Polizeigewalt & Medienblackout


Die letzten Tage war ich sehr in Gedanken versunken und schockiert über die Ereignisse. Bereits letzten Dienstag wurde wie bereits berichtet in einer konzertierten Aktion über 15 Camps in den USA aufgelöst - unter Einsatz von Gewalt und ohne jeglichen Respekt vor zivilem Ungehorsam.
Am Donnerstag rief dann die "Occupy Wall Street"-Bewegung zu einem "Day of action" auf. Aktionen fanden in den gesamten USA statt. Ich möchte mich hier auf die Ereignisse aus New York beschränken. Bereits in den frühen Morgenstunden zogen hunderte (nach den Bildern, die ich vom Livestream gesehen habe eher tausende) durch die Straßen mit dem Ziel, die Eröffnung der Börse an diesem Tag zu verhindern.
Die Polizei sperrte die Gehsteige - also zog es die Bewegung auf die Straße. Es war laut und reichlich chaotisch, da die Demonstaranten immer wieder umdrehen mussten, sich neu formieren mussten oder sich aufteilten, um aus verschiedenen Richtungen zur Wall Street zu gelangen.
Der Polizei gelang es mit massiven Barrikaden die Protestierenden daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen. Ironischerweise war es dann die Polizei, die vielen Beschäftigten den Zugang zur Börse massiv erschwerte.
Hierzu ein guter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:
Nach Räumung des Protestcamps: Polizei okkupiert die Börse
Doch die Proteste hielten den gesamten Tag an. Nächster Ort der Versammlung war der Foley Square. Hier hatten sich sicher 15.000 Menschen versammelt. Zu dem Zeitpunkt gab es auch noch Luftbilder von CNN; diese brachen kurze Zeit später ab. Wie schon in der Vergangenheit geschehen, wurde der Luftraum über Manhattan abgesperrt: eine klare Medeinzensur.
Glücklicherweise gab es Livebilder von einem mutigen Livestreamer, der immer wieder sehr erfolgreich die Athmosphäre auf der Straße und den Plätzen einfing. Immer wieder wurde deutlich, wie stark Journalisten in der Ausübung ihrer Arbeit behindert wurden.
So erreichte der Stream bis in die Abendstunden bereits über 600.000 Zuschauer. Beachtlich!
Am Abend zogen die Demonstranten über die Brooklyn Bridge.
Alles in allem sicher eine gelungene Aktion. Das Medienecho hingegen ist erschreckend. So wird die Bewegung von vielen Journalisten klein- oder gar todgeredet. Doch ich möchte auf die positiven Ausnahmen eingehen. Hier ein Artikel zu den Ereignissenin New York am vergangenen Donnerstag:
New York: Tausende Demonstranten rücken auf Wall Street vor
Bewegtbilder aus dem Nachtmagazin: tagesschau.de: Nachtmagazin vom 18.11.11
Was der Verlust von öffentlichen Versammlungsräumen in den USA bedeutet, erläutert Michael Levitin, Chefredakteur des Occupied Wall Street Journal im Interview mit zeit-online:
zeit.de: Protest: "Occupy hat ein neues Stadium erreicht"
Es geht also um eine Fortentwicklung der Bewegung. Es geht darum, einen festen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung zu erreichen. Darauf geht auch ein sehr guter Artikel ein:
freitag.de: Die Zeit der Unbeschwertheit ist vorbei
Meine Prognose geht dahin, dass es weiter einzelne Aktionstage geben wird; darüberhinaus ist jede Gruppe gefragt, eigene Ideen zu entwickeln, wie das Thema in die Öffentlichkeit getragen werden kann. Und zentral wird eine weitere Vernetzung sein. Was ich mir sehr wünsche ist die Etablierung eines alternativen Medienportals, in dem man auf gelungene Ideen, Beiträge und Information zugreifen kann.
Der Bildungsauftrag steht massiv im Vordergrund; denn die Bewegung kann sich nur weiterentwickeln, wenn sie noch stärker zusammen arbeitet und vor allem Interessierte mit fundierten Informationen versorgt.
Eine Liste mit guten Links bietet der "babyshambler" an. Beeidruckend, was sich in den letzten Monaten alles entwickelt hat:
the-babyshambler.com: Vernetzt Euch!
Ein spannender Beitrag von der selben Website, dieich im Übritgen nur empfehlen kann, geht intensiv auf die Rolle der "Konzernmedien" ein:
Die Konzernmedien und „occupy“/#globalchange – Eine Replik
Gelingt diese Vernetzung weiterhin, mache ich mir keine Sorgen, dass die Bewegung den Winter überstehen wird und dann setehen spätestens im Frühjahr ganz andere Möglichkeiten offen!
Zum Abschluss noch drei weiterführende Links:
Eine brilliante Idee aus Polen, die einmal wirklich zeigt, wie intensiv die Proteste sind und wie alles versucht wird, die entscheidenden Bilder unmöglich zu machen:
Occupy Airspace - Protest in Warschau
Eine Reise in verschiedene Protestbewegungen ermöglicht Arte: nach Spanien, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien und Griechenland
arte.tv: Die Empörten
Abschließend wieder "the babyshambler" mit einem sehr provokanten Artikel:
Der homo ignorans – Leitbild einer manipulierten Gesellschaft: Aktualisierte Fassung einer Diagnose


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