Mir

Vor etwa 5 Jahren gab ich meinem Unterbewusstsein einen Namen – ich nannte es Mir. Wie die gleichnamige sowjetische Raumstation, wie der russische Frieden oder wie die russische Welt.

Das andere Gedankenmodell ist die Vorstellung der Freudschen Theorie als Muppet Show. Stark vereinfacht dargestellt, läuft folgendes Programm über die Bühne:

Freud

statlerundwaldorf

Daneben Mir, der in sich zwei Figuren vereint: Statler und Waldorf.

Über-Ich, Ich und Es interagieren auf der Bühne des Lebens, derweil Mir – ebenso wie Statler und Waldorf in der Loge der Muppet-Show – das Geschehen kommentiert. Alles mit sarkastischen Äußerungen, da Mir nichts gefällt. Oder innovativ, fragend, grübelnd, nicht verstehen wollend …

Ich bloggte seinerzeit einiges von Mir, doch letztendlich hat es nicht funktioniert. Weil zu viel Laufkundschaft das Blog aufsuchte. Wenn sich wenigstens diejenigen, die Mir mögen oder ablehnen, aka kennen, und diejenigen, die Mir nicht verstehen, die Waage halten würden… – Aber so! Nee.

Neuerdings denke ich immer wieder häufiger an Mir. Vor allem bei manchem Kokolores, den man ohne Mir auf die schnelle nicht erklären kann. Sollte man Mir wieder einführen?

Gestern zum Beispiel, da ich über die Folgekette Rosenmontag – Faschingstermin – Masleniza 2014 – Großes Fasten bis hin zu den Osterdaten kam. Ich wikipedierte, derweil mir Mir blöde Fragen stellte:

Kann es wirklich Zufall sein, dass die Auferstehung des Herrn im Jahre 2014 ausgerechnet an des Führers Geburtstag gefeiert werden soll? Und dass genau 11 Jahre später [sic!], im Jahre 2015, ebenfalls an des Führers Geburtstag der Auferstehung gedacht werden soll? Wie in Ost so auch in West? Und das auch noch, obwohl beides falsch ist?”

Oder:

Kann es wirklich Zufall sein, dass die letzten drei Ziffern einer neuen PIN, die sich die Bank für mich – ohne mein Zutun – ausdachte, aus exakt den Ziffern denen des Nummernschildes meines Autos entspricht? Denen ausgerechnet auch noch meine neue Lieblingszahl – die 73 – vorangestellt ist?”

“Kann es wirklich Zufall sein?” ist im Übrigen das Markenzeichen von Mir.

Und: Ohne Mir lässt sich manche Frage gar nicht erst stellen.

 


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