Hundefutter BARF – Natur pur für den Hund

Hundefutter BARF

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Für manche Hundebesitzer ist die Entscheidung für das richtige Hundefutter eine Gewissensfrage. Wer seinen besten Freund möglichst naturnah in Anlehnung an das Verhalten der Wölfe ernähren will, entscheidet sich wahrscheinlich für BARF.

BARF, das artgerechteste Hundefuter?

BARF steht für „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ und wird von Herrchen oder Frauchen aus frischen Zutaten speziell für den Liebling angemischt. Dieses Hundefutter enthält in der Regel kein Getreide, sondern wölfischen Gewohnheiten entsprechend nur Frischfleisch, Knochen und Gemüse. Wenn der Hund unter Krankheiten leidet, werden bestimmte Kräuter und Öle dem Hundefutter beigemischt.

Die Zusammenstellung von Futter nach dem BARF-Prinzip ist zwar bisweilen recht aufwendig, aber es gibt einige Möglichkeiten diese zu vereinfachen. So kann man im Fachhandel tiefgefrorenes Fleisch in leicht portionierbaren Brocken kaufen und auch Zusätze zur Anreicherung für das Hundefutter sind im Handel erhältlich.

BARF, nicht unumstritten als Hundefutter!

Bei Tierärzten ist dieses Futter dennoch umstritten, da Hunde durch die jahrzehntelange Domestizierung sich von Wölfen deutlich unterscheiden und auch ihre Verdauung sich im Laufe der Zeit verändert hat. Skeptiker vertreten die Auffassung, dass es durch BARF zu Verdauungsbeschwerden beim Hund kommen kann. Außerdem könnten die Tiere durch dieses Hundefutter Krankheitserreger ausscheiden, die für den Menschen gefährlich sein können.

Unterstützer der naturnahen Hundeernährung sind nicht weniger leidenschaftlich in ihrem Einsatz für dieses Hundefutter und argumentieren, dass es sich hierbei um die ursprünglichste und natürlichste Ernährung, die in der modernen Gesellschaft für unsere Haushunde möglich ist, handle.

Es ist schwierig in dieser überhitzten Diskussion einen kühlen Kopf zu bewahren, denn BARF ist nicht gleich BARF. Während manche Befürworter von diesem Hundefutter ganze Hühner füttern, mischen andere Frostfutter mit Reis und Gemüse und wieder andere kaufen beim Metzger frisches Rindfleisch für ihren Liebling.

Zudem ist Hund auch nicht gleich Hund. Es wäre beispielsweise absurd zu behaupten, alle Hunde sollen mit ganzen Hühnern gefüttert werden. Während ein großer Hofhund, in dessen direkter Ahnenlinie der Wolf nicht weit entfernt ist, eventuell damit umgehen kann, stellt diese Art der Fütterung einen Chihuahua vor eine ungleich größere Aufgabe.

Es lässt sich also keine abschließende Empfehlung für das eine oder das andere Hundefutter geben. Jedes Tier hat andere Ansprüche an seine Ernährung und diese müssen sich auch in seinem Napf wiederfinden.