Medizinische Eingriffe der plastischen Chirurgie sind in Deutschland längst kein Tabuthema mehr. Viele Menschen legen sich heutzutage unter das Messer, die Nadel oder den Laser, um kleine Korrekturen vornehmen zu lassen. Meistens geht es nicht darum, durch eine operative Veränderung aufzufallen, sondern im Gegenteil darum, eine von einem selbst wahrgenommene Auffälligkeit zu beseitigen. Laut Dr. Patrick Bauer aus München gibt es heute zahlreiche Routine-Eingriffe, die genau das ermöglichen.
Korrekturen der Brust stark im Trend
Bei Frauen zählen Brust-OPs zu den häufigsten kosmetischen Eingriffen. Das betrifft nicht nur die klassische Brustvergrößerung, die einem meist zuerst in den Sinn kommt, sondern auch eine Vielzahl weiterer Eingriffe. Sehr häufig, und oft genug auch aus gesundheitlichen Gründen, werden etwa Brustverkleinerungen durchgeführt.
Aber auch weitere Eingriffe wie die Bruststraffung oder eine Brustwarzenkorrektur werden von immer mehr Frauen gewünscht. Dr. med Patrick Bauer führt in seiner Praxis in München eine Reihe solcher Eingriffe vor. Häufig geht es darum, die weibliche Brust natürlicher aussehen zu lassen.

Korrektur der Brustwarze
Viele Frauen kommen beispielsweise in die Praxis, weil sie Schlupfwarzen haben, sich aber sehnlichst nach außen sichtbare Brustwarzen wünschen, wie es in der Gesellschaft als eher „normal” angesehen wird.
Bei Schlupfwarzen hingegen liegen die Brustwarzen entweder flach auf oder sind nach innen gezogen, wodurch statt einer Ausstülpung ein Krater entsteht. Grund dafür sind meist zu kurze Milchgänge, die die Brustwarze rein physisch nach innen ziehen.
Manchmal kann sich die Verkürzung durch Schwangerschaft und Stillzeit von selbst korrigieren. Auch Brustwarzenpiercings können in einigen Fällen Abhilfe schaffen. In anderen Fällen hingegen hilft nur ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Milchgänge dann zertrennt werden.
Andere Menschen hingegen empfinden ihre Brustwarzen als zu sehr sichtbar. So führt Bauer beispielsweise auch Verkleinerungen der Brustwarzen oder der Vorhöfe durch. Auch hier liegt oft der Wunsch nach einem „natürlicheren” Aussehen vor, für welches es für viele Meschen auch bei Brustwarzen und Vorhöfen einen ideellen Rahmen gibt.
Asymmetrie und Straffung
Die genaue Form der Brust ist für viele Frauen ebenfalls ein Grund, sich unter das Messer zu legen. Auch wenn eigentlich kaum ein Mensch wirklich symmetrische Brüste hat, können starke Unterschiede bei Form und Größe eine große emotionale Belastung sein.
Dabei geht es nicht nur um das Aussehen der Brüste, welches natürlich eine wichtige Rolle spielt, sondern auch um ganz praktische Fragen. Welchen BH soll ich tragen, wenn ich Links ein B-Körbchen und rechts ein C-Körbchen habe?

Sehr gefragt bei Frauen mittleren Alters, insbesondere nach einer Schwangerschaft und Stillzeit, sind hingegen Bruststraffungen. Zwar ist ein Erschlaffen des Bindegewebes ein ganz natürlicher Prozess, viele Frauen können sich aber nicht mit dieser natürlichen Veränderung anfreunden, vor allem, wenn sie, wie nach einer Stillzeit, teilweise sehr rasch erfolgen kann.
Eine Straffung wird häufig in Kombination mit Implantaten durchgeführt, da häufig viel überschüssige Haut vorhanden ist. Der Eingriff verhilft den Frauen meist, sich wieder jünger zu fühlen und wahrgenommene „Schäden” durch Schwangerschaft und Stillen wieder rückgängig zu machen.
Brustverkleinerung – Oft mehr als nur Ästhetik
Zu den am häufigsten gewünschten und durchgeführten Brust-OPs in Deutschland zählt die Brustverkleinerung. Diese folgt meistens einer medizinischen Indikation und kann der Betroffenen langfristige, wortwörtliche Erleichterung im Alltag bringen. Keine Frau kann bestimmen, wie groß ihre natürlichen Brüste ab der Pubertät werden.
