Querbett durch Kalifornien

Eigentlich wollten wir noch einen Artikel über unser Kontrast-Programm in Redding schreiben (der Kontrast zum Kiffer-Kellerloch in San Francisco war doch gewaltig;-)), aber so langsam ist die Zeit mal wieder so schnell verrannt, wir haben schon wieder alle Erinnerung mit neuen Erinnerungen überdeckt und momentan auch keine Lust zu schreiben. (jup, merkt man, gelle?!)

Eigentlich haben wir auf gar nix mehr Bock: Wir wollen nach Hause, aber so richtig Böcke auf Durchstarten in Deutschland haben wir auch grad nimmer (In Malaysia hatten wir ja mal echt überlegt direkt nach Hause zu fliegen…und uns dagegen entschieden!); wir wollen NICHT MEHR REISEN; mittlerweile wird uns alles einfach alles viel zu mühselig und beschwerlich (und wir dachten, vor einem halben Jahr war es schon zu anstrengend); doch wenn Lehnetrotter in irgendwelchen Nationalparks im Südwesten der USofA vor irgendwelchen Felsformationen stehen, wir unsere Kamera zücken, weil dies die zigtausend anderen Touristen ja auch so machen, man aber gar nicht so genau weiß, was jetzt hier das außergewöhnliche oder besondere ist, weil tote Steine einfach mal tote Steine sind, ob sie jetzt rot, gelb, rund, eckig, spitz, groß oder klein sind… DANN ist es Zeit einfach mal nix zu machen. Aber mehr dazu später…

Trotzdem noch ne kurze Zusammenfassung zu den Tagen in Redding, weil sie echt eine Erwähnung verdient haben; zum einen, wegen unserem super entspannten und friedvollsten Zuhause, das wir übers letzte Jahr hatten, zum anderen, weil uns zwei Freunde noch mehr ans Herz gewachsen sind, die wir dort besucht haben!

Wir sind in Redding bei der Gastmutter von Tabea und Seb (zwei Freunden aus der Zeit aus der CGDU in Duisburg, die in Redding an einer Bibelschule für ein Jahr verweilen) untergebracht gewesen, wovon wir vorher nichts wussten. Also war die Überraschung umso größer, als Tabea uns die Tür für unsere Unterkunft für die kommenden 5 Tage in Redding aufmachte und uns liebevoll begrüßte. Die Zeit war echt chillig; 3 Tage sind wir zu sehenswerten Seen gefahren (geile Kulisse, Baden bei 35 Grad und 4000 Meter hohe Berge im Hintergrund im Panorama), waren bei diversen Abschiedsessen mit deren Freunden dabei (ja, die beiden sind bis Ende August, bis das neue Schuljahr in Redding anfängt, in Deutschland, Duisburg) und sind viel spazieren gegangen. Echt locker. Und wir hatten ein hübsches Zimmer in einem typischen amerikanischen Häuschen im Grünen; Herrlich! 2 Tage haben wir dann noch alleine mit Gerry, der Gastmutter, da zugebracht. Also, meist waren wir an irgendwelchen Seen abhängen, haben uns Wasserfälle angeschaut, oder haben mal in die Gottesdienste der Bethel-Church reingeschnuppert (ist so ein bisschen ein modernes Pilgerzentrum für Gläubige der charismatischen Erneuerung). Schon krass, wie hier Glauben gelebt und zelebriert wird. Noch mal ganz eine andere Spur, wie wir es kannten (und wir haben doch a schon einige Gemeinden/Kirchen in den letzten Jahren von Innen oder Außen gesehen;-)) Viel wird hier als Selbstverständlichkeit angesehen, was z.B. in den deutschen Landeskirchen oder der Volksfrömmigkeit man nur für ein Märchen hält. Ob man diese amerikanische Auslebung des Glaubens als deutscher Landeskirchenabkömmling jetzt mitgehen muss oder übernehmen sollte, oder nicht, sei mal dahingestellt… Den Predigten konnte ich jedenfalls nichts abgewinnen, der Musik dafür umso mehr! Professionell bis zum geht nicht mehr! Man hatte in jedem Gottesdienst das Gefühl auf einem Live-Konzert einer tollen Pop-Rock-Band zu sein. Es war eine echte Bereicherung allemal. Vor allem Dingen sind wir Tabea und Seb so dankbar, dass sie so offen, vorurteilsfrei und authentisch mit uns über ihren Glauben und ihr Leben gesprochen haben. Wann darf man schon mal so viel Zeit mit solch einem glücklichen und harmonischen Ehepaar zubringen?!

