Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry


Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
Preis: 9,95€
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: dtv (November 2014)
ISBN-13: 978-3-423-08642-4 Altersempfehlung: ab 14
Original: The Giver (1993)
Meine Wertung: 3/5
Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
In einer scheinbar perfekten Welt, in der wahre Gefühle ebenso eliminiert sind wie Krieg, Schmerz und Leiden, ist einzig Jonas dazu auserkoren, echte Liebe und tiefe Emotionen kennenzulernen - als Hüter der Erinnerung. Als Jonas erfährt, wie hoch der Preis ist, den die Gemeinschaft für die vermeintliche Harmonie zahlt, wagt er den Widerstand gegen deren eherne Gesetze...
Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
Der Dezember stand vor der Tür und Jonas bekam es allmählich mit der Angst zu tun.
Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
Die Geschichte "Hüter der Erinnerung" gehört zu den Großvätern unter den dystopischen Geschichten, wenn man sich sie im Vergleich mit "Die Tribute von Panem" und "Die Bestimmung " anschaut. Natürlich ist die 1993 erschienene Geschichte nicht die älteste Dystopie, aber mit eine der ersten klassischen Dystopien. Diese Geschichte spielt in einer perfekt kontrollierten Welt, in der es keine Kriege, Leiden und Schmerzen gibt, aber auch keine Liebe, kein Spaß und keine Spontanität. Das ganze Leben ist klar durchgeplant, die Menschen bekommen z.B. ihre Berufe und Kinder zugeteilt und wer sich nicht an die Regeln der Gemeinschaft hält wird bestraft. Scheinbar resultiert aus den harten Regeln der Gemeinschaft eine bessere Welt als unsere. Aber was ist der Preis für die Gleichheit der Menschen?  Lois Lowry hat eine Welt erschaffen, die teilweise wirklich irgendwann so eintreten könnte. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie diese Gemeinschaft funktioniert und warum es dazu kam, dass nur der "Hüter der Erinnerung" Erinnerungen an früher in sich trägt. Doch leider wurde der Hintergrund dieser Gemeinschaft wenig erklärt und es wurde sich sehr auf Jonas Ausbildung als Hüter konzentriert. Nach Beenden des Buches hatte ich fast noch mehr Fragen als vorher. Dennoch war die Geschichte spannend, auch wenn der Höhepunkt der Geschichte meiner Meinung nach sehr knapp vor Schluss auftritt und das offene Ende nicht zwingend zufriedenstellend ist. 
Die Charaktere Ich bin auf das Buch nur wegen des Films bzw. dem Gewinnspiel des dtv Verlags aufmerksam geworden. Ich habe mir den Trailer angeschaut und war beim Lesen wegen der Charaktere ein bisschen verwirrt, denn meiner Meinung nach ist Jonas im Film mindest 16 Jahre alt, aber in der Geschichte ist auf einmal die Rede davon, dass er seit 12 Jahren in der Gemeinschaft lebt und genau deswegen sollte man immer erst das Buch lesen meine Freunde *lach*. Jonas ist in der Geschichte also 12 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern (seine Mutter arbeitet im Gericht und sein Vater auf der Säuglingsstation) und seiner 8-jährigen Schwester Lilly zusammen. Eigentlich führt er ein ganz normales Leben, doch dann steht seine 12er Zeremonie an, bei der jedem 12er mitgeteilt wird, in welcher Berufsrichtung dieser ausgebildet wird. Jonas bekommt keinen normalen Beruf zugeteilt, sondern er soll der nächste Hüter der Erinnerungen werden. Er soll alle Erinnerungen an eine, von den anderen Menschen vergessene Zeit in sich tragen, um der Gemeinschaft mit seiner Weisheit zu helfen. Doch mit den Erinnerungen lastet auch eine sehr große Last auf ihm. Übermittelt werden ihm diese Erinnerung vom alten "Hüter der Erinnerung", der in dieser Geschichte als "Geber" bezeichnet wird.  Ich finde es bewundernswert wie Jonas mit all den qualvollen und schmerzvollen Erinnerungen der Menschheit, die er selbst erleben muss, um sie in sich aufzunehmen, umgeht, denn wir wollen nicht vergessen, dass er erst 12 Jahre alt ist. Er ist ein wissensbegieriger und mutiger Junge, der über die gegebenen Aspekte seiner Gemeinschaft hinausschauen kann. So kann er z.B. Farben sehen.
Der Schreibstil Die Geschichte ist aus der Sicht von Jonas geschrieben. Und wurde in der personalen Er-/ Sie-Schreibweise geschrieben. Anfangs bekommt man nicht sehr viele Gefühle von Jonas vermittelt, weil er genauso lebt wie alle Anderen und auch Medikamente gegen aufkeimende Gefühle nimmt, aber der Schreibstil verändert sich, sobald der Geber ihm Erinnerungen an Gefühle wie Liebe oder Angst übermittelt. Er wird immer emotionaler. Die Autorin schreibt spanennd, aber geht wie ich schon erwähnt habe leider nicht so sehr auf den Hintergrund dieser perfekt kontrollierten Gesellschaft ein. Ich hätte mir wirklich noch mehr dazu gewünscht, um das Alles noch ein bisschen besser zu verstehen.
Der Titel Ich glaube ich könnte mir keinen besseren Titel für diese Geschichte vorstellen. Jonas soll als "Hüter der Erinnerung" ausgebildet werden. Bei meiner Filmausgabe steht auch noch der Originaltitel "The Giver" drauf, der sich auf den Geber, der ihm die Erinnerungen vermittelt, bezieht. Zusammen finde ich die beiden Titel perfekt, aber einzeln finde ich "The Giver" bzw. "Der Geber" nicht ganz so passend, weil sich die Geschichte hauptsächlich um Jonas dreht und dieser erstmal "Hüter der Erinnerung" sein muss um irgendwann "Geber" zu werden.
Das Cover Ich liebe das Filmcover und ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, denn normaler Weise mag ich die "normalen" Cover viel lieber, aber das alte Cover ist meiner Meinung nach echt pottenhäßlich. Natürlich soll das zeigen, dass Jonas auf einmal Farben sehen kann, aber das ist echt nicht schön gestaltet. Das Filmcover wirft dann aber natürlich wieder die Frage mit dem Alter des Protagonisten auf.
Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
"Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry gehört zu den ersten klassischen Dystopien. Die Autorin hat eine Geschichte erschaffen, die von einer perfekt kontrollierten Gemeinschaft handelt, die teilweise bei uns wirklich irgendwann so eintreten könnte. Dennoch haben mir die Hintergrundinformationen dieser Gemeinschaft gefehlt. Auch die Geschichte wurde erst zum Ende hin richtig spannend und hat meiner Meinung nach viel unausgeschöpftes Potential, das meiner Meinung nach locker noch für einen zweiten Teil rund um Jonas gereicht hätte. So endet die Geschichte leider zu offen und nicht sonderlich zufriendenstellend.
Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
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Rezension: Hüter der Erinnerung von Lois Lowry
...dem dtv Verlag für dieses wundervolle Gewinnspiel :)
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