Die Prophezeiung

Telepolis,  27.12.2013
Walter Benjamins 1921 entstandenes Fragment “Kapitalismus als Religion” liest sich wie eine adäquate Beschreibung der gegenwärtigen Krise. Kapitalismus als säkularisierte Religion – Teil 3

Die Wahrnehmung des Kapitalverhältnisses als eine Religion, als einen fetischistischen Opferkult, ist nicht neu. Insbesondere die in Südamerika verankerte “Theologie der Befreiung” kritisiert “den Markt als Götzen und den neoliberalen Kapitalismus als Heilslehre und Opferkult”, wie es der Theologe Heribert Böttcher formulierte. In Reaktion auf die neoliberale Revolution in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts knüpfte die Befreiungstheologie an die biblische Unterscheidung zwischen dem christlichen “Gott der Befreiung” und dem “Götzen des Todes” an, der mit dem buchstäblich ins Totalitäre strebenden Kapitalverhältnis identifiziert wird.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/40/40650/1.html


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