Dessert ist nichts Wert

oder

Die heilige süsse Dreilangweiligkeit 

Es kommt wieder die Zeit in der gut und viel gegessen wird. Die Zeit des Danke Sagens und der nicht enden wollenden Ansprachen jeglicher Hierarchiestufen. Die Zeit, wo das letzte Budget noch in Geschäftsessen verbraten bzw. verfressen wird. Zugegeben keine schlechte Zeit, auch wenn die Zeiten schon rosiger waren. Die Gelegenheit für Gastonomen noch in die schwarzen Zahlen zu kommen und für mich einmal das letzte bisschen Platz in der Agenda auszufüllen (vom Hosenbund ganz zu schweigen). 
Kein leichtes ein Weihnachtsessen auszurichten, das Geld ist knapp und die Ansprüche gross. Es sollen alle Esshypochonder berücksichtigt und dann auch noch die religiösen Eiferer zufriedengestellt werden. Beim Essen lässt sich meist ein gangbarer Kompromiss finden. Aber das war es dann auch.
Leider herrschen beim Dessert Zustände wie bei einer Zürcher Stapi-Wahl. Man darf zwischen drei LangweilerInnen auswählen. Schokoladenmousse, Panna Cotta und Tiramisu. Im Besten Fall gibt es alle drei in Miniportion oder als Schüssel auf dem Dessertbuffet. Jedes für sich könnte man ja eigentlich ganz ordentlich und auch kreativ machen (ausser Pannacotta, es ist und bleibt langweilig! Der Name sagt ja schon, dass es nicht taugt). Nur empfinde ich die kreativen Matcha-Lavendel-Krokant Varianten dann schnell als anstrengend. Die Desserts sehen immer gleich aus und schmecken auch so, öde und langweilig? Liegt das an dem gleichen Fertigpulvern die alle verwenden? Für das gleiche Geld kann man doch auch etwas Anderes bieten. Wieso nicht einmal die Komfortzone verlassen und was Neues wagen? Das Dessert ist das letzte was der Gast sieht und in Erinnerung behält, wieso wird dieses so Stiefmütterlich behandelt. Es ist der krönende Abschluss eines gelungenen Mahls. Ein Dessert soll nicht einfach etwas billiges, süsses, Angerührtes sein, dass man in Portionen vorproduziert hat und auch noch Tage im Kühler stehen lassen kann. Sondern etwas, das nochmal überrascht und lange in Erinnerung bleibt. 
Sollte ich sie einladen und sie ein Dessert mitbringen dürfen, dann wissen sie jetzt wie sie diesen Anlass einmalig machen können. Allen anderen wünsche ich mehr Mut zu Neuen und frohe Festtage.

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