PPQ lässt Halle komplett pixeln

PPQ lässt Halle komplett pixelnEntsetzen im Rathaus, Empörung bei den Hallensern. Eine Stadt steht unter Schock, eine Stadt ist wie gelähmt, seit die bittere Wahrheit öffentlich ist . Die Stadtverwaltung der Kultur- und Medienmetropole an der Saale kann öffentliche Gebäude beim menschenverachtenden Nachrichten- und Bilderdienst Google Street View nicht pixeln lassen. Noch vor anderthalb Wochen hatte die bekennende iPhone-Nutzerin Dagmar Szabados, die derzeit als Oberbürgermeister und oberste Datenschützerin der Stadt amtiert, Schulen, Kindergärten, Kraftwerke und das Frauenschutzhaus aus dem virtuellen Stadtrundgang löschen lassen wollen. Nun aber beschied das Rechtsamt, dass nur natürliche Personen ein Widerspruchsrecht haben, Behörden aber nicht”, wie Szabados dem Stadtrat mitteilte.
Während die Kommune nun ihre Anstrengungen verdoppeln will, durch Flächenabrisse in der Innenstadt ein völlig neues Stadtbild zu schaffen, damit Google Street View nicht zeigen kann, wie Halle wirklich aussieht (Bild oben), hat sich die Redaktion von PPQ entschlossen, als kollektiver Organisator für die Interessen von 230.000 Hallenserinnen und Hallensern einzuspringen. In einer schonungslosen Nachtschicht hat das Redaktionskollektiv Sehenswürdigkeiten wie den Roten Turm, das Stadtmuseum, das Beatles-Museum, die Oper, mehrere Theater und das Händelhaus, aber auch das Rathaus, das Stadthaus und mehrere hundert Wohngebäude, Freibäder, Sportstätten und Verwaltungsgebäude von Google pixeln lassen.
Das ist laut deutschem Datenschutzgesetz möglich, sobald es sich bei den beantragten Pixelzielen um "selbst genutzte" Gebäude handelt. Sowohl Rathaus als auch die anderen Immobilen haben PPQ-Mitarbeiter bereits selbst genutzt, was ein Widerspruchsrecht begründet. "Menschen, die sich dafür interessieren, wie es in Halle aussieht und welche Schönheiten die Stadt zu bieten hat, sollten doch persönlich vorbeikommen", empfiehlt die Redaktion, die der Aussage von Bürgermeisterin Szabados vollinhaltlich zustimmt: “Bei aller Werbung für die Stadt muss man auch die Belange der Einzelnen berücksichtigen.”


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