Algarve News: 18. bis 24. März 2019

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 12/2019: Mehr Flug­ha­fen-Kon­trol­len | Weni­ger Bri­ten erwar­tet | Schlamm­flut in Alvor | Wald­brand-War­nung | Ver­ge­wal­ti­gung in Sil­ves - unser Wochen­rück­blick ent­hält noch viel mehr Span­nen­des!

Algarve News und Portugal News: Was sonst noch geschehen ist

In der zurück­lie­gen­den Woche ist an der Algar­ve und in ganz Por­tu­gal noch man­ches ande­re pas­siert. Aus dem Nach­rich­ten­strom haben wir für Sie die­je­ni­gen fünf her­aus­ge­fil­tert, die wir für die wich­tigs­ten für unse­re deutsch­spra­chi­gen Nut­zer hal­ten:

Portugal News: Mehr Flughafenkontrolleure wegen Brexits

Der por­tu­gie­si­sche Innen­mi­nis­ter hat ange­kün­digt, dass die Zahl der SEF-Ein­wan­de­rungs- und Grenz­in­spek­to­ren auf den Flug­hä­fen Faro, Lis­sa­bon und Fun­chal (Madei­ra) ab April erhöht wird. Die Ver­stär­kung ist Teil eines Not­fall­plans für den Aus­tritt des Ver­ei­nig­ten König­reichs aus der Euro­päi­schen Uni­on. Edu­ar­do Cabri­ta sag­te bei einer Anhö­rung zu den Aus­wir­kun­gen des bri­ti­schen Aus­stiegs­pro­zes­ses im Aus­schuss für euro­päi­sche Ange­le­gen­hei­ten, der Flug­ha­fen Lis­sa­bon wer­de 22 zusätz­li­che Inspek­to­ren bekom­men und der Flug­ha­fen Faro zehn. Laut Minis­ter wer­den bri­ti­sche Tou­ris­ten auch künf­tig das Kon­troll­sys­tem "RAPID" (Auto­ma­tic Reco­gni­ti­on of Iden­ti­fied Pas­sen­gers) durch­lau­fen. Die ent­spre­chen­den elek­tro­ni­schen Gerä­te sol­len an den Flug­hä­fen in Faro und Fun­chal aus­ge­baut wer­den. Cabri­ta sag­te, die Regie­rung wer­de "in die­sen Tagen" ein Dekret zur "maxi­ma­len Ver­ein­fa­chung" des Zugangs für Bri­ten im Fall eines ver­trags­lo­sen Aus­tritts ver­ab­schie­den. Dazu soll eine Befrei­ung von der Visums­pflicht gehö­ren, die bei maxi­mal 90 Tage dau­ern­den Rei­sen gilt. Nach Anga­ben Cabri­tas wer­den bri­ti­sche Bür­ger auch nicht den Rei­se-Grund und das Vor­han­den­sein von finan­zi­el­len Mit­teln für den Unter­halt nach­wei­sen müs­sen. Wenn sie aus­schließ­lich nach Por­tu­gal rei­sen, wird auch nicht der vom Schen­gen-Grenz­ko­dex vor­ge­schrie­be­ne Stem­pel ver­langt wer­den.

Algarve News: Weniger Briten erwartet

Die Algar­ve ist laut por­tu­gie­si­schem Hotel­ver­band AHP die ein­zi­ge Tou­ris­mus­re­gi­on des Lan­des, die 2019 weni­ger bri­ti­sche Gäs­ten erwar­tet. „Ande­re Desti­na­tio­nen rech­nen mit einer Sta­bi­li­sie­rung des Mark­tes", sag­te AHP-Prä­si­den­tin Cris­ti­na Siza Viei­ra. Aller­dings gin­gen alle Regio­nen davon aus, dass der Bre­x­it das Wachs­tum des natio­na­len Tou­ris­mus­sek­tors grund­sätz­lich nega­tiv beein­flus­sen dürf­te. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um star­tet des­halb in Groß­bri­tan­ni­en eine groß ange­leg­te Wer­be­kam­pa­gne, um Por­tu­gals al „freund­lichs­tes Ziel" Euro­pas zu pro­fi­lie­ren. Im Janu­ar und Febru­ar konn­te der Flug­ha­fen Faro bereits 16 Pro­zent mehr bri­ti­sche Tou­ris­ten ver­zeich­nen als im Ver­gleichs­zeit­raum des Vor­jahrs. Im gan­zen Jahr 2019 rech­nen die por­tu­gie­si­schen Hote­liers mit mehr Kun­den aus Spa­ni­en, Frank­reich und dem eige­nen Land, wie eine AHP-Umfra­ge ergab. Dem­nach dürf­ten sich die Aus­las­tung und das Umsatz­wachs­tum in die­sem Jahr abschwä­chen. Die durch­schnitt­li­che Auf­ent­halts­dau­er wer­de ver­mut­lich sta­gnie­ren, hieß es.

