Arbeit ist Macht

Geld in der Hand von uschi dreiucker (PIXELIO)

 

Die Mieten steigen, der normale Arbeitnehmer kann sich die steigenden Kosten in der Großstadt kaum noch leisten. Um eine Arbeit zu erhalten, die man auch mit Abitur gut absolvieren könnte, braucht man ein Studium, denn die Konkurrenz ist groß. Auslandssemester, Fremdsprachen, Praktika, wir wappnen uns für den Arbeitsmarkt und fühlen uns trotzdem nie gut genug. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, keinen (mehr) zu bekommen oder einfach nicht genug Geld zu erhalten, wächst täglich.  Schon während der Schule werden Plattformen wie meinunterricht.de durchforstet, Nachhilfe organisiert, Kinder in fremde Länder verschickt. Warum der ganze Stress? Weil der Arbeitsmarkt global geworden ist. Während die Behörden Jahrzehnte hinter her hinken, die Papierberge für Visa und Erlaubnis der Einreise immer weiter erhöhen, entwickeln große Firmen ganze Abteilungen, die diese Hürde für die besten Angestellten übernehmen, keine von der Geschichte gesteckten Ländergrenzen sollen verhindern, dass ein kluger Kopf nicht einreisen und für eine gute Firma arbeiten darf. Die Produktion hat sich nach Asien verschoben, die Weltmacht USA steckt in einer Wirtschaftskrise, alles ist anders, alles ändert sich täglich.

Was ist ein guter Job? Ein Arbeitsplatz, der so viel Geld bringt, dass man überleben kann und gleichzeitig nicht durch den Job kaputt gemacht wird. Eine Stelle, die genug Sicherheit bietet, und das am besten für die meisten Menschen, die im erwerbsfähigen Alter sind, auf dem gesamten Erdball?

Wie kann nun der Wohlstand der Erde so gesichert werden? Wie kann man daran teilhaben und somit unterstützen, dass die ganz großen Ausschläge aufgrund von zu großen sozialen Unterschieden nicht Alltag werden? Die Antwort lautet wie so oft: Bildung. Und damit ist nicht nur Bildung im klassischen Sinne der Ausbildung gemeint, sondern Bildung von allen. Wir müssen die Zusammenhänge verstehen, Arbeitgeber müssen faire Bedingungen schaffen und Arbeitnehmer sich organisieren, sodass eine Ausbeutung so schwer wie möglich wird. Wir sitzen doch alle in einem Boot, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. Und so hat jeder einen Teil der Verantwortung mitzutragen.


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