende Stimmung breit, was vielleicht unter anderem daran lag, dass ich die Geschehnisse aus persönlichen Gründen sehr schlimm fand. Ich gehe allerdings davon aus, dass es vielen Lesern so oder zumindest ähnlich gehen wird. Das hier dargestellte Szenario empfand ich nicht nur sehr realistisch, sondern ich erlebte auch ein stetiges auf und ab der Gefühle, das ständig zwischen Hoffen und Bangen schwankte. Daher gierte ich regelrecht nach jedem neuen Absatz der die Situation wieder aufgriff, doch die Beklemmung blieb vorerst nicht nur, sie verstärkte sich zudem noch. Wie sich schnell herausstellte, war dieser Fall nur ein Teil eines großen Ganzen, quasi ein „Fall im Fall“, und es ging rasant weiter, mit allem was einen Krimi ausmacht. Bis zum Schluss rätselte ich vor mich hin, schwankte von einer Vermutung zur nächste, nur um am Ende große Augen zu machen.
Vor dieser außerordentlich gelungenen Gesamtkomposition kann ich nur meinen Hut ziehen.

Aber nicht nur die Geschichte und die Tathergänge hatten es in sich. Als dann das Ermittlerteam Raum bekam, nahmen die Gefühlswellen kaum ab, sie änderten höchstens die Richtung.
Kommissarin Verena Irlenbusch war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie wirkte so menschlich, liebevoll und fast zerbrechlich, dass ich mich manchmal fragte, ob sie den Fall wohl heil überstehen wird. Daneben wurde mir allerdings schnell klar, dass sie eine wirklich starke Persönlichkeit mit hellem Kopf ist. Diese Gegensätze, die sich sehr gut ergänzten, fand ich beachtlich.
Obwohl das Team ursprünglich aus reiner Frauenpower bestand, betrat dann ein ermittelnder Kollege die Bühne. Christoph Todt war die perfekte Ergänzung zu Verena, weil er genau das Gegenteil darstellte. Er kam egoman und exzentrisch daher, kurz gesagt: er war ein Mistkerl, und das ist vermutlich noch milde ausgedrückt. Er brachte z.B. Sprüche über die ich einfach nur den Kopf schütteln konnte, selbst wenn sie scherzhaft gemeint waren. Aber wie sagt man so schön? Jeder hat eine zweite Chance verdient, und siehe da….
Wie man an den vorherigen Absätzen erahnen kann, ließ mich das Ermittlerduo natürlich ausgiebig am Kriminalfall teilhaben, aber dazwischen menschelte es auch ganz gehörig. Ich persönlich finde so etwas großartig, denn es verleiht den Figuren sehr viel Tiefe und man fühlt sich ihnen recht nahe. Wenn man aber solche Elemente in die Geschichte schreibt, dann dürfen sie nicht überhand nehmen und den Krimi überlagern, und genau diese Ballance hat die Autorin hervorragend gemeistert. Somit bekommt man hier sehr viel Krimi mit Thrillfaktor, und als Zugabe ausdrucksstarke, lebhafte, authentische Figuren.

Erneut ein durch und durch spannender Gänsehaut-Krimi aus der Feder von Elke Pistor. Absolute Kaufempfehlung!

Die Autorin
Elke Pistor, Jahrgang 1967, schreibt Kriminalromane, arbeitet als Seminartrainerin und leitet Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln. (Quelle: ullsteinbuchverlage)

Mehr über die Autorin und ihre Werke findest Du auf http://www.elkepistor.de

10von10

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Verfasst von - 02/08/2014 in Bücher, Krimi, Rezension

 

Schlagwörter: Bücher, Buch, Krimi, lesen, Rezension, Rezensionsexemplar, spannend, ullstein


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