Episode 004

.. gleich bei der Begrüßung im Flur der Praxis ( sah für mich im ersten Moment wie eine normale Wohnung aus) stellte die Ärztin, Psychologin und Psychotherapeutin die Frage, ob es um eine Paartherapie ginge und schmunzelte dabei. Jetzt hatte ich mich endlich nach langer Zeit überwunden meine persönliche Geschichte einer fachlichen Person anzuvertrauen und war eigentlich schon am überlegen ob es wohl geschickter wäre, wieder umgehend nach Hause zu gehen..


Meine Antwort war folgende, dass es mir wichtig sei, dass meine Frau mich begleitet und als nächster Angehörige gleich mit informiert werden solle.
Es ist ja auch so, dass ich in dieser Zeit auch nicht gerade sehr konzentriert sein konnte und dadurch einen „gewissen Backup" benötigte.
Nachdem das besprochen war gingen wir alle gemeinsam in einen kleinen und schmalen Raum. Der Regen prasselte ans Fenster, ein kleines Lämpchen schimmerte in einer Ecke vor sich hin. Direkt gesagt fühlte ich mich nicht wohl in meiner Haut.
Ist die Atmosphäre in solchen Praxen immer so ?

Warum ich denn hier sei, wurde ich gefragt. Klar, na ja, damals wusste ich nicht so recht an welcher Stelle ich denn überhaupt anfangen sollte.
Also fing ich mit meiner Angst beim Autofahren an. Das Staus, Ampelkreuzungen, Baustellen und dichter Stop und Go - Verkehr ohne Fluchtmöglichkeiten mich riesig in Angst und Panik versetzen. Natürlich berichtete ich auch über die körperlichen Symptome, wie schneller Herzschlag bis zum Hals, schwitzen, Todesangst und letztlich Fluchtgedanken (raus aus der Situation, so schnell als möglich).

Auf der einen Seite war die Angst und Panik und auf der anderen Seite diese negativen Gedanken.
Was war bzw. ist den unangenehmer?

Es war sozusagen das erste Gespräch und ich traute mich natürlich nicht meinen Gedanken, Ängsten und Sorgen komplett freien Lauf zu lassen.
Auch dachte ich mir, wobei das konnte ich direkt ansprechen, ob ich ein Fall zur stationären Behandlung sei, wohl möglich direkt mit dem Krankenwagen ab in die Klinik...
Hier waren sie wieder meine Sorgen und Ängste.

Die Antwort der Ärztin in 2010 war „Nein", eine ambulante Therapie wäre erst mal ausreichend.
Ich muss zugeben mir fiel ein Stein vom Herzen. So kann ich heute sagen und versuche es auch so weiter anzuwenden, wenn ich ein Thema habe, so adressiere ich die Sache direkt, weil Fragen kostet nix!

Wie ging es weiter? Ja mir wurde der Formular - Prozess hinsichtlich Krankenkasse und Therapievertrag erklärt. Das es zuerst Probesitzungen gäbe und so weiter. Patient und Psychotherapeut müssen sich ja erst finden und eine gemeinsame Arbeitsbasis aufbauen.

Wir vereinbarten einen weiteren Termin, allerdings konnte die Ärztin nur Termine vormittags anbieten und wenn ich ein Anliegen hätte, könnte es sein, dass sie gerade beim einkaufen wäre.

War das ein guter Start zur Hilfe und Genesung?


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