Der Schlüssel unseres Lebensglücks

Aus der Gesundheitslehre Arthur Schopenhauers

Der Schlüssel unseres Lebensglücks

Den Philosophen der Gesundheit könnte man ihn nennen, diesen lebenspraktischen Erzieher zum angemessenen Umgang mit unseren Schöpfungsgaben. In „Aphorismen zur Lebensweisheit“ kommt er immer wieder auf die Gesundheit zu sprechen wobei sein grundsätzliches Bekenntnis lautet:

 

„Überhaupt aber beruhen neun Zehntel unseres Glücks allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses. Hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch sei, genießbar und selbst die übrigen subjektiven Güter, die Eigenschaften des Geistes, Gemütes, Temperaments, werden durch Kränklichkeit herabgestimmt und sehr verkümmert“.

 

Dass Gesundheit das höchste Gut sei – diese Einsicht reifte bereits während seines Medizinstudiums in Göttingen, das den philosophischen Studien Schopenhauers vorausging.

Der große Philosoph war sich nicht zu schade, ganz profan und pragmatisch auf die Mittel einzugehen, die in seinem Sinne glücksfördernd sind:

 

„Vermeiden aller Exzesse und Ausschweifungen …..täglich wenigstens 2 Stunden rascher Bewegung an freier Luft, viel kaltes Baden und ähnliche diätetische Maßregeln. Ohne tägliche Bewegung kann man nicht gesund bleiben. Alle Lebensprozesse erfordern, um gehörig vollzogen zu werden Bewegung sowohl der Theile, darin sie vorgehen, als des Ganzen“.

 

Da der Mensch im allgemeinen, sich der zentralen Bedeutung der Gesundheit aber nicht im Klaren ist, so schien es Schopenhauer eine der wichtigsten Aufgaben der „Lehre vom gelungenen Leben“ zu sein, aufzuzeigen, dass „die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei, für Erwerb, für Beförderung, für Gelehrsamkeit, für Ruhm, geschweige für Wollust und flüchtige Genüsse: Vielmehr sollte man ihr alles nachsetzen“.

 

Obwohl Schopenhauer diese Zeilen schon vor mehr als 160 Jahren schrieb, bleiben es zeitlose Weisheiten, deren Gehalt unmittelbar einleuchten. Und doch begreift der moderne, vielfach informierte Mensch diese Erkenntnis immer noch nicht in der ganzen Tragweite. Stets auf der Suche nach dem persönlichen Lebensglück in Beruf, Genuss und anderen Dingen, besinnen wir uns auf die Pflege der Naturgaben Gesundheit und Körperkraft erst in dem Augenblick, in dem sie unseren Händen zu entgleiten drohen…..!

 

Arthur Schopenhauers Lebensphilosophie beruhte auf einer Ganzheitslehre. Schopenhauer hielt die Lebenskraft für eine unerklärliche Naturkraft und den Versuch, sie auf physische und chemische Kräfte zurückführen zu wollen, für einen großen Irrtum.

 

Die Ursache aller Lebenskraft liegt nach Schopenhauer viel tiefer – nämlich im Willen zum Leben:

„Dem Willen zum Leben ist das Leben gewiss“

Auszug aus Gesundheitsforum, aktuelles aus Ernährung und Medizin von Dr. H. Metz

Elvira Wirth