Bei den meisten Frauen stimmt am Ende das Verhältnis von Brustgröße zum restlichen Körper. Schließlich besteht die Brust vor allem aus Fettgewebe, weshalb schlanke Frauen tendenziell auch etwas weniger Brust haben als übergewichtige oder adipöse Frauen.
Doch nicht immer stimmen die Proportionen und wenn die Brust überproportional zum restlichen Körper wächst, dann kommt es fast immer zu Beeinträchtigungen. Von der Schwierigkeit, einen passenden BH zu finden ganz abgesehen, leiden Frauen mit sehr großen Brüsten häufig unter Nacken- und Rückenschmerzen.
Das Gewicht der Brüste behindert die natürliche, aufrechte Haltung von Schultern und Rücken und Träger von BHs oder Tops können zusätzlich oben auf den Schultern ins Fleisch einschneiden.
Zudem leiden viele Frauen unter großen Brüsten, weil diese schlichtweg auffällig sind und auch viele ungewollte Reaktionen im Alltag hervorrufen können. Eine Verkleinerung kann dann eine wahre Befreiung sein und die Frau sich deutlich natürlicher fühlen.
Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei vielen ästhetischen Eingriffen müssen Patienten die Kosten vollständig selbst tragen. Anders sieht es jedoch aus, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Gerade bei sehr großen Brüsten übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten einer Brustverkleinerung in manchen Fällen teilweise oder sogar vollständig.
Voraussetzung dafür ist meist, dass die Betroffenen unter nachweisbaren körperlichen Beschwerden leiden. Dazu zählen beispielsweise chronische Rücken- und Nackenschmerzen, Haltungsschäden oder Einschränkungen im Alltag. Häufig müssen Betroffene zudem dokumentieren, dass konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder spezielles Muskeltraining keine ausreichende Verbesserung gebracht haben.
Wie streng Krankenkassen die Voraussetzungen auslegen, unterscheidet sich jedoch teilweise deutlich. Oft müssen Frauen lange Gutachten und ärztliche Nachweise einreichen, bevor überhaupt über eine Kostenübernahme entschieden wird.
Bei rein ästhetischen Eingriffen wie einer Bruststraffung, Brustwarzenkorrektur oder Brustvergrößerung ist eine Übernahme hingegen eher selten. Hier argumentieren Krankenkassen meist, dass keine medizinische Notwendigkeit vorliegt.
Warum Schönheitseingriffe nichts mit Eitelkeit zu tun haben
Auch wenn solche Eingriffe medizinisch oft nicht notwendig sind, bedeutet das nicht automatisch, dass sie aus reiner Eitelkeit erfolgen. Gerade bei ästhetischen Korrekturen geht es heute häufig um ein möglichst natürliches Ergebnis und ein besseres Körpergefühl.
Während Schönheitsoperationen früher häufig mit möglichst auffälligen Veränderungen verbunden wurden, wünschen sich heute viele Menschen deutlich natürlichere Ergebnisse. Überdimensionierte Lippen, extrem große Implantate oder stark künstlich wirkende Gesichtszüge haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Beliebtheit verloren.
Stattdessen geht der Trend klar in Richtung Harmonie und Proportionen. Viele Patienten möchten heute nicht „gemacht” aussehen, sondern einfach frischer, gesünder oder ausgeglichener wirken. Oft geht es lediglich darum, kleine Merkmale zu korrigieren, die als störend empfunden werden und das eigene Wohlbefinden beeinträchtigen.
Das ist auch der Grund, warum Natürlichkeit und kosmetische Eingriffe längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Moderne plastische Chirurgie versucht heute meist nicht mehr, den Menschen völlig zu verändern, sondern vorhandene Proportionen möglichst natürlich zu unterstützen.
Gerade bei Eingriffen an der Brust spielt dieser Wunsch eine große Rolle. Viele Frauen wünschen sich keine möglichst große Oberweite, sondern vielmehr eine Brust, die besser zum restlichen Körper passt und sich für sie selbst „richtig” anfühlt. Auch bei Straffungen oder Brustwarzenkorrekturen steht häufig weniger die drastische Veränderung als vielmehr ein harmonischeres Gesamtbild im Vordergrund.
