Iran – Ungutes Gefühl

Eigentlich hatte ich das Unken sein lassen wollen. Aber die Meldungen der letzten Tage lassen meine Alarmsirenen laut aufheulen. Möglicherweise trägt man sich in Washington mehr denn je mit einem baldigen Angriff auf den Iran, während man gleichzeitig gegenteiliges verlauten lässt.

Iran – Ungutes GefühlMeldung I – Die USS- Enterprise ist am 3. April im persischen Golf eingetroffen. Einst der Stolz der US- Navy hat der Flugzeugträger heute nach 51 Dienstjahren den Status eines Seelenverkäufer erlangt. Daher sollte er noch vor Ende dieses Jahres abgewrackt werden. Ein teures Unterfangen. Immerhin ist das atomgetriebene Kriegsschiff mit 8 Reaktoren bestückt, die allesamt einzeln entsorgt werden müssten. Es gäbe jedoch eine preiswertere Variante. Das ohnehin unrentable Schiff könnte vor der Küste Irans mittels eines fingierten Angriffs versenkt werden, beispielsweise durch Israel. Der Vorfall würde dann verständlicherweise dem Iran in die Schuhe geschoben werden und damit einen respektablen Angriffsgrund liefern.

Sollte es gelingen, einen israelischen Angriff auf den Schrottkahn dem Iran in die Schuhe zu schieben, dann wäre es für Russland und China aus politischer Sicht schwierig, dem Iran auch weiterhin Unterstützung zuzusichern. Neu ist das Spiel nicht. So hatte Israel am 08. Juni 1967 die USS- Liberty mit Napalm, Sprengbomben und Torpedobooten angegriffen. Damals hatte es unter der Besatzung 34 Tote und 172 Verletzte gegeben. Der Angriff wurde anschließend Ägypten in die Schuhe geschoben in der Hoffnung, dass die USA für Israel in dem damals von Abdul Gamal Nasser regierten Magrebstaat intervenieren würden. Hat nicht geklappt und die Israelis damals 13 Million US- Dollar Entschädigung für die Betroffenen und Hinterbliebenen gekostet. Vielleicht versuchen sie es jetzt erneut.

Meldung II – Das klingt jetzt jetzt wirklich übel. Das Pentagon hat 75 000 Packungen Jodtabletten geordert. Die Begründung ist wirklich saublöde. Das Erdbeben in Japan im März 2011 und die daraus resultierende nukleare Krise habe „neues Interesse in dieser Sache geweckt.” Da sind die Herrschaften ein Jahr zu spät dran. Aber mal im Ernst – selbst ein durchschnittlich begabter Feldweg wird sich denken können, worum es tatsächlich geht. Seit Monaten schon ist die Rede von nichts anderem, als dem Angriff auf die iranischen Atomanlagen, gegebenenfalls durch den Einsatz von Nuklearwaffen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Iran seine Anlagen bis zu einem Kilometer und tiefer in den Fels hiningebohrt hat. Stollen von bis zu drei oder vier Kilometern Tiefe sind dank der heutigen Berbautechnik überhaupt kein Problem mehr. Offiziell ist die Rede von bis zu 60 Metern Felsgestein, die im Falle eines Angriffs überwunden werden müssten. Wieder so eine blöde Ausrede, diesmal, um zu verschleiern, dass der Einsatz von Nuklearwaffen bereits fest eingeplant ist. Anders lässt sich ein Ziel in dieser Tiefe (>1000 m) inmitten von Fels nicht zerstören. Dass der ganze radioaktive Mist sich dabei großflächig über die gesamte Umgebung verteilen würde, steht fest. Ebenso wie der Umstand, dass in der gesamten iranischen Peripherie US- Truppen stationiert sind. Interessanterweise entspricht die georderte Menge Kaliumjodid der Versorgung von etwa 75 000 Soldaten über einen Zeitraum von 14 Tagen hinweg. Ungefähr so viele Soldaten sind, über die Stützpunkte der an den Iran angrenzenden Länder verteilt, im Einsatz. Das eingenommene Jod sammelt sich in der Schilddrüse an und soll so verhindern, dass der Körper dort zuviel Radioaktivität ansammelt. Tut er allerding dennoch, wenn auch woanders, da die tödlichen Partikel vorwiegend über Nahrung/Wasser und Atmung inkorporiert werden, also in den Körper eindringen. Und dann hängen sie entweder im Lungengewebe fest, was zu einem kleinzelligen und zu 100 Prozent tödlichen Lungenkarzinom führt, oder sie werden geschluckt und landen in der Leber, in den Nieren, im Bindegewebe oder, wenn es wirklich dumm läuft, in den Keimzellen, was die vorgeburtliche Schädigungen künftiger Föten zur Folge hätte. Diese Maßnahme des Pentagons ist daher Blödsinn, so wie das meiste von dort.

Ein Grund für eine mögliche Intensivierung der Kriegsbemühungen könnte der Entschluss Russlands sein, den Iran schon in Kürze mit S 400 Raketenabwehrsystemen zu beliefern. Wenn diese Systeme erst einmal in ausreichender Zahl im Iran installiert wären, erübrigten sich weitere Kriegsvorbereitungen, denn damit wäre der Iran gleichsam unverwundbar – zumindest aus der Luft.

Meldung III – Unlängst erst hatte der US- Heimatschutz zum Schutze seiner Heimat 450 Millionen Hohlspitzgeschosse geordert. Hohlspitzgeschosse sind moderne Dumm Dumm Geschosse, die zwar ebenso tödlich sind, jedoch weniger Dreck machen, da das zerfetzte Gewebe im Körper bleibt anstatt sich über die ganze Wand zu verteilen. Was das mit dem Iran zu tun hat, erschließt sich folgendermaßen: Insgesamt dürften während eines US- Angriffs auf den Iran während der ersten 2 Stunden etwa 20 000 Amerikaner ums Leben kommen. Der neue Konflikt würde die amerikanische Bevölkerung noch mehr verarmen lassen und es erwüchse sogar die Gefahr großflächiger Aufstände in den USA. Damit sind wir wieder bei den Hohlspitzgeschossen, dem Wissen um Millionen von Plastiksärgen, die in Bereitschaft liegen, dazu hunderte von FEMA Internierungslagern, verteilt über die gesamten USA und neue Generationen von Non Letal Wappons zur Bekämpfung von Volksaufständen. Alles ziemlich gruselig, daher zum Schluss glücklicherweise noch eine gute Meldung.

Meldung IV – Wie Fereidun Abbasi, der Leiter des iranischen Atomprogramms, jetzt erklärte, wäre der Iran unter Umständen dazu bereit, künftig auf die zwanzigprozentige Anreicherung von Uran für dessen Forschungsreaktor zu verzichten. Allerdings will Teheran auch weiterhin schwach angereichertes Uran zur Energiegewinnung einsetzen. Der Wunsch ist berechtigt. Andernfalls würde der Iran mit seiner eigenen Energieversorgung zugleich seine Unabhängigkeit aus der Hand geben und in Kürze den westlichen Wölfen zum Fraß fallen. Bliebe der Anreicherungsgrad konstant unter 20 Prozent, wäre es künftig völlig unmöglich, waffentaugliches spaltbares Material zu gewinnen. Natürlich würden sich die israelischen Falken aus der Knesset dann eine andere Ausrede einfallen lassen, aber bis dahin wäre wieder ein wenig Zeit gewonnen, um den drohenden Konflikt abzuwenden.

Quellennachweis und weiterführende Links:



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