Nachrichten, 9. Januar 2017

Schweden - Politik
Der schwedische militärische Nachrichtendienst FRA gab erstmals bekannt dass in Schweden jedes Jahr mindestens 100.000 Netzattacken mit dem Ziel der Spionage zu verzeichnen sind, wobei jedoch die tatsächliche Zahl weitaus höher liegen kann, da diese Art der Spionage einerseits sehr schwer zu entdecken ist, zum anderen aber die IT-Sicherheit vieler Ämter stark zu wünschen lässt. Nach FRA erstrecken sich die Spionageaktivitäten über das ganze Land, wobei hinzu kommt dass auch schwedische Computer per Distanz benutzt werden um in anderen Ländern zu spionieren.
Schweden - Politik
Wie die Tageszeitung Dagens Nyheter aufdecken konnte, werden seit 2015 wichtige Angestellte von 46 Ämtern in aller Heimlichkeit auf die Zivilverteidigung des Landes bei Kriegsausbruch vorbereitet, wobei als wahrscheinlicher Feind Russland gilt und als die Hautangriffsziele Gotland und die Räume Stockholm und Göteborg genannt werden. Bisher wurden bereits 400 Personen in militärischen Anlagen ausgebildet, wobei diese Ausbildung eine Woche dauert und die Teilnehmer zu höchster Geheimhaltung verpflichtet werden. Diese Ausbildung in der Zivilverteidigung entspricht den Vorbereitungen, die auch während des Kalten Krieges in Schweden existierten.

Schweden - Politik

Während der Sicherheitskonferenz Folk och Försvar in Sälen zeichnete der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven ein sehr düsteres Bild von Schweden und hob vor allem die Gefahr eines Angriffs mit Kernwaffen, allgemeine militärische Gefahren und Cyberangriffe hervor von denen Schweden bedroht sei, auch wenn es keine immanente Gefahr gebe. Löfven betonte dabei auch dass der Dialog mit Russland wieder in Gang kommen muss, da die dominante Gefahr aus diesem Reich kommt.
Schweden - Politik
Auch wenn Ministerpräsident Stefan Löfven während der Sicherheitskonferenz in Sälen erneut betonte dass in Verteidigungsfragen ein blocküberschreitendes Übereinkommen nötig sei, so scheint dieses Ziel weit entfernt zu sein, nicht zuletzt deswegen, weil sich Löfven auch gegen die sehr bedeutende Aufstockung des Militärbudgets wehrt, obwohl sicher ist dass er in diesem Punkt früher oder später Zugeständnisse machen muss, da sämtliche bürgerliche Parteien, sowie die Sverigedemokraterna, mehr Geld fordern, die Gruppe also weit über die Hälfte des Parlaments ausmacht.
Schweden - Ausbildung
Nach der schwedischen Schulinspektion blieben im vergangenen Herbst mindestens 1700 Schüler länger als vier zusammenhängende Wochen ungenehmigt dem Unterricht fern und mindestens 18.000 Schüler schwänzten mindestens fünf Prozent des Unterrichts, was das Amt geradezu als alarmierend bezeichnet. Die Abwesenheit der Schüler erklärt sich sehr häufig durch Mobbing, häusliche Probleme oder auch eine neuropsychiatrische Diagnose. In all diesen Fällen haben die Schulen offiziell die Pflicht eine persönliche Hilfe zu bieten, die jedoch aus finanziellen Gründen nur in wenigen Fällen garantiert werden kann.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.