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Aus langer Hand war eine Kanobbelzusammenführung geplant. Ein Freund von meiner Wenigkeit hing mit seiner Freundin und zwei weiteren Freunden am Lake Tahoe (einem scheinbar sehr bekannten See im Osten von Kalifornien) ab, und so dachten wir uns, wenn wir schon mal in der Gegend sind, kommen wir mal auf en Sprung vorbei. (gut, waren dann doch 5 Stunden Fahrt, aber für Ami-Verhältnisse doch nur ein Katzensprung) Als kleinen Bonus sollten wir kostenlos in einer 4-Sterne-Suite untergekommen,…da sagt der vernünftige Lehnetrotter nicht „Nein“! Die Beiden, Armin und Svenja, sind auch mittlerweile ein Jahr in Kanada und USA unterwegs gewesen, größtenteils zum Work-n-Traveln. Doch nun beim Traveln wird’s wohl so sein, dass ihre Reisepläne mit unseren korrelieren, und wir daher gemeinsame Sache machen. (Einmal ist Amiland echt teuer und zu viert schon etwas bezahlbarer, Spirt geteilt durch 4 sind immer noch geringere Kosten als geteilt durch 2 und außerdem freuen sich mal die Lehnetrotter wieder auf nette Gesellschaft) Zum Beschnuppern und Wieder-kennen-lernen waren die 5 Tage am South-Lake-Tahoe in dieser luxuriösen Unterkunft mit privaten Whirlpool im Zimmer schon mal ein guter Anfang, um sichs auf wochenlange gemeinsame Zelten einzuschwören. Und uns beiden hats echt gut getan, mal wieder ein paar vertraute Gesichter für länger um sich zu haben;

Armin und meine Wenigkeit haben auch die Chance am Schopf gepackt und ein bisschen unnötiges Geld im Kasino verspielt. Sonst hingen wir am See ab, Tabea und Svenja gingen mal wandern, die beiden Freunde von Armin und Svenja leisten uns auch nette Gesellschaft am Pool oder beim Grillen und sonst wars echt sooo entspannt, wie wirs uns vorgestellt hatten. Nebenbei ließen wir uns ein paar Pläne schmieden, wie die nächsten 3 Wochen so für uns aussehen könnten, bis wir uns wieder in San Diego treffen sollen, um gemeinsam in Richtung New York die Route 66 entlang zu eiern. 

Bild0011 Bild0010 Bild0009 Hab ich nicht die Haare schön!? ;-)

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Wir hatten echt überhaupt keinen Plan von der USA, und von der Westküste und den ganzen Nationalparks dort schon mal gar nicht. Mittlerweile haben wir immer noch keinen Plan, wir wollen aber auch echt uns keinen Plan machen. Wir haben nach fast einem Monat hier immer noch keinen Reiseführer gekauft,… trotzdem wohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sothtwest-Amiland gesehen…naja, so große Euphoriewellen brechen bei uns jetzt eben nicht mehr aus, ob wir in San Fran auf der Golden Gate Bridge stehen oder beeindruckende Wasserfälle sehen … Das einzige was wir vorab planen sind die Unterkünfte, oder jedenfalls die Möglichkeit, wo man bezahlbare finden könnte, ansonsten lassen wir uns einfach überraschen…

However, mehr folgt dazu die kommenden Tage… Wir waren ja in zig Nationalparks, in Vegas sogar inzwischen zweimal und hängen grad in LA rum, um ein bisschen in WM-Stimmung zu kommen…

Gut, der Artikel wird auch nicht spannender, wenn ich jetzt noch weiter schreibe, lass ma mal wieder Bea zu Wort kommen…und ich denk mir noch was mehr oder weniger gehaltvolles für die oben erwähnten Reiseabschnitte aus…