Die bekanntesten Teesorten im Überblick

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Die Teepflanze “Camellia sinensis” schenkt uns Menschen schon seit tausenden von Jahren eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Teesorten. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Anbau, der Pflege und der Ernte eine Kunst erschaffen. Die daraus entstandenen Ergebnisse könnten nicht unterschiedlicher sein. 

Nachfolgend möchte ich dir eine Antwort auf die Frage geben: Welche Teesorten gibt es überhaupt? Und was der Unterschied zwischen echtem Tee und teeähnlichen Erzeugnissen ist?!

Wahre Teekenner werden es wissen und schlagen mit den Händen über dem Kopf zusammen, wenn du zu einem Fenchel Aufguss, Fenchel Tee sagen würdest. 

Echte Teesorten 

echte-teesortenPhoto by Alice Pasqual on Unsplash

Tatsächlich gibt es verschiedene Arten der Teepflanze und so wirft sie unterschiedliche Tees ab, die für ein Geschmackserlebnis sorgen. Camellia sinensis assamica, camellia sinensis dehungensis, camellia sinensis pubilimba und die “ursprünglichen Teepflanzen” Thea sinensis und Thea assamica. Puh, du siehst da gibt es eine ganze Menge von Pflanzenarten und Namen die du dir merken musst. Aber, das wichtigste von allem ist: Jede Pflanze hat seine Besonderheiten, wächst an unterschiedlichen Orten ab und somit entsteht später ein anderes Endprodukt. 

Grüntee

Grüntee ist die Teeart mit vielen Gesichtern. Gunpowder, Matcha, Sencha, Sincha, Gyokura. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten mit diversen Nuancen im Geschmack. Grüntee besitzt eine geringere Menge Koffein als Kaffee und enthält einige Mineralien wie Kalium, Florid, Magnesium und Zink. Natürlich auch noch einige andere, aber darüber kannst du in unserem Artikel über Grüntee mehr lesen. 

Weißer Tee

Weißer Tee hat einen niedrigen Koffeingehalt und eine blumige, weiche Note. Zumindest der Pai Mu Tan (auch Bai Mudan geschrieben), den ich selber gerne trinke. Weißer Tee wird am wenigsten weiterverarbeitet und die natürlichste Teeart von allen. Baihao Yinzhen (Silver Needle) ist die teuerste Teeart aus dem Weißen Tee-Arsenal. 

Schwarzer Tee

Um Schwarz Tee zu produzieren werden die Teeblätter nach dem Pflücken gerollt, damit die Zellwände aufbrechen und die Blätter mit dem Sauerstoff oxidieren. Dieser Prozess nennt sich Fermentation. Einige der bekanntesten Schwarz Tees nennen sich Assam, Ceylon und Darjeeling. 

Oolong Tee

Oolong Tee ist eine Mischung aus Schwarz Tee und Grüntee. Oolong Tee wird nur halbfermentiert und trägt den markanten Beinamen Schwarzer-Drachen-Tee. Das beruht auf alten Mythen aus China, wo der Tee ursprünglich herkommt und was auf die gezwirbelten Teeblätter zurückzuführen ist. Mehr darüber kannst du in unserem Beitrag über Oolong Tee lesen. 

Pu Erh Tee

Pu Erh Tee wird als eine der wertvollsten Teesorten der Welt gehandelt. Bei der Verarbeitung der Teeblätter werden sie in Ziegelform oder in runde Kuchenform gepresst. In dieser Form wird er dann bis zu 5 Jahre lang gelagert. Das Endresultat hat eine kräftige rötliche Färbung und einen würzig intensiven Geschmack. Bei Pu Erh Tee gilt im Gegensatz zu den anderen Teearten der Leitsatz: Je länger er reift, desto besser die Qualität!

Gelber Tee

Gelber Tee war in der Vergangenheit eine rechte Rarität und durfte nur vom Kaiserhof getrunken werden. Gelber Tee kann irgendwo zwischen weißen Tee und Oolong Tee einsortiert werden. Denn er hat nur wenige Bitterstoffe und ist somit für Teeeinsteiger oder Leute die einfach keine bittere Note mögen sehr gut geeignet. Im Gegensatz zu den anderen Teearten besitzt Gelber Tee nicht so viele Variationen und ist nur in einer begrenzten Menge verfügbar. Der Verarbeitungsprozess ist sehr aufwendig und es bleibt von der Rohmasse später nur sehr wenig übrig. 

Teeähnliche Erzeugnisse

teeaehnliche-erzeugnissePhoto by Alice Pasqual on Unsplash

Neben den sechs traditionellen Teesorten gibt es eine sehr große Auswahl teeähnlicher Erzeugnisse. Zum Beispiel sind beliebte Sorten wie Kamillentee, Mate Tee oder Melissentee keine richtigen Tees, denn sie besitzen keine Bestandteile der Teepflanze. 

Kräutertees

Kräutertees werden gerne häufig als Arzneitees bezeichnet, denn sie sollen gesundheitliche Eigenschaften besitzen. Persönlich glaube ich, dass Pflanzen einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können. Dafür müssen es natürlich ausreichende Mengen sein die konsumiert werden. Versprechungen über Heilwirkungen darf keiner machen aufgrund von rechtlichen Vorgaben. 

Kräutertees haben oft einige Früchte als Bestandteile oder werden mit echten Teesorten gemischt, um geschmacklich ein Spektakel zu liefern. So entstehen dann die verrücktesten Teemischungen. 

Wie schon zuvor erwähnt haben Kräutertees nichts mit der Teepflanze zu tun und besitzen keine Bestandteile von dieser. Bekannte Kräutertees wie Pfefferminztee, Fenchel Tee, Lindenblütentee oder Brennnesseltee sind also in Wirklichkeit keine richtigen Teesorten. 

So findest du sicherlich auch unter deinen Küchenkräutern das ein oder andere Pflänzchen, das sich für einen Tee eignet. Siehe unseren beliebten Artikel zu Basilikum Tee.

Früchtetees

Das Besondere an Früchtetees ist, dass alle davon koffeinfrei sind. Natürlich nur, wenn sie keine weiteren Teesorten beigemischt haben. Entweder bestehen die Früchtetees nur aus der Frucht selber oder aus anderen Teilen der Frucht wie zum Beispiel Samen. Zum Beispiel kann ein Himbeertee aus der Beere hergestellt werden oder aus einer Mischung aus Beere und Blätter. Mehr dazu in unserem Beitrag über Himbeerblättertee. 

Leider besitzen die meisten Früchtetees keine hohe Qualität und ich kann dir nur davon abraten irgendwelche Früchteteemischungen aus dem Discounter zu kaufen. 

Titelbildquelle: Photo by Alice Pasqual on Unsplash


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