Die deutsche Langdistanz-Zukunft

Die deutsche Langdistanz-Zukunft

Schon lange wollte ich die aktuelle Situation auf der Langdistanz aus deutscher Sicht analysieren. Denn es hat sich ja in diesem Jahr einiges getan. Einige Männer haben auf Weltklasse-Niveau konsolidiert, andere „Hot Shots“ ringen (mehr oder weniger erfolgreich) um den Anschluss. Die größten Veränderungen aber können wir (ENDLICH, oh Herr!) bei den Ladies verzeichnen. Nachdem Anne Haug  – aus meiner Sicht – schon seit mehreren Jahren auf das falsche Pferd (hoffnungsloser Kampf im olympischen Triathlon) gesetzt hatte, ging es 2017 und nun vor allem in diesem Jahr mit Siebenmeilenschritten in Richtung „World Dominance“ auf der Langdistanz. Folgerichtig sammelte sie erstmal ein paar 70.3-Titel ein, bevor klar war, dass sie dort jederzeit mit den Besten mithalten kann. IM Frankfurt musste sie dann eher unter der Rubrik „Lehrgeld“ abhaken, konnte aber dennoch überzeugen (v.a. wenn man die Radpanne mit einrechnet). Kona konnte kommen…  Und Kona kam. Hinter den derzeit alles überragenden Athletinnen Daniela Ryf und Lucy Charles konnte sie einen überragenden dritten Platz erringen – das beste deutsche Ergebnis seit Nina Kraft und Sandra Wallenhorst. Zuvor konnte sie das bereits mit identischen Podium bei den 70.3-Weltmeisterschaften in Südafrika andeuten.

Aber – und das ist das eigentlich Spannende – sie ist nicht allein. Nächstes Jahr werden außer ihr gleich mehrere ziemlich heiße Eisen im Kona-Feuer glühen. Allen voran natürlich Laura Phillip, die mit ihrem Langdistanz-Debüt in Barcelona die gesamte Fachwelt aufhorchen ließ. Auf der Mitteldistanz zeigt sie ja nun schon seit ein paar Jahren, wo der Hammer hängt. Interessanterweise verfügt sie über ein ähnliches Profil wie Anne Haug – eine mörderstarke Rad-Lauf-Kombo! Aber da ist immer noch nicht Schluss, denn sowohl einer Daniela Sämmler, als auch Mareen Hufe ist ein Top Ten-Platzierung durchaus zuzutrauen. Es wird auf jeden Fall spannend.

Die deutsche Langdistanz-Zukunft

Bei den Herren der Schöpfung sind wir da historisch einfach eine ganz andere Liga gewohnt und sehr, sehr verwöhnt. Bereits bei meinem ersten Kona-Start 1991 kam beispielsweise ein Wolfgang Dittrich als erster aus dem Wasser und kam letztlich als Fünfter ins Ziel. Schon zwei Jahre zuvor hatten wir – als sich Mark Allen und Dave Scott vorne beim berühmten „Iron War“ in die Fresse hauten – ihn als Zehnten und Jürgen Zäck bei seinem Debüt als Siebten zwei Männer in den Top Ten. Und das hat sich seitdem nicht geändert. Wir haben fast ausnahmslos gleich mehrere männliche Athleten unter den besten Zehn und seitdem gleich 6 verschiedene Sieger (Hellriegel 1997, Stadler 2004 & 06, Al Sultan 2005, Kienle 2014, Frodeno 2015 & 16, Lange 2017 & 18). Dazu hagelte es jede Menge Podiums-Platzierungen. Und wenn wir uns anschauen, was da an Talent nachkommt…müssen wir uns auch in den kommenden Jahren keine Sorgen machen. Trotzdem sei festgehalten, dass – wenn wir nur mal Kona als DAS EINE Rennen im Jahr zählen, auf das es wirklich ankommt – wir 2018 nur einen Top10-Kandidaten hatten. Glücklicherweise handelte es sich um den Sieger und die verletzungsbedingten Ausfälle waren schon außerordentlich (Boris Stein, Andi Böcherer, Frodo, Sebi…um nur ein paar zu nennen).

Und nun, nach 40 Jahren Ironman Hawaii, dürfen wir uns hoffentlich darauf freuen, dass die deutschen Mädels es den Jungs gleich tun. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein…

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