Die Missverständnisse

Der Balkon ist hübsch dekoriert. Mit Blumen und so …

Offenbar weil es von Mal zu Mal immer hübscher wird, gesellen sich immer mehr Pflanzen und Töpfe hinzu. Seit gestern ist nun auch noch der Gartentisch garniert und eine weiter Pflanze für die Bank geplant.

“Aber nun kann man sich nicht mehr setzen”, murre ich – “DIESE Bank ist ja auch nicht zum Setzen gedacht”, entgegnet sie.

Okay.

“Es ist ihr Reich, ihr Wille geschehe”, denke ich und erkläre AB SOFORT UND UNVERZÜGLICH das Arbeitszimmer zur dekofreien Zone. Wohl wissend, dass damit die Diskussion noch lange nicht beendet.

Erkenne, was bereits erkannt:

“Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.”
(Faust II, Vers 11574)

Möge vorerst “draußen” geschehen was will. Hier – am Rechner – bin ich Mensch, hier habe ich Platz.

~

Er zeigt mir ein Formular. Was ich davon halte – so der Auftrag – solle ich doch bitteschön sagen. Frei von der Leber weg. Ungeniert.

Aus einem anderen Grunde schlecht gelaunt, also grimmig, fange ich an, zu lektorieren:

“Dies geht nicht, das ist schlecht und hier – guckstdu? – das schon gar nicht.”

Jede Seite dieses Formulars hat mindestens eine kleine Unzulänglichkeit, die ich entsprechend kommentiere. Bis ich auf Seite 6 unten rechts, in der Ecke meine Unterschrift entdecke.

Nun ist es an ihm, zu grinsen.


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