Das Goebbelsgleichnis

Sitzen wir also auf einem Balkon in Deutschland. Mitten unter Deutschen. Die sich zuvor – wohl als Dekoration für diesen wunderschönen Abend – Volksmusik ausgedacht hatten. Im Hintergrund läuft also ein Mac, dessen Musik leise, unaufdringlich, angenehm.

“…Wenn alle Brünnlein flieh-hießen,
So muss man trieh-hinken ….”

Jeder von uns hat ein Pokaltschik Winza in der Hand, ein Gläsel Rotwein sozusagen, und man unterhält sich über dies und jenes – bei uns isses so, bei euch isses anders – bis eines schönen Momentes die Reihe an Zupfgeigenhansel ist.

“…
Wo wir uns finden,
Wohl unter Linden,
Zur Abendszeit”

“Scheen” sagt plötzlich die Hausherrin, “scheen” sagt auch der Hausherr, doch Lenchen, die Ukrainerin kann mit diesem scheenen Lied nichts anfangen. Daher versuche ich versuche ihr zu helfen:

“Das genau ist jenes Lied, welches die Goebbels-Kinder ihrem Patenonkel Adolf vorsagen, bevor ihre Mutter Magda sie mit Zyankali ermordete.”

Die Anwesenden sind überrascht.

Ich lege nach:

“Ihr erinnert euch sicher? Oder? – Der Untergang? – Im Bunker war es, Fünfundvierzig, im  Bunker der Reichskanzlei.”

Jedenfalls ist die Stimmung nun eine andere.

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DOCH …

“… die Stunde wird kommen, wo wir sauber und unbefleckt dastehen werden vor der Welt, so sauber und unbefleckt, wie unser Glaube und unser Ziel immer gewesen sind …”

… fällt mir nun ein.

Goebbels gab anschließend auf und Wissen ist doof.


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