Algarve News: Schwarze Schlammflut vor Alvor

Das schwar­ze Was­ser, das am Strand von Pra­ia dos Três Irmãos in Alvor ins Meer gepumpt wird, ist flüs­si­ger Schlamm vom Boden des Flus­ses, der in den Atlan­tik mün­det. Das hat ein Spre­cher der zustän­di­gen Stadt­ver­wal­tung von Por­timão erklärt. Es han­de­le sich in dem rie­si­gen Gra­ben mit dicken Roh­ren nicht um den Trans­port von Abwas­ser, wes­halb kei­ne Gefahr bestehe. Die Arbei­ten wür­den außer­halb der Bade­sai­son durch­ge­führt, um den Strand­be­trieb mög­lichst wenig zu stö­ren, sag­te er. Die Arbei­ten sind Teil eines Aus­bag­ge­rungs­pro­jek­tes, das die Navi­ga­ti­on in der Mün­dung des Rio Alvor erleich­tern und gleich­zei­tig den öst­li­chen Sand­dü­nen-Gür­tel des Alvor-Stran­des wie­der etwas auf­fül­len soll - als natür­li­cher Ero­si­ons­schutz. Das Pro­jekt ist zwei Mil­lio­nen Euro teu­er, von denen die EU den größ­ten Teil über­nimmt. Besorg­te Spa­zier­gän­ger und Was­ser­sport­ler hat­ten die Fra­ge gestellt, ob von dem Schwarz­was­ser Gesund­heits­ge­fah­ren aus­ge­hen könn­ten. Bür­ger kri­ti­sier­ten auch, dass die Bau­stel­le schlecht abge­sperrt ist. Eine Stel­lung­nah­me der regio­nal zustän­di­gen Umwelt­schutz­agen­tur APA war in den ver­gan­ge­nen Wochen nicht zu erhal­ten.

Algarve News: Erste Waldbrandwarnung

Der por­tu­gie­si­sche Zivil- und Kata­stro­phen­schutz ANPC hat die Bevöl­ke­rung vor erhöh­ter Wald­brand­ge­fahr bis Diens­tag, 26. März, gewarnt. Das ist die ers­te lan­des­wei­te Alarm­mel­dung die­ses Jah­res. Außer­ge­wöhn­lich hohe Tem­pe­ra­tu­ren, die anhal­ten­de Tro­cken­heit und star­ker Wind könn­ten nach Anga­ben der Behör­de das Ent­ste­hen von Feu­ern begüns­ti­gen - sehr stark beson­ders in der Mit­te und im Nor­den Por­tu­gals. ANPC erin­ner­te dar­an, dass in den gefähr­de­ten Gebie­ten des­halb die Ver­bren­nung von geschnit­te­nem Grün nur nach Geneh­mi­gung durch die ört­li­chen Behör­den erlaubt ist. Die Kreis­stadt São Brás de Alpor­tel stell­te am 22. März ihren neu­en im Süden der Kom­mu­ne gele­ge­nen Was­ser­tank Hor­tas e Moin­hos vor. Er dient dazu, dass Hub­schrau­ber, die in der Wald­brand­be­kämp­fung ein­ge­setzt wer­den, dort Lösch­was­ser auf­tan­ken kön­nen. Der von Quell­was­ser gespeis­te Haupt-Tank fasst 180 Kubik­me­ter Was­ser, ein Stütz­tank 120 Kubik­me­ter. "Die Ver­tei­di­gung unse­res Wal­des und unse­rer Bevöl­ke­rung hat obers­te Prio­ri­tät", sag­te Bür­ger­meis­ter Vitor Guer­rei­ro. An zwei Orten im Kreis­ge­biet sind im Rah­men von Auf­fors­tungs­maß­nah­men auf einer Gesamt­flä­che von 30.000 Qua­drat­me­ter neue Stein­ei­chen gepflanzt wor­den.

