[Rezension] Die Familie von Richard Laymon

[Rezension] Die Familie von Richard Laymon

Inhalt 

Eine Touristengruppe wird bei einem geführten Ausflug in die geheimnisvollen und alten Mordock-Höhlen von einem Stromausfall überrascht und dort in totaler Finsternis eingeschlossen.

Über den Höhlen befindet sich das Familienhotel der Mordock's, in dem Vater und Sohn gemeinsam leben und arbeiten. Sie teilen ein düsteres Geheimnis, das auch nie ans Tageslicht gekommen wäre, wenn dieser Stromausfall nicht passiert wäre.

In ihrer Not versuchen die Touristen und ihre Führerin Darcy, einen Weg nach draußen zu finden und ahnen dabei nicht, was in der totalen Finsternis lauert und ihnen nach dem Leben trachtet.

Unvorstellbare Grausamkeit ist in den Tiefen der Höhlen eine Normalität geworden, die der menschliche Verstand nicht zu fassen vermag...

Meine Meinung

Wie das oft der Fall ist, bin ich auf dieses Buch durch Zufall gestossen. Der Klappentext hat dafür gesorgt, dass ich es mir sofort gekauft habe.

Bisher kannte ich Richard Laymon noch nicht. Mir ist bewusst, dass er ein sehr bekannter Autor ist, aber bis dato habe ich nie wirklich etwas von ihm gehört oder gar gelesen. Das mag auch daran liegen, dass das Genre "Horror" eigentlich nicht zu dem gehört was ich normalerweise lese.

Für mich war dies also schon ein kleiner Ausflug in eine fremde Lese-Welt.

In meinem Kopf hatten sich schon alle möglichen gruseligen Gedanken geformt, die zu dem Klappentext hätten passen können und ich ging etwas angespannt ans Lesen. Doch von Zeile zu Zeile wich diese Anspannung und wandelte sich in Spannung.

Der Autor hält sich nicht mit schnöden Einleitungen auf sondern beginnt seine Story direkt in den Höhlen mit dem Stromausfall. Er gibt dem Leser Zeit, sich an die Höhlen zu gewöhnen, sich an die Protagonisten heranzutasten und erstmal von der ersten Anspannung zu erholen...doch nur scheinbar, denn parallel zu den Dingen die in den Höhlen passieren, erzählt er die Geschichte der Mordock's, die von Szene zu Szene eigenartiger wird und in einem Schock-Moment endet, der bei mir für ein übles Gefühl gesorgt hat.

Nachdem der Leser nun weiss, was das Geheimnis der Höhlen ist, weiss er auch, was die Gefangenen in den Höhlen erwartet und kann Geräusche, Bewegungen und mehr im Dunkeln ganz anders deuten.

Die Gefahr ist präsent, lauernd und tödlich und man würde die Menschen gerne warnen obwohl man nichts tun kann als zu warten, zu bangen und mitzufiebern.

Der Autor hat dafür gesorgt, dass die Story, obwohl sie stellenweise nahezu abartig wurde und auch etwas holprig wirkte, durchgehend spannend und fesselnd war und man als Leser das ein oder andere Mal die Luft anhalten musste um die nächste Seite lesen zu können.

Insgesamt kein Buch für Leser mit schwachen Nerven und Mägen. Die Ausdrucksweise ist teilweise sehr direkt, sehr sexuell und die Storys mit Details ausgeschmückt auf die man manchmal gut verzichten könnte. Das muss man hier erwarten und dann auch abkönnen.

Eine blutrünstige, makabere und stellenweise doch perverse Story, die dem Leser-Magen so einiges abverlangt und dabei stets spannend und fesselnd bleibt und so manchen Überraschungsmoment bereit hält.


Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Die Familie von Richard LaymonMein Bewertungssystem kann in der rechten Sidebar nachgelesen werden.

Richard Laymon wurde 1947 in Chicago, Illinois (USA) geboren. Er wuchs in Kalifornien auf und schloss sein Studium der englischen Literatur an einer Universität in Oregon mit dem Bachelor ab. Er erlangte daraufhin auch noch seinen Master Titel und arbeitet als Lehrer und Bibilothekar, bevor er mit dem Schreiben seinen großen Durchbruch hatte. Im Jahr 2001 verstarb er an einem Herzinfarkt. Er verfasste insgesamt 30 Romane und mehr als 60 Kurzgeschichten.


Erscheinungsdatum: 11.03.2013Verlag: Heyne Verlag Ausgabe: Taschenbuch Seitenanzahl: ca. 352 SeitenPreis: ca. 9,99€ISBN: 978-3453676251Originaltitel: Midnight's Lair


 

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