{Kurzrezension} G.E. Lessing: Nathan der Weise


{Kurzrezension} G.E. Lessing: Nathan der Weise
Autor: Gotthold Ephraim LessingTitel: Nathan der WeiseTeil einer Reihe?: NeinSeitenzahl: 172 SeitenVerlag: Reclam VerlagISBN: 978-3-15-000003-8Preis: 3,00€Genre: Dramatischen GedichtVeröffentlichung: 1779
Nathan der Weise : ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen

Inhalt:

Nathan kehrt von einer Reise zurück. Während seiner Abwesenheit wäre sein Haus beinahe abgebrannt und mit ihm seine einzige Tochter Recha. Sie wurde jedoch von einem unbekannten Tempelherren gerettet, für den sie auch prompt Gefühle entwickelt, die der Tempelherr jedoch nicht erwidert, ja zeigt er sich sogar besonders abweisend.

Aufbau und Schreibstil:

Das Buch ist in 5 Aufzüge gegliedert, die dann wiederum in verschiedene Auftritte unterteilt sind.
„Nathan der Weise“ ist ein dramatisches Gedicht aus dem 18. Jahrhundert. Folglich ist die Sprache etwas „veraltet“ und, dass es in Reimform geschrieben ist, erschwert das Lesen zusätzlich.

Meine Meinung:

Ich habe „Nathan der Weise“ als Schullektüre gelesen und ich kann zweifelsohne sagen, dass es die bisher „schwierigste“ Schullektüre war (zum Vergleich: bisher bin ich mit „Der Besuch der alten Dame“ und „Die schwarze Spinne“ sehr gut weggekommen bzw. habe richtig gute Bücher kennengelernt).An die Sprache gewöhnt man sich zwar relativ schnell, jedoch gibt es immer mal wieder etwas Verwirrung, was bei so einem Buch jedoch normal ist.
Die Handlung gefällt mir ehrlich gesagt rückblickend überhaupt nicht. Zunächst hat sie es mir sehr angetan, doch die Entwicklung der Handlung fand ich dann eher abstoßen. Ich kann jetzt leider nicht genau sagen, was mich gestört hat, ohne die ganze Handlung zu verraten, aber so viel sei gesagt: für mich sind es definitiv zu viel Familientragödie und zu viele verworrene und unrealistische Handlungsstränge.
Was mir jedoch sehr gut gefällt, ist das aufklärerische Gedankengut. Ich finde es immer wieder sehr faszinierend, wie fortschrittlich die Menschen damals teilweise schon gedacht haben.
„Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch?“ - S.55

Mein Fazit:

Auch wenn ich „Nathan der Weise“ jetzt nicht direkt weiterempfehlen würde, so ist es doch eine gute Schullektüre, die das aufklärerische Gedankengut der damaligen Zeit gut zum Ausdruck bringt.  Und wenn man vielleicht nicht so viel liest wie ich, ist man durch den Handlungsverlauf auch nicht ganz so genervt.
{Kurzrezension} G.E. Lessing: Nathan der Weise

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