Gratis? Nein danke!

Ursula von der Leyen hatte es gut gemeint mit der Hilfe für bedürftige Kinder. Kostenlose Nachhilfe will die Ministerin ihnen zuteil werden lassen, am Vereinsleben – ob Sport- oder Schachclub oder auch Theatergruppe – sollen sie ohne finanziellen Aufwand teilnehmen können und sogar das Mittagessen in der Schule sowie Schreibhefte und Füller wären im Angebot. Einzige Bedingung? Ein Antrag, zu stellen von den Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. In unserem Landkreis wären aktuell 1.610 Mädchen und Jungen berechtigt – doch das Interesse ist weniger als mau. Auf 8.050 Anträgen auf unterschiedlichste Leistungen aus dem Bildungspaket wartet man im Landratsamt, doch gerade einmal 758 wurden bis Ende Juli gestellt. Jede Familie wurde angeschrieben, an Unkenntnis kann´s also nicht liegen, dass die Geschenke des Staates nicht angenommen werden. Was, so frage sicher nicht nur ich mich verwirrt, ist der Grund für die Zurückhaltung?


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