Algarve News: Gastronomie-Beschäftigte demonstrieren

Auf einer Pro­test­ak­ti­on in Alb­ufei­ra haben am Don­ners­tag Gewerk­schafts-Funk­tio­nä­re und -Akti­vis­ten schlech­te Arbeits­be­din­gun­gen in Gast­stät­ten und Restau­rants ange­pran­gert. Vor dem Rat­haus, in dem der regio­na­le Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band eine Reprä­sen­tanz hat, kam es zu einem Sit-in der Hotel­ge­werk­schaft. In der über­ge­be­nen Pro­test­no­te heißt es, wäh­rend Unter­neh­men nach wie vor wach­sen­de Erträ­ge ver­buch­ten und immer neue Betrieb eröff­ne­ten, sta­gnier­ten die Ein­kom­men der Arbeit­neh­mer oder näh­men sogar ab. Beklagt wur­den auch unsi­che­re befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge, die Dere­gu­lie­rung von Arbeits­zei­ten, Nicht­zah­lung von Über­stun­den und Pro­ble­me bei der Gewäh­rung von Urlaub und Frei­zeit. Laut Gewerk­schaft blo­ckie­ren die Arbeits­ge­ber die Ver­hand­lun­gen über einen Tarif­ver­trag. Weil es an wirk­sa­men Kon­trol­len der Behör­den man­ge­le, gin­gen Arbeit­ge­ber bei Ver­stö­ßen oft straf­frei aus.

Schulpersonal streikt

Am Don­ners­tag und Frei­tag hat­ten zahl­rei­che Schu­len der Algar­ve nach­mit­tags geschlos­sen oder konn­ten kei­nen Unter­richt durch­füh­ren, weil Ver­wal­tungs­per­so­nal streik­te. Nach Anga­ben der zustän­di­gen Gewerk­schaft der Arbei­ter im öffent­li­chen Dienst gab es „eine sehr gute Betei­li­gung" an der Arbeits­kampf­maß­nah­me. Sie rich­te­te sich vor allem gegen „ekla­tan­ten Per­so­nal­man­gel". Die Mit­ar­bei­ter, etwa in den Schul­kan­ti­nen, sei­en sehr erschöpft. Gehalts­er­hö­hun­gen habe es seit zehn Jah­ren nicht mehr gege­ben und der Ver­dienst sei sehr gering.

Fünf Algarve News und Portugal News aus der Arbeit von Justiz, Polizei, Feuerwehr und Militär

Strei­träf­te hel­fen in Moçam­bi­que: Zwei Trans­port­flug­zeu­ge der por­tu­gie­si­schen Luft­waf­fe haben in die­ser Woche 41 Sol­da­ten und Hilfs­ma­te­ri­al in das von einem Zyklon heim­ge­such­te Moçam­bi­que geflo­gen. In der von der Kata­stro­phe beson­ders schlimm heim­ge­such­ten Regi­on um die Stadt Bei­ra bie­ten sie medi­zi­ni­sche Erst­ver­sor­gung an. Stütz­punkt ist das por­tu­gie­si­sche Kon­su­lat in Bei­ra. Von dort aus agie­ren auch por­tu­gie­si­sche Poli­zei-, Zivil­schutz- und Ret­tungs­kräf­te. Mehr als 410 Opfer wur­den bis­lang in Fol­ge der ver­hee­ren­den Über­schwem­mun­gen in dem süd­ost­afri­ka­ni­schen Land gezählt.

Fischer tot: Die Was­ser­schutz­po­li­zei von Tavi­ra hat Mon­tag­nacht einen 69 Jah­re alten Algar­ve-Fischer tot aus dem Natur­schutz­ge­biet Ria For­mo­sa gebor­gen. Er war im Hafen von San­ta Luzia ins Was­ser gestürzt und ertrun­ken. Die Lei­che wur­de in die Rechts­me­di­zin von Faro gebracht. Die Poli­zei ermit­telt die genau­en Todes­um­stän­de.

