Anna und die flüsternden Schatten

Anna und die flüsternden Schatten

Anna und die flüsternden Stimmen

Sabine Ständig

Boje, 2012

978-3414821140

12,99 €

Qual, was ist das denn? Ein Ort hinter Hamburg? Na toll und da muss Anna Urlaub machen. Während ihre Freundinnen in der Sonne liegen, stürmt und blitzt es an der Ostsee. Nur gut, dass sie dort Tjark kennenlernt, der gar nicht so schlecht aussieht.

Aber warum hat Anna das Gefühl ihr Ferienhaus atmet? Und was sind das für Stimmen, die sie im Stall flüstern hört? Bald ist ihr Leben in Gefahr und nur Tjark scheint eine Hilfe zu sein…

Die Protagonisten:

Oh, ich kann Anna so schlecht einschätzen. Schon beim Lesen weiß ich nicht, wie alt sie sein soll. Manchmal kommt sie sehr altklug rüber, manchmal ist sie ein kleines Mädchen. Viel schlimmer finde ich, dass sie sich allerhand rausnimmt und dafür nicht bestraft wird bzw. sich irgendwer Sorgen macht. Sie treibt es auf die Spitze und das nur, weil sie keinen Urlaub im Süden macht.

Tjark ist die einzige Figur, zu der man sonst eine Beziehung aufbauen kann. Er ist der Junge, der Anna hilft und auch nicht schlecht aussieht. Zwischendurch erfahren wir etwas mehr von ihm, aber ganz durchblickt habe ich den jungen Mann nicht. Stellt sich für mich die Frage, ob dies Absicht war.

Die anderen Protagonisten: Dorfbewohner, Eltern und Brüder sind eher blass und nebensächlich.

Die Kulisse:

Ostsee meine Liebe – klar, dass ich dieses Buch lesen wollte. Leider zeigt sich die Ostsee mit Sturm und Regen von ihrer schlechten Seite. Und auch die Menschen sind eher brummelig dargestellt. So sind nicht alle!

Was stimmt, sind die geheimen Geschichten um Moore und ähnliches. Davon gibt es viele.

Die Handlung:

Eine Geistergeschichte muss nicht unbedingt schlecht sein. Aber wenn die Handlung seicht dahin dümpelt und davon lebt, dass das Mädchen immer in Gefahr gerät, bin ich der Meinung es fehlt etwas. Schlag auf Schlag passiert etwas, bis man am Ende des Buches denkt: Und jetzt? Zwar kommt alles zu einer wahnsinnigen Auflösung, aber irgendwie fehlt der Funke.

Durch die Handlung gehetzt, die eigentlich interessant sein könnte, wird einem klar: das Buch muss nicht sein – irgendwie.

Es ist für Kinder- bzw. Jugendliche von 12 – 15 gedacht. Was soll ein 15jähriger Leser mit diesem Buch? Gruseln – Fehlanzeige, gut nachvollziehbare Liebesgeschichte – Fehlanzeige.

Die Gestaltung:

Das Cover ist ein Traum. Noch besser wäre es, wenn das Bild auch zum Inhalt passen würde. Außer das abgebildete Tor, kann ich nichts mit den Bild anfangen.

Die Bewertung:

Schade. Es gibt nur zwei Bücherpunkte von mir. Zu seicht, zu unlogisch an manchen Stellen.

Anna und die flüsternden Schatten


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