Neuanfang

Ich schreibe gerne – für mein Leben gerne. Aber in den letzten Jahren habe ich mir beim Schreiben immer mehr im Weg gestanden. Die Wörter kamen, schwirrten in meinem Kopf herum, gruppierten sich zu Sätzen, Handlungen, Geschichten. Aber sobald ich mich an meinen Laptop setze und sie aufschreiben wollte, verschwanden sie, so schnell und spurlos, wie sie vorher gekommen waren. Dabei erinnere ich mich noch gut an die Zeiten, als ich meine Finger über die Tastatur fliegen ließ, ohne wirklich nachzudenken, was ich schreibe, sondern einfach eine Art Kanal war, der meine Ideen in Texte verwandelte. Ab und zu versuchte ich, meine Ideen wieder in Texte um zu setzen. Das ging mehr schlecht als recht und allzu oft gefiel mir das Geschriebene dann nicht mehr und die vorher schöne Idee verschwand im Datennirvana meiner Festplatte.

Im letzten Herbst dann sagte eine Freundin zu mir “Ich glaube, du bist blockiert” und empfahl mir von Julia Cameron Der Weg des Künstlers. Ich war anfangs sehr skeptisch, denn ich wollte alles sein, nur nicht blockiert. Trotzdem fing ich an, mit dem Buch zu arbeiten, denn irgendetwas an den Texten sprach mich an. Ich fühlte so etwas wie Verständnis und stellte mich Stück für Stück meiner Blockade, lernte meine Strategien der Selbstsbotage zu erkennen und langsam zu beheben. Aber bevor dies nach einer wundervollen Erfolgsstory klingt, muss ich sagen, dass es auch harte Arbeit war, vor allem mir selbst gerecht zu werden. Anfangs war ans Schreiben immer noch nicht zu denken, irgendwann blieben die Gedanken und Ideen auch da, wenn ich mich zum Arbeiten an den Laptop setze und die wunderbarsten Momente waren jene, wenn die Worte wieder so flossen, wie ich es von früher in Erinnerung hatte. Dann folgten wieder Durststrecken, wo garnichts funktionieren wollte.
Mittlerweile bin ich so weit, entspannter an die Sache heran zu gehen, manchmal wollen die Worte nicht so kommen, wie ich es will, meistens tun sie es jetzt aber doch. Ein weiterer Schritt für mich ist die Regelmäßigkeit. Mir den Raum zu nehmen, wenn ich etwas schreiben will und es nicht immer hinten an zu stellen. Dieser Blog ist Teil dieses (Selbst-)Experiments.

Was ich hier schreibe sind meine Gedanken, meine Übungen, meine wackligen ersten Schritte, nach langer Zeit wieder regelmäßig Texte zu produzieren.



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