Fußball und Deko

Fahne Fußball und Deko
Die Blogaktion von Mella und Susanne “Em-Abseits” neigt sich dem Ende zu und es dauert nicht mehr lange bis zum 8. Juni, wenn mit dem Startpfiff für das 1. Spiel Polen gegen Griechenland der UEFA-Cup beginnt.

Jetzt wäre es eigentlich für die Dekorierwütigen unter uns Zeit, sich mit allerlei Fähnchen, Lichterketten, Bierdeckeln und sonstigen Kram in Schwarz-Rot-Gold oder anderen Landesfarben einzudecken.

Und ich muss gestehen: Ich mag das ja überhaupt nicht!

Galt das Hissen der deutschen Fahne im eigenen Vorgarten in früheren Zeiten noch als ewig gestrige Deutschtümmelei, wurde dies aber spätestens bei der  Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (auch genannt “Sommermärchen”) wieder hoffähig.

Und nicht nur, dass neben Gartenzwerg und Hollywoodschaukel die Pracht der Landesfarben im Wind flatterte, auch die Autos wurden mit kleinen Fähnchen zum Einklemmen in die Seitenfenster, große Fahnenstoffen quer über die Motorhaube und so genannten “Seitenspiegel-BHs” versehen.

Spätestens nach dem Viertelfinale musste man sich keine Fähnchen mehr kaufen, sondern konnte sie einfach am Straßenrand auflesen.
Das bei einer solchen Ausschmückung des Straßenverkehrs niemals der TÜV regulierend eingeschritten ist, wundert mich immer wieder.

Dann kam es beim Dekorieren noch zu manch nationalstaatlichen Eigenheiten.
So sind natürlich die Türken in unserer Gegend mit türkischen Fähnchen herumgefahren. 
Nach dem Ausscheiden der Türkei aus dem Turnier (ich glaube, es war während der WM 2010 in Südafrika) wurde dann aber nicht auf deutsche Fähnchen umgestellt, sondern in ‘Oranje’ geflaggt – 
Na, da haben die es uns aber gezeigt!

Und dann noch mein Nachbar.
Ein Grieche.
Hatte bei der EM 2004 eine Wette verloren und musste deswegen nach dem Sieg des Ausseiters Griechenland seinen Gartenzaun in den Landesfarben blau-weiß streichen.

Das hat er aber dann doch sehr gerne getan!

 

Foto: Deutschlandfahne im Gartenbau. An diesem Foto kann man gut erkennen, wie sehr sich doch die Qualität der Handyfotografie verändert hat!
Ich habe dieses Bild 2009 mit einem Sony Ericsson aufgenommen und war damals fast ein bisschen begeistert, obwohl es in Wirklichkeit ohne Ende verpixelt ist.