Mut­maß­li­cher Ver­ge­wal­ti­ger in Haft: Die Staats­an­walt­schaft in Faro hat einen 35-jäh­ri­ger Mann wegen des Ver­dachts der Ver­ge­wal­ti­gung ver­haf­ten las­sen. Die Tat soll sich am Diens­tag „in einem Gebiet der Algar­ve" ereig­net haben, wie es unklar hießt. Eine Bou­le­vard­zei­tung sprach von Sil­ves. Der Ver­däch­ti­ge und das 23-jäh­ri­ge Opfer sol­len Arbeits­kol­le­gen sein. Bei­de befan­den sich den Anga­ben zufol­ge auf dem gemein­sa­men Fuß­weg nach Hau­se. Die Frau konn­te nach der Tat in einer an der Stra­ße gele­ge­nen Feri­en­woh­nung die Poli­zei alar­mie­ren. Das Opfer wur­de ins Kran­ken­haus nach Por­timão gebracht. Nach einer ers­ten Ver­neh­mung sitzt der Tat­ver­däch­ti­ge nun in Unter­su­chungs­haft. Eben­falls fest­ge­nom­men wur­de ein 48-jäh­ri­ger Mann, der im Ver­dacht steht, vor einem Monat sei­ne 45-jäh­ri­ge Frau vor den Augen der 13 Jah­re alten Toch­ter geschla­gen zu haben. Ihm wird vor­ge­wor­fen, sei­ne Ehe­frau wie­der­holt ange­grif­fen, bedroht und belei­digt zu haben. Er habe die Tren­nung von ihr nicht akzep­tiert, ihr nach­ge­stellt und stän­dig ihr Ver­hal­ten kon­trol­liert. Im Mai soll das Gerichts­ver­fah­ren wegen häus­li­cher Gewalt begin­nen.

Wegen Ver­dachts auf Steu­er­be­trug ver­haf­tet: Die Poli­zei in Faro hat am Diens­tag vier Per­so­nen zwi­schen 39 und 50 Jah­ren wegen des Ver­dachts auf Steu­er­be­trug in Höhe von fünf Mil­lio­nen Euro ver­haf­tet. Im Rah­men einer Ope­ra­ti­on „Grü­nes Gold" waren zuvor Durch­su­chun­gen durch­ge­führt wor­den in Faro, Beja, Évora, Set­úbal, San­t­a­rém, Lei­ria, Coim­bra, Viseu und Por­to. Die Ver­däch­ti­gen - drei Män­ner und eine Frau - sol­len seit mehr als einem Jahr unter fal­schem Namen oder unter dem Namen von Aus­län­dern nach und nach Forst­dienst­leis­tungs-Unter­neh­men gegrün­det, fal­sche Steu­er­erklä­run­gen abge­ge­ben und dabei Mehr­wert- und Kör­per­schafts­steu­er hin­ter­zo­gen haben. Die Ermitt­lun­gen führ­ten auch zur Beschlag­nah­mung von 28 Fahr­zeu­gen, mehr als 15.000 Liter Agrar-Die­sel, Büro-Aus­stat­tung, Bar­geld, einer Schuss­waf­fe und klei­nen Men­gen Rausch­gifts. Gegen einen der Gefass­ten lag bereits ein fünf Jah­re alter Haft­be­fehl vor. Die ande­ren drei Fest­ge­nom­me­nen wur­den gegen Mel­de­auf­la­gen zunächst wie­der frei­ge­las­sen.

Redaktioneller Hinweis zu den Algarve News:

Woche für Woche stel­len unse­re Algar­­ve-Exper­­ten für deutsch­spra­chi­ge Lese­rin­nen und Leser in unse­rem Rück­blick „ Algar­ve News" Kurz­nach­rich­ten zusam­men. Nach unse­rer sub­jek­ti­ven Ansicht sind die­se für Urlau­ber und Resi­den­ten beson­ders inter­es­sant und rele­vant. Damit wol­len wir einen schnel­len und prä­gnan­ten Gesamt­über­blick ermög­li­chen. Wenn Sie eine Über­sicht der Algar­ve News aus den ver­gan­ge­nen Wochen suchen, kön­nen Sie auf unse­re Kate­go­rie Wochen­rück­blick zurück­grei­fen.


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