Politeness in Greece

Wenn wir morgens um 8:15 Uhr (!!!!!) ins French Institute kommen, um Griechisch zu lernen, schließt der Hausmeister gerade ganz gemütlich alle Türen auf. Es schlägt einem eine unsagbare Hitze entgegen. Ungefähr so wie im Rüttenscheider Schwimmzentrum. Nur eben noch viel schlimmer. Dann wird erstmal die Klimaanlage auf Touren gebracht (ich hab gehört, nebenan ist sie ausgefallen. urgs) und langsam kann man sogar atmen. Selbst Nikos ächzt unter den hohen Temperaturen. Er hat uns aber Hoffnung gemacht: "I know it's chot, I know it's chot. But next week it will be very, very cold. VERY cold. Only 32°C." Wow. Auf Zypern wurde die letzte Woche 47°C erreicht. Ich bin also dankbar. Nachts kann man eigentlich nicht schlafen und da sich alle darüber einig sind, treffen wir uns oben auf der Dachterrasse und verköstigen alkoholhaltige Getränke. Auch keine gute Idee eigentlich, aber nunja.
Vorgestern ist dabei eine Studentin gegen die Balkontür gelaufen und hat das komplette Glas und sich die Stirn zerschlagen. Ihr geht es aber gut. Gestern kam dann angeblich jemand, der das Fenster reparieren wollte. Er soll sich furchtbar aufgeregt haben und hat mit einem Hammer gegen das andere Fenster geschlagen, um zu zeigen, dass die Scheibe "unkaputtbar" ist. Sie blieb tatsächlich heile und er hat nicht aufgehört zu toben. Leider war ich da nicht dabei.
Dafür hatte ich heute den ersten intensiven Kontakt mit einer griechischen Landsfrau. Das Busnetz ist hier ziemlich verworren und nirgendwo hängen Pläne aus. Also habe ich in meinem gebrochenen Griechisch nach der Station "Botsari" gefragt. Zunächst war ich mit der Antwort "tria" sehr zufrieden und habe dankbar genickt, aber irgendwie wollte die Dame mir dringend helfen. Normalerweise schicke ich immer Jakob vor und der lässt sich dann in Griechisch anbrüllen, aber jetzt lag es an mir die Frau wieder zu beruhigen. Haha. Die nächsten zehn Minuten wurde ich also angeschrien, kunstvoll untermalt durch eine wilde Gestik. Ich hab natürlich kein Wort verstanden, freundlich genickt und mich immer wieder bedankt. Aber das hat sie vermutlich zusätzlich angestachelt. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte man meinen können, dass sie mich gerade furchtbar beleidigt. Ganz sicher bin ich mir natürlich nicht. In meiner Not habe ich mich einfach in den nächsten Bus geschmissen (die Richtung ist eh immer die gleiche) und nett gewunken. Sie hat einfach weiter gebrüllt, auch als sie nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war. Ich saß irgendwie auch in der richtigen Linie. Das war die Aufregung also gar nicht wert. Gerne hätte ich ihr das gesagt, aber dafür muss ich noch ein wenig Unterricht nehmen.

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