Google ist böse. Sascha Lobo ist gut.

Als ich mich heute Morgen, noch im Bett liegend, durch die neuesten Meldungen bei Facebook klickte, staunte ich über das Gewitter, das wieder einmal über Google hereinbrach. Was war diesmal geschehen? Google hatte sich Motorola einverleibt. Klug! Doch die Internet-Szene (beziehungsweise diejenigen, die sich als schlau und wichtig genug erachten, um bei allen Themen mitzureden, die online diskutierbar sind - was mittlerweile eigentlich alle Bereiche menschlicher Vorstellungskraft einschließt) krakeelt. Allen voran natürlich Sascha Lobo.

Er ist immer vorn dabei, immer für markige Worte gut, Ahnung hat er von allem und tiefst- und breitestmögliches Wissen sowieso, manchmal erscheint es geradezu wikipediös. So analysiert er natürlich sofort aus der Hosentasche heraus, dass Googles Schachzug falsch ist, mehr noch, "böse". Soso. Lieber Sascha Lobo, egal, was Du tust, Du tust es natürlich niemals für Geld, sondern immer nur aus dem Wunsch heraus, Gutes zu tun und zu verbreiten. Stimmt doch, oder? So auch Deine Marketingaktionen für Firmen wie zum Beispiel Vodafone. Alles rein uneigennützig, alles nur als Unterstützung des selbsternannten anerkannten Web-Genies für Unwissende. Das Honorar? Wenn Du überhaupt eines bekommen hast, füllte es bestimmt die Kassen einer Hilfsorganisation - und Du hast es, na klar, stillschweigend gespendet. So geht es Google auch. Google werkelt, wie Du, aus reinem Selbstzweck heraus, will uns einfach nur glücklich machen, uns Daten und Webspace zur Verfügung stellen, uns informieren, uns miteinander kommunizieren lassen und und und. Für lau. Nix. Keinen Cent. Google ist kein Unternehmen, das von Menschen gegründet und betrieben Gewinne und deren Maximierung im Sinn hat, sondern... Tja, was? Und die Mitarbeiter von Google leben... Wovon nur? Luft und Liebe ist out in Zeiten von Bits und Bytes, das wissen wir schon seit 20 Jahren.

Okay, das war Polemik. Und natürlich ist Sascha Lobo nicht der Einzige, der auf Microsoft, Google, Facebook, Twitter und so weiter herumhackt. Es bietet sich einfach an! Warum arbeitet sich eigentlich niemand an anderen Mega- und Gigaunternehmen ab, an General Electrics zum Beispiel? Ganz einfach, diese Firmen gehören uns, denn sie sind das Web und das Web sind wir. Einfache Rechnung - und so logisch wie falsch. Seien wir doch ehrlich: Google ist böse, seitdem es in seinem neuen Sozialnetzwerk namens GooglePlus keine Pseudonyme zulässt (was Facebook ebenfalls nicht tut, es nur nicht so strikt kontrolliert und kontrollieren kann, wie ich mutmaße). Das mag richtig oder falsch, hilfreich oder schädlich sein, eines aber ist dieses Vorgehen - wie im Übrigen auch der Kauf von erfolgreichen Konkurrenten, erfolgversprechenden Startups, passenden Portfolioerweiterungen oder auch kleinen nervigen Wadenbeißern ganz sicher:

legitim.


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