Laufen ist gut für dich. Das könnte auch in der Apotheken Umschau stehen, ist aber das Schlüsselelement der Dystopie Metropolia. Die Währung in dieser Welt sind Meilen. Wer viele Schritte sammelt, kann ein Transportmittel verwenden.
Dieser Comic wurde mir vom Splitter Verlag als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Comics findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.
Band 2: Die Außenbezirke
Sascha Jäger kauft sich neue Schuhe – essenziell in dieser Welt – und erhält kurz vor dem Zahlen einen neuen Auftrag von Eva. Ein mobiler Baggerkran wurde durch Sprengsätze beschädigt und Sascha soll verdeckt ermitteln, wer hinter dem Angriff steckt.
(c) Splitter Verlag
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Martha Müller – eine Bekanntschaft aus dem ersten Band – scheint sauber zu sein. Schritt für Schritt wird mehr von ihrer Tätigkeit gezeigt. Ob nun Fahrradkurierin, Umweltaktivistin und dann auch noch Freiwillige bei der humanitären Hilfe. Was verbirgt sie?
Lucian Dragoman – ein schizophreniekranker Teenager – gerät zwischen die Fronten. Die Nachforschungen führen Sascha in die Außenbezirke. Diese sind abgeschottet, es gibt Grenzkontrollen, Mauern und Stacheldraht. Das alles nur, um Flüchtlinge – die durch den Klimawandel geflohen sind – fern der Stadt zu halten.
Mein Comic Senf
Dieser Band beginnt sehr einsteigerfreundlich. Der Antrieb von Sascha wird noch einmal erklärt und das, ohne sich wiederholend oder nervig anzufühlen. Das ist eine Kunst, die nicht jedem Comic gut gelingt. Hier gibt es nichts zu meckern.
Anders ist die Rückseite des Comics. Denn dieser sagt direkt, wie dieser Band ausgeht. Klasse. Soll es Leute anfixen oder soll man lieber wenig verraten? Hier hat man sich in meinen Augen falsch entschieden. Mein Rat in diesem Fall: die Rückseite lesen, den Comic kaufen und dann erst einmal einige Zeit auf den Lesestapel lassen (oder wie ich es mache: Comic kaufen, lesen und dann die Rückseite lesen
).
(c) Splitter Verlag
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Gut gefällt mir auch, dass der Spagat zwischen episodischer Erzählung und rotem Faden hier gut gelingt. Die Hauptgeschichte kommt voran und der Ausflug erzählt eine andere, frische Geschichte. Dazu kommt, dass die Welt sich sehr stimmig anfühlt.
Dass man optisch ebenfalls allerfeinste Comickunst geboten bekommt, sollte bei dem Namen Ingo Römling nicht überraschen. Trotz allem staune ich immer wieder über die tollen Panels. Ein echter Hingucker ist die Serie auch noch.
Meine letzten Worte:
Läuft bei dir
Zu den anderen Metropolia Bänden:
[Comic] Metropolia [1]
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