Jedem seinen eigenen Polizisten...

Die Polizei hat probiert beim Schutz von Merkels Atommüll eine völlig neue Strategie aus: Eine Neidkampagne soll die Protestbewegung spalten.
25 000 Demonstraten hat die Polizei gezählt. Rund 20 000 Polizisten sind im Einsatz gegen die Castor-Proteste. Das heißt: 20 000 Demonstranten haben jeweils ihren eigenen Polizisten. Mit Kampfausrüstung, Helm und Knüppel. Die restlichen 5000 Protestierenden haben keinen.
Geht die Strategie von Merkels wackeren Kämpfern auf, muss jetzt ein Streit eskalieren. Es geht auf einmal nicht mehr um "Atomkraft - nein danke!" sondern um Diskriminierung: Wer hat das Recht auf einen eigenen Polizisten und wer nicht. Frauen nicht, weil sie meisten nicht so muskelstark sind wie Männer oder vielleicht Rentner nicht, weil sie Merkel & Co. ohnehin schon zu teuer sind? Dabei könnte man das Geld doch leicht wieder rein bekommen: Wenn ein Hartz IV-Empfänger zum Demonstrieren seinen Wohnort ohne Genehmigung seiner Arge verlässt, kriegt er zur Strafe die Unterstützung gekürzt.
Wie auch immer: Die neue Polizeitaktik ist gescheitert. Zehntausende Menschen lassen sich nicht mehr auseinander dividieren, weil sie Merkels Regierung zwingen wollen, mit dem Bruch ihres Amtseides endlich aufzuhören. Sie fügt - nicht nur durch auf Atompolitik - dem Volk Schaden zu. Geschworen hat sie, Schaden vom ihm abzuwenden...