Interview mit The Districts am Frequency

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Interview mit The Districts am Frequency

Als The Districts, eine frische Rockband aus Lititz, Pennsylvania, am 17. April im Wiener B72 ihren ersten Österreich-Gig hingelegt haben, waren sie für uns natürlich nichts Neues mehr. Das kurz zuvor veröffentlichte Album A Flourish And A Spoil hat uns sogar Wanda (ja, DIE Wanda) links liegen lassen, die am selben Abend im Gasometer gespielt haben. Es hat sich auch mehr als ausgezahlt. Sosehr wir also Fangirl/Fanboy sind, ist das Debutalbum der Districts doch leider ein bisschen an uns vorbeigezogen. Das wurde – dabei sind die alle ja noch so jung! – schon drei Jahre vorher, 2013, veröffentlicht.

Macht nichts, wir haben aufgeholt. Mittlerweile sind wir Bestkenner dieses stürmisch-sympathischen Rockquartetts und lassen uns jetzt weder neue Releases – noch je eine Show entgehen. So natürlich auch nicht die am heurigen FM4 Frequency Festival. Dass wir die vier jungen Herren zuvor noch topgelaunt im Backstagebereich getroffen – und uns ehrlich gesagt hauptsächlich über Filme unterhalten haben.

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pressplay: Na, Jungs, wie geht’s euch? Wo kommt ihr denn gerade her?

Braden: Wir sind gerade eben aus Frankreich angereist. Da haben wir gespielt – und hatten aber auch einen Tag frei, uns ein bisschen am Strand umzusehen. War super, weil das Wetter auch so schön war.

Ihr kommt genau an dem Tag aufs FM4 Frequency, an dem die Regenfälle niedergehen. Morgen wird’s besser, versprochen.

Braden: Ach, das gehört doch zur Festivalsaison ein bisschen dazu – dass man nass wird. Außerdem leider, wir reisen heute nach der Show schon wieder ab. Viel sehen wir diesmal nicht von Österreich.

Speaking of Festival: Ihr habt heuer am legendären Glastonbury Festival gespielt! Wie war’s?

Braden: Dude, das war schon ziemlich groß!

Glaube ich gern. Was war das größte Festival, das ihr selbst als Besucher miterlebt habt?

Braden: Puh, das war denke ich das Newport Folk Festival.

Robby: Ehrlich gesagt, Konzerte sehe ich mir schon gerne an, bin aber nicht so der Festival-Typ.

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Einer der besten Gigs, die ihr kürzlich gesehen habt?

Braden: Viet Cong. Die haben gerade in Frankreich gespielt, als wir da waren.

Robby: War on drugs, das ist jetzt aber schon zwei Jahre her – da hatten sie gerade das zweite Album raus, wir haben sie in Philadelphia gesehen. Oder Kurt Vile, der hats schon ziemlich drauf, die neuen Sachen sind auch ziemlich gut.

Beidem kann ich nur zustimmen. Wisst ihr zufällig, wann das Album erscheinen wird, haha.

Robby: Leider, auch nicht genau. Ich glaube aber pssst, im Herbst.

Ihr tourt ja jetzt schon längere Zeit wild herum. Was war der beste oder besser gesagt der verrückteste Gig so far?

Braden: Wien.

Joke? Ich war dort!

Braden: Haha, sehr gut. Ja, das war wirklich lustig. Obwohl es im B72 so klein, eng und vollgestopft war – und zudem superheiß – hat ein Typ sogar Crowd gesurft. Es war unglaublich. Ja, und natürlich, schon erwähnt, Glastonbury war natürlich einer der Topgigs.

Nützt ihr eigentlich die Gelegenheit, wenn ihr auf einem Festival spielt, und seht euch dann selbst noch weitere Gigs an?

Braden: Wenn es sich ausgeht, schon. Aber heute zum Beispiel: wir sind gerade angekommen, spielen unser Set und auf geht’s weiter nach Belgien. Da bleibt zwischendurch leider wenig Zeit.

Ihr habt ja, obwohl ihr noch ziemlich jung seid, schon einige musikalische Ziele erreicht. Um jetzt noch ein drittes Mal das Glastonbury zu erwähnen, aber auch, dass ihr zum Beispiel schon das zweite Album veröffentlicht habt. Kennengelernt an der Highschool – aber die auch abgeschlossen, richtig?

Braden: Ja genau, wir haben uns an der Highschool getroffen. Diese auch abgeschlossen (lacht). Wir hatten einen anderen Gitarristen, der die Band aber verlassen hat, da ist Pat dazugekommen.

Als ihr begonnen habt, habt ihr zuerst Coversongs gespielt. Welche guilty pleasures waren denn da dabei?

Robby: Ach, es waren eigentlich eher die Klassiker. Led Zeppelin, R.E.M.

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So, eure Teens waren am meisten beeinflusst von …

Braden: Tom Waits, The Clash, Neil Young, Leonard Cohen. Generell natürlich viele Bands rund um oder aus Philadelphia, wie schon erwähnt, War On Drugs zum Beispiel.

Im Tourbus läuft demnach gerade …

Robby: Clap Your Hands Say Yeah! Bzw. habe ich kürzlich eine Doku über Nina Simone gesehen, während wir gefahren sind. Seither hab ich viel von ihr gehört.

Siehst du dir oft Musikdokumentationen an, auch in letzter Zeit? Amy? Kurt?

Robby: Leider habe ich nicht beide gesehen, aber generell schon. Kürzlich habe ich auch eine Doku über die Wrecking Crew gesehen, das ware eine bunte Zusammenwürfelung an Studiomusikern, die hinter großen Interpreten der Musikszene gespielt haben. Hauptsächlich in den 60er Jahren. Ich würde es aber nicht als meine first choice of movies bezeichnen (lacht).

Wenn wir schon bei Filmen sind. Wenn ihr euren Sound beschreiben müsstet, und ihr müsstet drei Filmstars aussuchen, die ihm entsprechen. Welche wären das?

Robby: Teenage Johnny Depp. River Phoenix. Joaquin Phoenix. So let’s say the Phoenix brothers. One more …

Braden: Tom Cruise.

Oh, please don’t. Das könnt ihr besser. Einer noch!

Robby: Paul Rudd.

Viel Spaß auf der Bühne – und merci beaucoup.


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Autor

Lisa Schneider

Aufgabenbereich selbst definiert als: Groupie, nichtsdestotrotz. Findet „Schrecklich amüsant aber in Zukunft ohne mich“ (David Foster Wallace) immer wieder treffend.


 
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